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Mehr Strafzahlungen wegen Datenschutzverletzungen Hohes Sicherheitsrisiko durch Graumarktanbieter

Autor: Elke Witmer-Goßner

Das Interesse an Software-as-a-Service-Angeboten steigt. Und damit kommen immer mehr Anbieter auf den Markt, die ihr Produkt auf illegalem Betriebsweg verkaufen.

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SaaS-Lösungen direkt vom Hersteller minimieren das Sicherheitsrisiko durch Graumarktanbieter.
SaaS-Lösungen direkt vom Hersteller minimieren das Sicherheitsrisiko durch Graumarktanbieter.
(Bild: gemeinfrei © Steve Buissinne / Pixabay )

Diese Graumarktanbieter sind kein neues Phänomen und quasi so alt wie der Softwaremarkt selbst. Und sie sind sogar recht erfolgreich unterwegs. Denn nicht immer sind sich die Kunden beim Kauf über die Nachteile bewusst. Doch gerade, wenn es um Software geht, sollten Nutzer lieber direkt mit dem Hersteller zusammenarbeiten, rät Service-Management-Spezialist OTRS.

Sicher ist sicher

Denn gerade Unternehmen schlagen sich lieber auf die sichere Seite, wenn sie cloud-basierte Anwendungen nutzen wollen. Die direkte Zusammenarbeit mit dem Hersteller ermöglicht, dass Sicherheitslücken sofort und unmittelbar geschlossen werden. Jegliche Updates und Patches werden vom Hersteller gehandhabt unverzüglich geliefert. Das Risiko von Datenverlusten wird so minimiert. Doch Software-Kunden brauchen in manchen Situationen auch schnelle und unkomplizierte Beratung. Hat man den Hersteller von Anfang an mit ins Boot genommen, sitzen Kunden quasi direkt an der Quelle. Die Problemlösungen erfolgen zeitnah und bilateral im Gespräch mit einem professionellen Team. Dagegen müsste ein Graumarktanbieter erst noch die Informationen vom Hersteller einholen – vorausgesetzt er könnte den Kontakt zum Hersteller überhaupt herstellen.

Auch von der direkten Kommunikation mit dem Hersteller – sei es in einem persönlichen Gespräch oder über einen Newsletter – können Kunden nur profitieren. Sie erhalten hier aus erster Hand Informationen zur Produktentwicklung, über nächste Launches oder neue Features, aber auch über die Preisgestaltung oder wie die Software am besten auf die Unternehmensbedürfnisse zugeschnitten werden kann. Aber auch für den Hersteller selbst ist der persönliche Kontakt zum Kunden wichtig. Produkt-Updates basieren nicht selten auf dem Feedback der Nutzer. Wenn Kunden eine neue Idee haben oder ihnen ein wichtiges Feature fehlt, können sie es direkt einreichen. Die meisten Hersteller zählen auf diese Stimmen, evaluieren die Ideen und setzen diese möglicherweise sogar um.

So zeigten Beispiele wie British Airways oder Equifax, die bereits hohe Strafen wegen Datenschutzverletzungen zahlen mussten, wie explosiv das Thema Sicherheit derzeit sei, erklärt Christopher Kuhn, COO bei der OTRS AG. „Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Lösungen von Graumarktanbietern zwar auf den ersten Blick günstiger erscheinen, aber in der weiteren Zusammenarbeit wegen Datenverlusten, möglichen Strafen und weiterer Probleme sehr viel teuer werden können. Es kann sogar so weit kommen, dass Unternehmen ihre Existenz riskieren, wenn sie auf Graumarktanbieter setzen.“ In einem Whitepaper hat OTRS einige Beispiele von Anwendern zusammengefasst, die nach der Zusammenarbeit mit Graumarktanbietern Schwierigkeiten beim Schutz ihrer Daten hatten.

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de