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Umfrage von GULP Die neuen Developer-Trends sind Cloud-native

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Elke Witmer-Goßner

Der Boom der Hybrid- und Multi Cloud bringt viele neue Trends und Technologien hervor, die gerne unter dem Schlagwort „New Work“ zusammengefasst werden. Wesentliche Bestandteile sind die Cloud als Basis, Flexibilität und eine gewisse Do-it-yourself-Mentalität.

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Der Boom der Hybrid- und Multi Cloud bringt viele neue Trends und Technologien hervor, die gerne unter dem Schlagwort „New Work“ zusammengefasst werden.
Der Boom der Hybrid- und Multi Cloud bringt viele neue Trends und Technologien hervor, die gerne unter dem Schlagwort „New Work“ zusammengefasst werden.
(Bild: gemeinfrei © Markus Spiske / Pixabay )

Unter New Work versteht man das Versprechen von neuen Arbeitsformen, die nicht mehr zeit- und ortsgebunden wie der klassische „9-to-5-Job“ sind. Der Wunsch nach Flexibilität und einer besseren Work-Life-Balance sind der Grundstein für diese Veränderung. Eine Umfrage des IT-Personal-Dienstleisters GULP, bei der neben Freelancern auch Festangestellte befragt wurden, bestätigt diesen Trend: Einerseits stiegen die Zahlen der Freelancer seit Jahren konsequent an, andererseits wünschten sich immer mehr Festangestellte die Flexibilität eines Freiberuflers. So sei es denn auch nicht verwunderlich, dass 94,92 Prozent der befragten Freelancer aus Überzeugung selbstständig sind.

Low Code statt Fachkräfte

Bezüglich der Frage, wie sich Projektarbeit in Zukunft gestaltet waren sich Freelancer und Festangestellte einig. Jeweils 80 Prozent der Befragten stimmten der Annahme zu, dass Projektarbeit zukünftig agiler wird. Doch neben der steigenden Agilität werden die Projekte auch immer komplexer. Dies gaben im Schnitt 76 Prozent der Umfrageteilnehmer an. Als logische Schlussfolgerung der beiden vorangehenden Punkte werden laut 70 Prozent der ausgewerteten Antworten klassische Abteilungsstrukturen immer mehr durch projektbasierte Teams abgelöst.

Da der Markt für Developer weltweit leergefegt ist, wird Programmieren unter dem Stichwort „Low Code“ bald auch fachfremdes Personal beschäftigen. Durch neue Frameworks mit hohem Vorfertigungsgrad wird deutlich weniger neuer Code notwendig, Programmieren findet durch „Drag & Drop“ statt. Microservices und Container können dann auch von fachfremdem Personal erstellt und via API im Unternehmensnetzwerk angeboten werden. Dabei wird JavaScript 2020 nach Meinung von Bernd Völcker, CEO des Digitalisierungsexperten Infoplan, seine Position als prominenteste Programmiersprache ausbauen. Dadurch würden die Projekte schneller fertig und sind einfacher zu warten.

Lauffähig wird der Code auf Serverless Architekturen beispielsweise mit dem Dienst Lambda von Amazon Web Services, so Völcker. AWS werbe damit, dass man damit in wenigen Minuten eine Funktion erstellen und aufrufen sowie Protokolle, Metriken und Ablaufverfolgungsdaten anzeigen kann. AWS Lambda ist wohl ein Verfahren, das im kommenden Jahr viel Aufmerksamkeit erhalten wird. Damit kann jede Form von Geschäftslogik virtualisiert werden, steht weltweit und frei skalierend bereit, ohne dass dafür eigene Infrastruktur notwendig ist.

Benötigte Skills

In Sachen Skills sehen die von GULP befragten Entwickler die Themen Datensicherheit und Cloud mit über 80 Prozent als wichtigste Kompetenzen für die Zukunft. Auch in Sachen agile Projektmanagement-Methoden sehen viele Befragte enorme Wichtigkeit. Hierbei unterscheiden sich die Antworten von Freelancern und Festangestellten kaum, bei anderen Themen, beispielsweise Datenbanken, gehen die Meinungen jedoch stark auseinander. Diese werden bei Festangestellten weitaus höher gehandelt als bei Freelancern. Hinzu gesellt sich der Bereich KI, den 65 Prozent der Festangestellten und 53 Prozent der Freelancer als essentiell empfinden.

Um eine ganzheitliche Zukunftsprognose abgeben zu können, müssen auch die zukunftsträchtigen Branchen für IT- und Engineering-Experten herausgestellt werden. Als alleiniger Spitzenreiter der Umfrage steht der Sektor IT & Software mit 82,73 Prozent bei Festangestellten und 67,93 Prozent bei Freelancern fest. An zweiter Stelle sehen Arbeitnehmer die Automotive-Branche, wohingegen Selbstständige den Banken- & Finanzsektor als potenziellen Absatzmarkt ausmachen. Ebenfalls gut wurden die Bereiche Telekommunikation, Verkehr, Transport & Logistik sowie Versicherungen eingeschätzt.

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Über den Autor

Dr. Dietmar Müller

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Journalist