Datensicherung für iManage Cloud Hycu öffnet gesicherte iManage-Daten für den Notfallzugriff

Von Ira Zahorsky 3 min Lesedauer

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Mit R-Serve ergänzt Hycu iManage Cloud um einen vom Kunden gesteuerten Wiederherstellungspfad. Kanzleien und Rechtsabteilungen können gesicherte Dokumente bei einer Störung lesend abrufen – abhängig von Speicherort, Richtlinien und Berechtigungen.

Mit R-Serve gibt HYCU Rechtsabteilungen und Anwaltskanzleien eine eigenhändig kontrollierbare Datensicherung auf der iManage Cloud-Plattform an die Hand.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Mit R-Serve gibt HYCU Rechtsabteilungen und Anwaltskanzleien eine eigenhändig kontrollierbare Datensicherung auf der iManage Cloud-Plattform an die Hand.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Eine zweistündige Unterbrechung des Dokumentenzugriffs kann für eine Kanzlei mit 200 Anwälten und einem durchschnittlichen Abrechnungssatz von 1.145 US-Dollar pro Stunde rechnerisch rund 458.000 US-Dollar an abrechenbaren Einnahmen kosten. Diese Zahl stammt aus einer von Hycu beauftragten Analyse und berücksichtigt noch keine verpassten Fristen, Verzögerungen in Mandaten oder mögliche Reputationsschäden.

Mit R-Serve will Hycu dieses Risiko bei der Nutzung von iManage Cloud begrenzen. Die Funktion ist ab sofort verfügbar und ergänzt die Cloud-Plattform um eine zusätzliche Sicherungs- und Zugriffsebene, die Unternehmen selbst kontrollieren. Sie richtet sich an Rechtsabteilungen und Kanzleien, die neben den integrierten Schutzmechanismen von iManage einen unabhängigen Wiederherstellungspfad benötigen.

iManage Cloud stellt bereits Funktionen für Verfügbarkeit, Ausfallsicherheit und Geschäftskontinuität bereit. R-Serve setzt daneben an: Die Anwendung legt über Hycu-R-Cloud eigenständige Sicherungspunkte der iManage-Daten in einem vom Kunden ausgewählten Speicher ab. Autorisierte Benutzer können im Störungsfall lesend auf diese Kopien zugreifen.

Schreibgeschützter Zugriff im Störungsfall

R-Serve bindet die vorhandenen Identitätsdienste des Unternehmens ein. Die Anmeldung erfolgt über den bestehenden Identity Provider, darunter Microsoft Entra ID. Nach der Authentifizierung sehen Anwälte und Mitarbeiter nur die Arbeitsbereiche, Ordner und Dokumente, für die sie eine Berechtigung besitzen.

Im Notfall lassen sich die gesicherten Inhalte anzeigen und herunterladen. Die Dateien können lokal weiterbearbeitet werden, bis der reguläre Zugriff auf iManage Cloud wieder funktioniert. Anschließend lassen sich neue oder geänderte Dokumente wieder in die Produktionsumgebung übertragen.

Der Zugriff bleibt dabei schreibgeschützt. Das reduziert zwar das Risiko unkontrollierter Änderungen an der Sicherung, ersetzt aber keine vollständige Wiederherstellungs- und Synchronisationsstrategie. R-Serve ist damit vor allem als Bestandteil eines umfassenderen Business-Continuity-Konzepts gedacht.

„Resilienz beginnt mit Verfügbarkeit“, erklärte Simon Taylor, Gründer und CEO von Hycu. „Unternehmen müssen darauf vertrauen können, dass ihre wichtigsten Daten jederzeit verfügbar sind, wann immer sie benötigt werden. R-Serve bietet Kunden eine unabhängige Möglichkeit, auf diese Daten zuzugreifen, und mehr Kontrolle darüber, wie sie gesichert werden. Dies hilft ihnen, die Geschäftskontinuität aufrechtzuerhalten und sicher zu arbeiten.“

Speicherziel und Verschlüsselung unter eigener Kontrolle

Unternehmen können den Zielort für ihre Sicherungskopien selbst festlegen. Unterstützt werden:

  • Amazon S3
  • Azure Blob Storage
  • Google Cloud Storage
  • weitere S3-kompatible Speicher
  • lokale Infrastrukturen (On-Premises)

Damit lässt sich die Sicherung an Vorgaben zur Datenresidenz und Datensouveränität anpassen. Zugleich besteht weniger Abhängigkeit von der Infrastruktur eines einzelnen Cloud-Anbieters. Für die geschützten Kopien sieht R-Serve unveränderliche, WORM-fähige Speicheroptionen vor. Diese sollen vor Ransomware und versehentlichem Löschen schützen.

Zusätzlich können Unternehmen eigene Verschlüsselungsschlüssel verwalten. Die Kontrolle über die Schlüssel bleibt damit bei der Organisation, sofern sie dieses Modell wählt. Das kann insbesondere für Kanzleien relevant sein, die ihre Governance- und Compliance-Vorgaben nicht vollständig an einen Plattform- oder Speicheranbieter delegieren wollen.

Einsatz in Business-Continuity-Plänen

Hycu nennt mehrere Szenarien für R-Serve. Dazu gehören Prüfungen von Notfallkonzepten, bei denen ein unabhängiger Wiederherstellungsweg nachgewiesen werden muss. Auch Anforderungen aus Cyberversicherungen oder Sicherheitsfragebögen von Kunden können eine solche zweite Zugriffsebene relevant machen.

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Ein weiteres Einsatzfeld ist die Vermeidung eines Cloud-Lock-ins. Die Daten lassen sich an verschiedene Cloud-Speicher oder in die eigene Infrastruktur sichern. Bei einer vorübergehenden Störung können berechtigte Beschäftigte weiter auf wichtige Dokumente zugreifen, etwa wenn eine Einreichungsfrist eingehalten werden muss.

Shawn Misquitta, EVP of Product Management bei iManage, weiß: „Juristen sind auf einen sicheren und zuverlässigen Zugriff auf ihre Dokumente angewiesen, um Mandanten zu betreuen, teamübergreifend zusammenzuarbeiten und wichtige Fristen einzuhalten.“ R-Serve biete die Möglichkeit, eine geschützte Kopie kritischer Inhalte in einer vom Kunden kontrollierten Infrastruktur zu halten und damit die in iManage Cloud vorhandenen Ausfallsicherheitsfunktionen zu ergänzen.

Für Unternehmen, die iManage Cloud bereits mit Hycu-R-Cloud sichern, entstehen laut HYCU keine zusätzlichen Lizenzkosten. R-Serve erweitert in diesem Fall die bestehende Umgebung um den kontrollierten, schreibgeschützten Zugriff auf Sicherungskopien. Die technische Ergänzung beseitigt jedoch nicht die Notwendigkeit, Berechtigungen, Speicherziele und Abläufe für den Ernstfall regelmäßig zu testen.

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