Toms Wochentipp: In drei Schritten zum strengeren Datenschutz So aktivieren Sie den Lockdown-Modus in ChatGPT

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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OpenAI verteilt eine neue Sicherheitseinstellung für ChatGPT an alle persönlichen Konten. Der Lockdown-Modus drosselt ausgehende Netzwerkanfragen und unterbindet damit den Abfluss sensibler Daten aus Konversationen, den Angreifer über Prompt Injection auslösen.

Der Sperrmodus in ChatGPT drosselt ausgehende Netzwerkanfragen und schützt so vor dem Abgriff vertraulicher Konversationsinhalte.(Bild: ©  Monkey Business - stock.adobe.com)
Der Sperrmodus in ChatGPT drosselt ausgehende Netzwerkanfragen und schützt so vor dem Abgriff vertraulicher Konversationsinhalte.
(Bild: © Monkey Business - stock.adobe.com)

OpenAI stellt den Lockdown-Modus seit Juni 2026 für alle persönlichen Konten bereit, darunter die Tarife Free, Go, Plus und Pro sowie selbstverwaltete ChatGPT-Business-Konten. Vorgestellt wurde die Einstellung erstmals im Februar 2026 für Enterprise-Pläne. Die Funktion richtet sich an Organisationen und Einzelpersonen, die mit schützenswerten Inhalten arbeiten und strengeren Schutz vor dem Abgriff von Daten über manipulierte Eingaben fordern. Standardmäßig bleibt der Modus deaktiviert, denn er beschneidet mehrere Funktionen, die ChatGPT mit dem Internet und externen Diensten verbinden.

Datenabfluss in ChatGPT stoppen

Prompt Injection beschreibt eine Angriffsform, bei der Angreifer schädliche Anweisungen in Webseiten, Dokumenten oder Tool-Ausgaben verstecken. Ein Sprachmodell liest solche Inhalte mit und verarbeitet die eingeschleusten Befehle, ohne dass ein menschlicher Leser den Eingriff bemerkt. Im Ergebnis gibt das Modell vertrauliche Inhalte aus einer Konversation oder aus verbundenen Apps an einen fremden Server weiter. Mit der wachsenden Reichweite agentischer Funktionen, die das Web durchsuchen, E-Mails lesen und Code ausführen, vergrößert sich die Angriffsfläche.

Ausgehende Netzwerkanfragen gezielt sperren

Der Lockdown-Modus setzt an der letzten Stufe eines solchen Angriffs an und reduziert ausgehende Netzwerkanfragen, über die Daten das kontrollierte Netz von OpenAI verlassen. Aktives Surfen im Web fällt weg, stattdessen greift ChatGPT nur noch auf zwischengespeicherte Inhalte zu. Deep Research und der Agenten-Modus sind komplett abgeschaltet. Generierter Code im Canvas erhält keinen Netzwerkzugang mehr, und der automatische Download von Dateien zur Analyse ruht.

Auch das Abrufen und Anzeigen von Bildern aus dem Internet sperrt die Einstellung, ebenso Konnektoren zu externen Diensten. Externe Links zeigen die vollständige URL und verlangen vor dem Öffnen eine Bestätigung.

Speicher und Uploads bleiben unberührt

Nutzer können den Sperrmodus in ChatGPT in den Einstellungen aktivieren. (Bild:  Joos - OpenAI)
Nutzer können den Sperrmodus in ChatGPT in den Einstellungen aktivieren.
(Bild: Joos - OpenAI)

Mehrere Kernfunktionen arbeiten weiter. Die Bildgenerierung steht zur Verfügung, ebenso der manuelle Upload von Fotos und Dokumenten. Der Modus verändert weder den Speicher noch die Option, eine Konversation zu teilen, noch die Vorgabe, ob Konversationen zur Modellverbesserung dienen. Viele dieser Optionen konfigurieren Workspace-Administratoren separat. Die Aktivierung verläuft über „Einstellungen“ → „Sicherheit“ → „Sperrmodus“, erst nach einer Warnmeldung schaltet die Funktion frei. Da sich auch in der Weboberfläche von ChatGPT immer mal wieder die Menüpunkte ändern, ist die Einstellung teilweise auch über „Security and Login“ zu finden.

Fazit: Schutz gegen gezielte Manipulation

Der Lockdown-Modus verhindert keine Prompt Injection im verarbeiteten Inhalt, denn eine Manipulation kann weiterhin in zwischengespeicherten Webdaten oder in einer hochgeladenen Datei stecken. Die Einstellung begrenzt die letzte Phase, in der abgegriffene Daten das System verlassen. Einen vollständigen Schutz vor Datenexfiltration garantiert OpenAI nach eigenen Angaben nicht, da Restrisiken über aktivierte Apps oder neu entdeckte Angriffstechniken bestehen bleiben.

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