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Certified Cloud
"Certified Secure Cloud", das könnte der Weg sein, den KMUs in die Cloud beschreiten sollten. Der Bayerische IT-Sicherheitscluster e.V. hat ein Konzept entwickelt, das KMUs die Auslagerung einzelner IT-Systeme oder ganzer IT-Infrastrukturen in die Cloud erleichtern soll. Hinter dem Konzept stehen Wirtschaft, Hochschulen, Juristen und IT-Sicherheitsspezialisten. Ziel soll es sein, durch zertifizierte Berater und Cloud-Anbieter die Transparenz und die Wahrung der Kundeninteressen sicherzustellen. Der Verein agiere unabhängig, versicherte Christian Paulus vom KCT Systemhaus.

"Bisher hat sich allerdings noch kein Sicherheitszertifikat am Markt als Standard durchgesetzt", so Martin Hubschneider von CAS Software. Seine Firma arbeite daher in Forschungsprojekten der Bundesregierung mit, die eine praktikable Security-Zertifizierung zur Folge haben soll.
Cloud und Security

Verschlüsselnde Cloud-Kommunikations-Plattformen wie Dehnings HornetDrive oder die "Sealed Cloud" Idgard der Münchener Uniscon GmbH sind erst der Anfang. Die österreichische FabaSoft, die schon seit Jahrzehnten die Kommunikation von Verwaltungsbehörden in den drei DACH-Ländern unterstützt, bietet nun auch B2B Collaboration aus der Cloud an, mit Zwei-Faktor-Authentifizierung und ISO27001-Gütesiegel.
Das kann erst der Anfang sein. Cloud-Anbieter wie die CAS Software bieten sowohl Software- als auch Hardware-basierte Sicherheitsmaßnahmen an. Eine der interessantesten kommenden Lösungen ist MimoSecco. Dieses vom Bund geförderte Projekt sieht vor, dass von den Daten jeweils zwei Drittel an drei Speicherorten abgelegt werden, also nie vollständig an einem. "Die Daten können von zwei beliebigen Orten zurückgelesen werden, und erst auf dem PC werden sie wieder zusammengefügt", berichtet Martin Hubschneider von CAS Software. MimoSecco soll bald marktreif sein.
Es gibt also bereits einige innovative Sicherheitskonzepte für die Cloud. "Der NSA-Skandal kann zu einem Konjunkturprogramm für deutsche Software-Anbieter werden", hofft Hubschneider, der stellvertretende Vorsitzende des BitMi-Verbandes im Mittelstand. Aber: "Sie müssen absolut vertrauenswürdig sein, die technischen Standards einhalten und verbindliche Selbstverpflichtungen eingehen: kein Zugang zu den gespeicherten Informationen durch Geheimdienste, keine Backdoors."
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