Cloud-Datenbanksystem von NuoDB

Die Datenbank für die New Economy

| Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter* / Elke Witmer-Goßner

Das kalifornische Start-up NuoDB liefert eine verteilte SQL-Datenbank für mehrere Rechenzentren.
Das kalifornische Start-up NuoDB liefert eine verteilte SQL-Datenbank für mehrere Rechenzentren. (Bild: NuoDB)

Der Wandel in der IT braucht geeignete Werkzeuge, die den Forderungen nach „On-Demand“ und Globalisierung gerecht werden. Das gilt besonders für Datenbanken. Der kalifornische Newcomer NuoDB liefert eine SQL-Datenbank, die die Scale-out-Architektur von Cloud-Rechenzentren bedient.

Jim Starkey, Datenbank-Urgestein (siehe Kasten), begann ab 2008 mit der Entwicklung der Architektur für die neue Datenbank. „Damals waren die Variationen bestehender Datenbanksysteme ausgereizt. Für eine hohe Skalierbarkeit mussten neue Wege beschritten werden“, beschreibt der Datenbankveteran die Ausgangslage. Die Idee war, eine sehr elastische SQL-Datenbank zu entwickeln, die sich geografisch verteilen und leicht erweitern lassen sollte und die zudem die Design-Kriterien beim Datenbankmanagement ACID (Atomicity, Consistency, Isolation und Durability) erfüllen musste.

Design in drei Schichten

Traditionelle relationale Datenbanken skalieren „scale-up“. Das bedeutet, dass für mehr Anwender oder besseren Durchsatz größere Maschinen angeschafft werden müssen. Die heute erwünschte Scale-out-Architektur war bislang nur bei Non-SQL-Datenbanken möglich. Starkey entwickelte ein System, das weder dem Shared-Disk- noch dem Shared-Nothing-Prinzip folgte, sondern legte seine Datenbank als Peer-to-peer-Lösung an. Und er unterteilte das System in drei Layer: Eine Verwaltungsschicht, eine Transaktionsebene und einen Storage-Layer.

Barry Morris, Co-Founder und Executive Chairman.
Barry Morris, Co-Founder und Executive Chairman. (Bild: NuoDB)

Insbesondere die Trennung der Transaktions- von der Storage-Ebene sorgt dafür, dass sich NuoDB so gut skalieren lässt. „Dadurch, dass die Schichten getrennt sind, lassen sie sich unabhängig voneinander skalieren und sie behandeln Fehler auch unabhängig voneinander“, beschreibt Barry Morris, Mitbegründer und Executive Chairman von NuoDB, die Vorteile. Deshalb sei es möglich, dass der Transaktionsdurchsatz gesteigert werden kann, ohne Einfluss darauf zu nehmen, wo und wie die Daten gespeichert sind. Umgekehrt können die Daten an verschiedenen Orten gespeichert sein, ohne dass die Anwendung davon beeinflusst wird. „Deshalb skaliert unsere Datenbank on-demand und erlaubt den Einsatz von Automationswerkzeugen“, erklärt Morris.

Anwendungsszenarien

Heutiges Wirtschaften verlangt nach globaler Präsenz, damit die weltweit rund sieben Milliarden Verbraucher bedient werden können. Im Internet reüssiert nur, wer mit schnellen Antwortzeiten aufwarten kann. Experten gehen davon aus, dass die Ladezeiten 0,3 Millisekunden nicht übersteigen sollten. Ab 0,6 Millisekunden verlassen die Kunden die Applikation. Schnelle Transaktionen sind so auch aus Wettbewerbsgründen gefragt. Besonders bei mobilen Zahlsystemen werden in naher Zukunft die Transaktionen stark steigen: Wurden im Jahr 2010 Waren im Wert von knapp 3 Milliarden US-Dollar mobil bezahlt werden es 2017 bereits über 700 Milliarden US-Dollar sein.

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