Cloud Computing Sparschwein statt Kostenfalle

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Nachfrage entsteht dort, wo Bedürfnisse befriedigt werden. Mit einem Cloud-Angebot, das insbesondere auf geringe Betriebskosten und geringe Lock-in-Effekte ausgelegt ist, hat sich Wasabi mit einem Partner-Ökosystem positioniert. Dahinter stehen Partnerschaften mit Colocation-, Carrier-Hotel- und Exchange-Anbietern.

Wer Cloud-Kosten senkt, kann laufend Geld sparen.(Bild:  Midjourney / Stefan Riedl)
Wer Cloud-Kosten senkt, kann laufend Geld sparen.
(Bild: Midjourney / Stefan Riedl)

Cloud-Migration kann unerwartet teuer werden. Beim Abschätzen der Kosten im Vorfeld werden häufig Fehler gemacht, was in der Regel zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Migrationskosten führt. Unerwartet günstig wird es eher selten. Daniel Arabié, Country Manager Central Europe Wasabi Technologies, kennt die Problematik: „Insbesondere können unvorhergesehene Gebühren, wie ­beispielsweise Egress-Gebühren und Kosten für API-Aufrufe, das Budget belasten. Auch inadäquate Vertragsbedingungen und Service-Level-Agreements, die wenig Spielraum für Anpassungen lassen sowie überholte interne Systeme und Prozesse, die nicht für die Cloud optimiert sind, treiben die Kosten in die Höhe.“

Inadäquate Vertragsbedingungen und Service Level Agreements treiben die Kosten in die Höhe.

Daniel Arabié, Country Manager Central Europe, Wasabi Technologies

Mit dieser Problemstellung, nämlich Cloud-Kosten in den Griff zu bekommen, beschäftigt sich Wasabi und das angeschlossene Partnernetzwerk. „Wir arbeiten in Deutschland unter anderem mit der Ebertlang Distribution zusammen“, so Arabié. Dabei geht es in erster Linie um ein Hot-Cloud-Storage-Angebot, das über MSP- und VAR-Partner an den Mann gebracht wird. Die Lösung sei, so der Wasabi-Chef, innerhalb weniger Stunden einsatzbereit. Für den Channel führt man Online-­Vertriebsschulungen durch und auch Marketing-Ressourcen für Partner seien gegeben. Eine tiefere strategische Partnerschaft besteht mit Cancom.

Unter Vendor-Lock-in werden alle Wechselbarrieren und Hemmnisse zusammen­gefasst, die Cloud-Nutzer von einem Wechsel zu anderen Anbietern abhalten. Und die sind groß, auch wenn für die Cloud der Flexibilitätsaspekt vertrieblicherseits stets betont wird. Mit Blick auf die großen Player im Markt attestiert Arabié, dass diese ihren Kunden häufig hohe Übertragungsgebühren auferlegen, wenn sie Daten aus deren Cloud verlagern möchten.

Eingeschränkte Kompatibilität

Zudem würden manche Unternehmen die Kompatibilität ihrer Produkte mit denen anderer Anbieter einschränken. Bei Wasabi will man andere Strukturen aufgebaut haben, die für mehr Flexibilität und Unabhängigkeit sorgen sollen, so der Selbstanspruch. Über Partnerschaften mit Colocation-, Carrier-Hotel- und Exchange-Anbietern wie Equinix bietet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge „direkte und schnelle Netzwerkverbindungen zu anderen gängigen IaaS- und PaaS-­Plattformen“.

Über diese privaten Netzwerkverbindungen könne man Latenzzeiten und Engpässe im Netz vermeiden. Gebühren für Egress- oder API-Anfragen fallen so nicht an. Andernorts werden diese bei einer Datenübertragung von Cloud zu Cloud häufig in Rechnung gestellt.

Versteckte Kosten erkennen

Wer seine Cloud-Kosten im Griff hat, spart bare Münze.(Bild:  Midjourney / Stefan Riedl)
Wer seine Cloud-Kosten im Griff hat, spart bare Münze.
(Bild: Midjourney / Stefan Riedl)

Der Wasabi-Manager weiß aus der Praxis, dass es mit günstigen Angeboten alleine nicht getan ist: „Die Komplexität der Cloud ist oft ein Spiegelbild überholter Unternehmensstrukturen.“

Viele Unternehmen hätten Probleme damit, mit dem schnellen Wachstum von Daten Schritt zu halten und traditionelle lokale Speicherlösungen seien sowohl in der Skalierung als auch im Management verhältnismäßig kostspielig. „Hierunter fallen unter anderem überteuerte ­Wartungsverträge, hohe Betriebskosten, aber auch störende Produkt-Übergänge.“

Eine Frage der Strukturen

Die Cloud-Speicherdienste der ersten Generation der Hyperscaler böten jedoch nach seiner Lesart „meist keine nennenswerten TCO-Einsparungen gegenüber herkömmlichen On-Premises-Speicher­lösungen“. In letzter Konsequenz liegt es häufig an veralteten Systemen, die den Übergang erschweren und Anpassungen erforderlich machen. Dem entgegenwirken könne man mit klaren Governance-­Strukturen, effektiven Kontrollmechanismen, einer Cloud-angepassten IT-­Infrastruktur und ausreichendem Fachwissen.

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