Verizon-Manager über Vorurteile und Missverständnisse

Die Wahrheit über die Top-5-Mythen des Cloud Computing

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Mythos 3: Wer einmal drin ist, kommt nicht wieder raus

Anbieterabhängigkeit ist eine der großen Sorgen vieler Unternehmen. Datenmigration ist selbst in der herkömmlichen IT-Welt eine der größten Hürden bei der Einführung einer neuen Technologie-plattform. Viele glauben, dass es unmöglich ist, die Daten zurückzuerlangen, wenn sie erst einmal in der Cloud sind, zumindest in einem Format, mit dem man etwas anfangen könnte.

Bei der Entscheidung für einen Cloud-Provider sollten Unternehmen darauf achten, welche Praktiken befolgt und welche Branchenstandards eingehalten werden. Die Möglichkeit, offene Application Programming Interfaces (APIs) zu nutzen, virtuelle Maschinen zu im- und exportieren sowie die nahtlose Integration mit privaten Netzwerken und Clouds, muss ein Cloud-Provider seinen Mandanten schon eröffnen.

Mythos 4: Ich büße meine bisherigen Investitionen ein

Dieser Einwand ist überaus verbreitet bei Unternehmen anzutreffen, die über Jahre in ein eigenes Datenzentrum und dedizierte Hardware investiert haben. Eine öffentliche Cloud zu nutzen, bedeutet jedoch nicht, dass Sie Ihr derzeitiges Equipment stilllegen müssen. In vielen Fällen ergänzt eine Cloud-Umgebung die vorhandene Infrastruktur und sorgt damit für die Agilität und Flexibilität, die Unternehmen dringend benötigen. Dadurch wird übermäßiges investieren in interne Plattformen vermieden.

Es sind zahlreiche Tools auf dem Markt, die Daten und Systeme von internen und Public-Cloud-Umgebungen übergreifend integrieren. Das Geheimnis besteht darin, einen Cloud-Provider zu finden, der bei der Entwicklung einer Cloud-Strategie helfen kann, die zum einen das verwendet, was bereits vorhanden ist, während sie gleichzeitig unter Nutzung öffentlicher Cloud-Umgebungen zukünftige Wachstumspfade erschließt.

Mythos 5: Compliance und Cloud – ein Widerspruch in sich

Heute kämpfen Unternehmen permanent darum, Sicherheitsstandards zu erfüllen. Ob es sich nun um HIPAA, PCI, ISO, SSAE16 oder sonst eine Bestimmung handelt, Compliance stellt jede Branche vor Herausforderungen. Fügt man der Gleichung eine öffentliche Cloud hinzu, dann ist die erste Schlussfolgerung, dass es nun noch komplizierter wird.

In der Welt der Cloud-Provider ist Compliance jedoch mindestens ebenso wichtig wie in jeder anderen Branche. Cloud-Provider setzen sich aktiv mit den Anforderungen der Sicherheits-Compliance auseinander, um so ihre Mandanten bei deren Verpflichtungen unterstützen zu können. Das sollte Unternehmen mehr Vertrauen beim Umzug in die Cloud geben und gleichzeitig die internen Compliance-Prozesse ergänzen.

Abschließendes Fazit

Gavan Egan ist Vice President Sales bei Verizon Terremark EMEA.
Gavan Egan ist Vice President Sales bei Verizon Terremark EMEA.
(Bild: Verizon)
Mythen sind häufig das Ergebnis veralteter Informationen, von Gerüchten oder Schlussfolgerungen, die von falschen Annahmen ausgehen. Am besten schützt man sich vor Problemen, indem man Nachforschungen anstellt, Fragen stellt und sich kundig macht, welche Lösungen am besten zu den speziellen Anforderungen des eigenen Unternehmens passen.

Die eine „richtige“ Antwort gibt es ebenso wenig, wie es eine „richtige“ Cloud-Umgebung gibt. Die beste Herangehensweise bei der Einführung der Cloud ist sich klar zu machen, was man braucht und will, und dann Provider zu befragen, wie sie Ihren Bedürfnissen nachzukommen gedenken.

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