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Microsoft veranstaltet Partnerkonferenz virtuell Inspire2020: Die wichtigsten Ankündigungen im Überblick

Autor: Dr. Stefan Riedl

Die weltweite Partnerkonferenz Microsoft Inspire fand in diesem Jahr ganz virtuell statt. Gezeigt wurden neue Funktionen für Microsoft Azure, Power Platform und Dynamics 365 sowie Microsoft 365 und Microsoft Teams. Auch der Umgang mit Corona war ein Thema.

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Das Azure-Universum ist voller Clouds.
Das Azure-Universum ist voller Clouds.
(Bild: © supamas - stock.adobe.com)

Auf Microsofts weltweiter Partnerkonferenz, der diesjährigen Inspire2020, die umständehalber rein virtuell ausgetragen wurde, stellte der Software-Konzern etliche Produktneuerungen vor. So sollen neue Funktionen von Power Platform und Dynamics 365 die sichere Rückkehr ins Büro ermöglichen. Die Power Platform wurde um Funktionen aufgepeppt, die ein besseres Management der Gesundheit und Sicherheit von Beschäftigten am Arbeitsplatz gewährleisten sollen – darunter Standortbereitschafts- und Sicherheitslösungen für Betriebsleiter, Self-Service-Tools für Mitarbeiter sowie Anwendungen zur Verfolgung von Infektionen und Kontakten für Führungskräfte.

Abstandsregeln in Geschäften

Neue Dienste in Dynamics-365-Anwendungen, wie Customer Voice, Connected Store und Fraud Protection sollen dabei helfen, dass Unternehmen den gesetzlich vorgegebenen Abstandsregelungen sowie den besonderen Kundenanforderungen im Corona-Kontext gerecht werden können. So soll Connected Store beispielsweise dabei helfen, den Überblick über die Besucherzahlen im Geschäft zu behalten.

Azure Stack HCI als Public Preview

Die so genannte Azure Stack HCI – das steht für Hyper-Converged Infrastructure, hyperkonvergente Infrastruktur – gibt es jetzt als Public Preview. So können die Änderungen in Sachen Sicherheit, Leistung und hybride Datenverarbeitung im eigenen Rechenzentren von Unternehmen unter die Lupe genommen werden. Azure Stack HCI wurde für den Einsatz „on-premises“ entwickelt, um dort eine schnelle Virtualisierungslösung bereitzustellen. So können Daten zunehmend in die Cloud verlagert werden, während besonders unternehmenskritische Workloads weiter in eigenen Rechenzentren ausgeführt werden. Azure Stack HCI lässt sich gemeinsam mit weiteren Azure-Ressourcen über das Azure-Portal verwalten. Zu den wichtigsten Hardwarepartnern mit ersten Lösungen zählen Dell EMC, HPE sowie Lenovo.

Azure Migrate

Azure Migrate wurde laut Microsoft dahingehend verbessert, dass neue Analyse- und Bewertungsfunktionen für Rechenzentren, Migrationsszenarien für Server sowie zusätzliche Modernisierungen für die Containerisierung von Anwendungen geboten werden.

Azure Lighthouse

Der Azure-Lighthouse-Dienst unterstützt ab sofort Multi-Faktor-Authentifizierung und Privileged Identity Management. Die Weiterentwicklungen wurden laut Microsoft auf Basis von Kundenfeedback umgesetzt. Der Dienst wurde auf der Inspire 2019 angekündigt und bietet Partnerunternehmen umfassende Funktionen für eine einheitliche und kundenübergreifende Verwaltung von Microsoft Azure.

Microsoft Teams

Das Videokonferenz- und Collaboration-Tool Teams bietet Microsoft-Partnern und Entwicklern neue Möglichkeiten, um Teams-Besprechungen mit Drittanbieter-Apps und -Diensten zu erweitern. Das neue Communities-Feature ermöglicht es so genannten Firstline Workern (Beschäftigten in Service und Produktion), in Teams auf Yammer-Ankündigungen, -Updates, -Diskussionen und -Events ihrer Abteilung zuzugreifen. Mit der Public Preview der Funktion Walkie-Talkie werden sichere Push-to-Talk-Gespräche möglich. Weitere neue Dienste vereinfachen die Planung von Dienstplänen und Aufgaben.

Endpoint Data Loss Prevention in Microsoft 365

Die Public Preview von Microsoft Endpoint Data Loss Prevention (DLP) in Microsoft 365 erlaubt es Unternehmen, Informationen auf Endpunkten wie Laptops oder Smartphones zu erkennen und besser zu schützen, verspricht Microsoft. Die neue Lösung baut auf Microsoft Information Protection auf und erweitert die existierenden DLP-Funktionen in Microsoft 365. Da die Funktion in Windows 10, Office Apps und Microsoft Edge integriert ist, kann sie sehr schnell im Unternehmen ausgerollt und eingesetzt werden – ohne Software-Agenten.

Power Platform

Die Power Platform in Teams wurde verbessert: Die relationale Datenbank Microsoft Dataflex ist ab sofort ohne Zusatzkosten in Teams integriert. Kunden können so Apps und Chatbots mit Power Apps und Power Virtual Agent entwickeln, einsetzen und steuern – ohne Teams zu verlassen.

Universal Print

Universal Print ist eine neue Microsoft-365-Lösung für Unternehmen, die in die Cloud ziehen und einfach und sicher Druck-Jobs erledigen wollen – ohne ein komplexes hybrides Drucker-Setup aufzubauen.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

Dr. Stefan Riedl

Leitender Redakteur