Drei Punkte für die Cloud

FC St. Pauli auf dem Weg zur „Zero IT“

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Microsoft Azure, Office 365 und die Enterprise Mobility Suite sollen beim Kiezclub für mehr Agilität sorgen.
Microsoft Azure, Office 365 und die Enterprise Mobility Suite sollen beim Kiezclub für mehr Agilität sorgen. (Bild: © 2016 Nico_Campo/Bright Skies GmbH)

Der FC St. Pauli geht im Bereich IT neue Wege: Der Zweitligist verzichtet künftig komplett auf eine eigene IT-Infrastruktur und verlagert im Zuge einer notwendigen Modernisierung sämtliche IT-Prozesse in die Microsoft Cloud.

Microsoft Azure, Office 365 und Microsoft Enterprise Mobility + Security (EMS) lösen bei dem Hamburger Fußballclub On-Premise-Lösungen und langfristige Verträge zu Gunsten agiler und modernerer Strukturen ab. Technisch neu gerüstet soll auch der sportliche Erfolg mit Nahziel Klassenerhalt herbeigeführt werden. „Computer schießen keine Tore“, hat „Kaiser“ Franz Beckenbauer zwar gesagt, und hier macht auch der FC St. Pauli keine Ausnahme. Allerdings soll eine funktionierende IT-Infrastruktur dem Kiezclub dabei helfen, den sportlichen Bereich und am Ende auch das betriebswirtschaftliche Ergebnis mit modernen Technologien aus der Cloud zu verbessern. Für Hannes Brandt, ICT-Projektleiter des FC St. Pauli, steht daher fest: „Professionell geführte Vereine brauchen eine moderne und flexible IT-Infrastruktur, die die sportlichen und wirtschaftlichen Ziele unterstützt.“

Der Verein setzt bei der Realisierung seiner Zukunftsprojekte für mehr Effizienz und Flexibilität auf die Microsoft Cloud. Diese Strategie soll in Zukunft für schlanke Strukturen bei den Hamburgern sorgen: Hardware-Investitionen und Software-Updates werden obsolet, indem ICT-Dienste mit Abos statt über langfristige Verträge bereitgestellt werden. So will der Club vom Millerntor künftig auf wechselnde Anforderungen flexibel reagieren können. Das Projekt „Zero-IT“ startete bereits im Vorjahr mit einer „Cloud only“-Strategie. „Langfristig wollen wir ohne eigene IT-Abteilung, aber mit starken IT-Partnern wirtschaftlich erfolgreich sein“, erkärt Brandt. Unterstützt wird der Club dabei von den Microsoft-Partnern Phat Consulting (Modern Workplace), Bright Skies (Projektumsetzung) und Rosenberg IT Consult (IT-Betrieb in Cloud-Umgebung).

Wirtschaftsriese Bundesliga

Die Fußball-Clubs der Bundesliga haben sich schon längst von den dem vorwiegend dem Breitensport verpflichteten Sportvereinen wegentwickelt zu gewinnorientierten Unternehmen. Vom Volumen her ist die Fußball-Bundesliga durchaus mit im MDAX notierten Firmen vergleichbar. Die 36 Clubs der Ersten und Zweiten Liga erwirtschaften pro Jahr einen Gesamtumsatz von über drei Milliarden Euro und geben mehr als 50.000 Menschen Arbeit. Jährlich besuchen mehr als 18 Millionen Menschen die Spiele der Ligen. Der Bundesliga-Report 2016 attestiert den Bundesligisten ein jährliches Wachstum von rund sieben Prozent. Damit wachsen sie fast viermal so schnell wie die Gesamtwirtschaft (zwei Prozent). Selbst die Zweite Liga in Deutschland, aktuelle Heimat des FC St. Pauli, erwirtschaftet noch mehr als die Top-Ligen in den Niederlanden, in Österreich und Schweden

Digitalisierung bringt Plus für den Fußball

Große Sportvereine, die betriebswirtschaftlich gesehen wie mittelständische Unternehmen zu bewerten sind, können von agiler und flexibler IT nur profitieren, indem sie ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit – als Basis auch für sportlichen Erfolg – erhalten bzw. sogar steigern. Sabine Bendiek, Geschäftsführerin der Microsoft Deutschland GmbH, ist überzeugt, dass Sportclubs genauso wie die Gesamtwirtschaft durch die konsequente Digitalisierung völlig neue Geschäftsmodelle entwickeln könnten: etwa im Bereich Merchandising über Apps und digitale Kampagnen, in den sozialen Netzwerken durch mehr Nähe zu den Fans und beim Einsatz von Big Data in der Spielanalyse.

Verein für „Zero Outage“ gegründet

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11.11.16 - Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der IT-Branche wollen gemeinsam Maßstäbe setzen, um mit Design-Prinzipien für Null-Fehler-Produkte die Zuverlässigkeit von IT-Infrastruktur zu verbessern. lesen

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