Elektronische Rechnung fördert Digitalisierung E-Rechnung als digitaler Treiber in deutschen Büros

Von Barbara Gribl 3 min Lesedauer

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Die E-Rechnung könnte von der Pflicht zur Kür werden. Denn ihre Einführung verspricht Vorteile wie Kosten- und Zeitersparnis. Seit Anfang des Jahres ist sie Pflicht. Zunächst wirkt sie komplex, sollte Unternehmen aber nicht verunsichern.

Unternehmen könnten sich dank der E-Rechnung bald Zeit und Kosten sparen.(Bild:  Janet Worg - stock.adobe.com)
Unternehmen könnten sich dank der E-Rechnung bald Zeit und Kosten sparen.
(Bild: Janet Worg - stock.adobe.com)

Seit Januar 2025 ist die elektronische Rechnung in Deutschland Pflicht. Seither sollten alle B2B-Unternehmen Rechnungen in den vorgesehenen Formaten zumindest empfangen können. Durch die Umstellung sollen Geschäftsprozesse vereinfacht und beschleunigt werden. Einige Herausforderungen bleiben dennoch: Für viele Unternehmen ist es nach wie vor schwierig, den Überblick über die verschiedenen E-Rechnungsformate, gesetzlichen Fristen und Vorgaben zu behalten.

daten zur e-rechnung im überblick

01.01.2025
Empfangspflicht für alle Unternehmen im B2B-Bereich: E-Rechnungen müssen empfangen und GoBD-konform archiviert werden können.

01.01.2025 - 31.12.2026
Übergangsfrist für den Versand von E-Rechnungen. Alle Unternehmen dürfen weiterhin Rechnungen in Papierform oder – sofern vereinbart - PDF -Rechnungen versenden.

01.01.2027 - 31.12.2027
Verpflichtung zur Ausstellung von E-Rechnungen für Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz über 800.000 Euro. Für kleinere Unternehmen (mit weniger als 800.000 Euro Umsatz) gilt weiterhin eine Übergangsfrist.

Ab 01.01.2028
Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen in den vorgegebenen Formaten für alle Unternehmen im B2B-Bereich, Papier- und reine PDF-Rechnungen sind nicht mehr erlaubt.

Zulässige Formate

Corinna Hölzel, Senior Product Marketing Managerin bei d.velop weiß, wie Unternehmen davon profitieren. „In Deutschland sind für die E-Rechnung die Formate XRechnung und ZUGFeRD vorgesehen, wobei es sich bei letzterem um ein kombiniertes Format handelt, bei dem die strukturierten Daten in ein PDF eingebettet werden“, erklärt die Expertin.

Auch wenn die E-Rechnung zunächst komplex wirkt, sollten sich Unternehmen nicht verunsichern lassen. Die Einführung verspricht viele Vorteile. So ließen sich durch den geringen manuellen Aufwand Zeit und Kosten einsparen, wenn die Systeme erst einmal richtig laufen.

Dabei gehe es – so Hölzel – nicht nur um die Bearbeitung und Archivierung der Rechnungen, auch Papier-, Druck- und Portokosten müssen in die Bilanz eingerechnet werden. Dies bedeute gleichzeitig auch ein Plus in Sachen Nachhaltigkeit. „Die schnellere Verarbeitung elektronischer Formate erlaubt es zudem, das Cashflow-Management zu optimieren. Bisher eingesetzte OCR-Technologien zum Auslesen der Rechnungsinformationen aus PDF- Rechnungen sind außerdem fehleranfällig – und oft mit hohem Aufwand verbunden. Bei der Nutzung der E-Rechnung kann dieser Schritt komplett entfallen“, erläutert Hölzel.

Corinna Hölzel ist Senior Product Marketing Managerin bei der d.velop AG.(Bild:  d.velop)
Corinna Hölzel ist Senior Product Marketing Managerin bei der d.velop AG.
(Bild: d.velop)

Elektronische Rechnungsstellung als Booster der Digitalisierung

Die E-Rechnung sei eine Chance, die Digitalisierung in der Finanzbuchhaltung maßgeblich zu beschleunigen. Hölzel meint: „In den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass viele Unternehmen, die beginnen, E-Rechnungen einzuführen, ihr digitales Dokumentenmanagement generell ausbauen.“

Damit würde die E-Rechnung dazu beitragen, das papierlose Büro endlich Realität werden zu lassen. Davon profitierten schließlich auch die Mitarbeiter, da viele zeitraubende Routinearbeiten, beispielsweise in der Ablage, entfallen. KI-Integrationen in modernen Dokumentenmanagement-Systemen erlaubten es, Informationen schnell zu finden. Wenn kein händischer Übertrag aus analogen Dokumenten mehr notwendig wäre, könnte zudem die Fehleranfälligkeit in Geschäftsprozessen reduziert werden.

Auch in puncto Sicherheit könnten Unternehmen von der E-Rechnung profitieren: Wichtige, sensible Dokumente können mit elektronischen Signaturen versehen werden, wodurch ihre Legitimität sichergestellt und Fälschungssicherheit gewährleistet wird.

Die E-Rechnung könnte dazu beitragen, das papierlose Büro Realität werden zu lassen.

Aktiv werden

„Die E-Rechnung ist mehr als nur ein neues Dateiformat – sie ist ein Hebel für die digitale Transformation in Unternehmen und Organisationen jeglicher Größe“, betont E-Rechnungs-Expertin Hölzel. Wer die Übergangsfristen sinnvoll nutze, könne nicht nur gesetzlichen Anforderungen gerecht werden, sondern interne Prozesse grundlegend verbessern. Mit den richtigen Tools und erfahrenen Partnern gelinge der Umstieg reibungslos – und eröffne neue digitale Perspektiven.

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