Keine sechs Monate nach der vorherigen Ignite lud Microsoft erneut zur „wichtigsten Konferenz des Jahres“. Dabei präsentierte der Anbieter nicht nur zahlreiche Lösungen für Cloud, KI und hybride Arbeitsformen – sondern thematisierte zugleich das vergangene Jahr als einschneidendsten Wandel der jüngsten Geschichte.
Mit Azure Percept bringt Microsoft die künstliche Intelligenz zum Edge.
(Bild: microsoft.com)
Aus Sicht Satya Nadellas brachte das Coronajahr 2020 den bedeutsamsten Wandel für Wirtschaft und Gesellschaft in der neueren Geschichte. In seiner Eröffnungskeynote zur Ignite 2021 sprach der Microsoft-CEO von einer zweiten Welle der digitalen Transformation und betonte die entscheidende Rolle der Cloud dabei – denn das Bereitstellungsmodell helfe nicht nur, auf veränderte Verhältnisse zu reagieren; zugleich treibe es die Welt innovativ voran.
Und auch Microsoft macht Tempo. Nur ein halbes Jahr nach der zuletzt im September veranstalteten Ignite, präsentierte der Softwareanbieter auf seiner erneut virtuell abgehaltenen Konferenz Anfang März zahlreiche Ideen für Cloud und neue Formen der Zusammenarbeit.
Zu sehen war dabei auch wieder die HoloLens als passende Hardware zur neuen Mixed-Reality-Plattform Microsoft Mesh. Die solle Nutzern neue Formen der Zusammenarbeit ermöglichen; bei Online-Meetings beispielsweise die Illusion bieten, sich gemeinsam am gleichen Ort zu befinden.
Microsoft will Mesh in die eigenen Lösungen Teams sowie Dynamics 365 integrieren. Zudem erwartet der Anbieter, das Partner eine Vielzahl von Anwendungen für die Plattform entwickeln.
Microsoft 365 für hybride Arbeitswelt
Bei Zusammenarbeit und hybriden Arbeitsmodellen denkt Microsoft allerdings auch an Anwender ohne Datenbrille – und erweitert den Leistungsumfang der Collaboration-Lösung Teams. Besonders hervor hebt Microsoft dabei folgende Punkte:
Per Microsoft Teams Connect lassen sich Teams-Kanäle über Unternehmensgrenzen hinweg teilen und externe Teilnehmer einbinden.
Microsoft Teams ermöglicht nun auch die Planung und Durchführung interaktiver Webinare mit bis zu 1.000 Personen innerhalb und außerhalb der eigenen Organisation; bei größeren Veranstaltungen lasse sich nahtlos zu einem Broadcastformat wechseln.
Funktionen wie Microsoft PowerPoint Live in Microsoft Teams, Referentenansicht und dynamische Ansicht richten sich an Vortragende, die wirkungsvolle und dynamische Präsentationen erstellen und gleichzeitig eine natürliche Verbindung mit dem Publikum herstellen wollen.
Zudem will Microsoft Employee Experience Platform Microsoft Viva weiter ausbauen.
Ein wenig mehr Unabhängigkeit vom direkten Draht zur Cloud bietet Microsoft mit Azure Percept – einer Plattform aus Diensten und Geräten, die hardware-beschleunigte KI-Module zum Netzwerkrand bringen. So lassen sich Kamera- (Azure Percept Vision) und Ton-Aufnahmen (Azure Percept Audio) lokal auswerten, wenn besonders schnelle Ergebnisse gefragt sind oder Internetverbindungen nicht zuverlässig genug funktionieren.
Die Managementlösung Azure Arc unterstützt künftig Azure Maschine Learning und erschließt entsprechende Lösungen somit für Kunden mit hybriden Cloud-Umgebungen. Interessierte können sich ab sofort für eine Preview anmelden.
Mit der Einführung von Azure Synapse Pathway sollen Unternehmen die Migration von Workloads auf Azure Synapse Analytics weiter vereinfachen und beschleunigen. Azure Synapse ist ein Analyse-Service, der die Datenintegration, Enterprise Data Warehousing und Big-Data-Analysen kombiniert.
Zudem präsentierte Microsoft Updates für den Data-Governance-Service Azure Purview. Damit sollen Anwender Unternehmensdaten besser als bisher zuordnen und kontrollieren – egal wo sie gespeichert sind; das umfasse eigene Server, Multi-Cloud-Umgebungen oder Software-as-a-Service (SaaS).
Schließlich interagieren die Azure Communication Services jetzt mit Microsoft Teams. Unternehmen erhielten damit eine vollständig verwaltete Plattform für die interne und externe Kommunikation. Der Dienst soll in den nächsten Wochen allgemein verfügbar sein.
Beim Thema Cloud verweist der Anbieter auf schon vor der Ignite 2021 angekündigte branchenspezifischen Angebote für einen einfachen Einstieg in ein umfangreiches Sortiment an Cloud-Services.
Des Weiteren nutze Microsoft die Veranstaltung für weitere Ankündigungen bezüglich Sicherheit, Kundenerlebnisse und Low Code.
Passwortlose Sicherheit, Firmware-Schutz und E2EE
So sei die passwortlose Authentifizierung in Azure Active Directory jetzt allgemein verfügbar. Eine neue Bedrohungsanalyse in Microsoft 365 Defender und Secured-Core für Windows Server sowie Edge-Geräte verbessere den Schutz vor aktuellen und neuen Schwachstellen auf der Firmware-Ebene. Microsoft Teams werde zusätzlich zur bisherigen Verschlüsselung eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) für 1:1-Teams-Anrufe unterstützen.
Verbesserte Arbeitsabläufe Dynamics 365
Schon bisher betrachtete Microsoft Teams und Dynamics 365 als einheitliche Plattform, die Zusammenarbeit und Geschäftsprozesse verknüpft. Neue Funktionen sollen nun Arbeitsabläufe im gesamten Unternehmen verbessern.
Für Dynamics 365 Marketing gibt es daher neue Funktionen zur Orchestrierung der gesamten Customer Journey; Dynamics 365 Intelligent Order Management ist eine neue Anwendung, mit der Unternehmen das Omnichannel-Fulfillment neu gestalten könnten.
Low Code und Automatisierung für Windows 10
Mit Microsoft Power Fx hat der Anbieter eine neue Open-Source- und Low-Code-Programmiersprache gezeigt, die auf Microsoft Excel basiert. Windows-10-Nutzer können sich derweil ohne weitere Kosten den die Lösung Microsoft Power Automate Desktop besorgen und per Robotic Process Automation bislang zeitaufwändige, manuelle Arbeiten automatisieren.
Stand: 08.12.2025
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Für zusätzliche Details zur den Ankündigungen der Ignite 2021 verweisen wir an dieser Stelle wieder auf das zugehörige Book of News – hier hat Microsoft online weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen zusammengestellt.