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Geschäftsnutzen der IT IT-Abteilungen und ihre neue Rolle als Business Enabler

Autor / Redakteur: Holger Müller* / Elke Witmer-Goßner

IT-Fachleute und Entscheider müssen innerhalb der Unternehmen mehr denn je an einem Strang ziehen: Globale Megatrends wie Cloud Computing, Big Data, Industrie 4.0 und Mobility stellen beide Seiten vor neue Herausforderungen – sowie vor neue Möglichkeiten.

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IT-Abteilungen müssen gezielt zum Geschäftsnutzen eines Unternehmens beitragen und sich nicht auf ihre strategische Bedeutung im Hintergrund beschränken.
IT-Abteilungen müssen gezielt zum Geschäftsnutzen eines Unternehmens beitragen und sich nicht auf ihre strategische Bedeutung im Hintergrund beschränken.
(Bild: Alphaspirit, Fotolia)

Die IT wird hier als zentraler „Enabler“, als Treiber für die notwendige digitale Transformation anerkannt. Hinterfragt wird jedoch zunehmend die Rolle der internen IT-Abteilung. Und häufig gehen beide Seiten von unterschiedlichen Anforderungen an die IT und unterschiedlichen Leistungsparametern aus. Was sie wirklich zum Geschäftsnutzen beiträgt, bleibt oft verborgen – zu beiderseitigem Nachteil.

Lange Zeit waren IT-Abteilungen im Unternehmen der technologische Wissensträger Nummer Eins. Vorschläge und Vorgaben von IT-Administratoren zur technischen Ausstattung waren meist unumstritten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Heutige Geschäftsanforderungen verlangen nach einer neuen, deutlich höheren Schlagzahl, sowohl für privatwirtschaftliche Unternehmen als auch für öffentliche Einrichtungen. Die Entscheidung, welche Leistungen die IT-Abteilung bereitstellen soll, liegt heute, ebenso wie das Budget, oft bei anderen Bereichen, etwa in den Fachabteilungen, bei der Geschäftsführung oder beim Chief Financial Officer (CFO). Zunehmend wird dort festgelegt, welche Technologien den digitalen Wandel unterstützen sollen und welche finanziellen Mittel dafür aufgewendet werden können.

Dabei ist zu beobachten, dass die Anforderungen an die IT seitens der Fachabteilungen und Anwender deutlich steigen, die finanzielle und personelle Ausstattung sich jedoch nicht im selben Maße verbessert. So gaben laut einer Studie von Spiceworks 45 Prozent der IT-Verantwortlichen in Europa an, dass ihre Budgets im Jahr 2015 nicht ansteigen. Knapp 15 Prozent mussten sogar eine Mittelkürzung hinnehmen. Eine Erhöhung der Ausgaben hatte nur ein Drittel der Unternehmen geplant. Das zeigt, wie sehr die IT-Abteilungen unter Druck stehen, die vorhandenen Ressourcen noch effizienter einzusetzen – und das zu einer Zeit, in der bei vielen Unternehmen die digitale Transformation der IT-Umgebung gerade erst begonnen hat.

IT als Impulsgeber

Was ist also künftig die Rolle der IT-Abteilung? Das Beratungshaus Forrester Research warnt davor, die internen IT-Experten zu reinen Erfüllungsgehilfen der Geschäftsbereiche und Fachabteilungen zu „degradieren“. Das Bereitstellen von „Commodity-IT-Diensten“, wie etwa Office-Lösungen, das Aufspielen und Management von Client-Betriebssystemen oder die Wartung und Absicherung von Endgeräten, sei oft bei externen Dienstleistern besser aufgehoben.

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