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Cloud-Datenbanksystem von NuoDB

Die Datenbank für die New Economy

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Das moderne Geschäft muss – trotz aller Globalisierung – nationale Gesetze einhalten. Das betrifft neben dem Datenschutz auch die Orte, an denen Daten gespeichert werden dürfen. Viele Firmen wissen wenig über die Compliance-Vorschriften der einzelnen Länder. Hinzu kommen die Gefahren beim Stillstand beziehungsweise Ausfall der IT. NuoDB wirbt damit, dass es keinen single-point of failure gibt. Das Design der Datenbank ist nach Herstellerangaben darauf ausgelegt, zehn Jahre ohne Downtime zu arbeiten. Dabei erfordert das System keine spezielle Hardware; Standard-Server reichen aus.

Newcomer mit Potenzial

NuoDB ist angetreten, eine SQL-Datenbank für die New Economy auf den Markt zu bringen, die global und on-demand skaliert, Transaktionen in Echtzeit ausführt – und dabei die Datenkonsistenz auch über verteilte Rechenzentren, etwa bei Cloud-Computing, wahrt. Die Daten können an verschiedenen Orten gespeichert sein, Cloud-Computing in allen Formen ist möglich. Bislang konnte NuoDB einige Großkunden, darunter Europas zweitgrößtes Softwarehaus, Dassault Systems, überzeugen. Gartner nahm die Company in den „Magic Quadrant“ auf. Etablierte Datenbankanbieter wie Oracle dürften den Newcomer im Auge behalten.

* Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Coach in München.

Ergänzendes zum Thema
Viel Datenbank-Know-how bei NuoDB

Datenbankveteran Jim Starkey hat die Architektur von NuoDB ab 2008 entworfen. Er hatte zuvor unter anderem bei Digital Equipment (DEC) die „Datatrieve“-Produktfamilie und die erste relationale Datenbank „Rdb/ELN“ entwickelt. Danach gründete er das Unternehmen Interbase Software, das eine relationale Datenbank für technische Workstations lieferte.

Im Jahr 2000 erfolgte die Gründung von Netfrastructure, das eine Plattform für verteilbare Web-Applicationen zur Verfügung stellte und später von MySQL übernommen wurde. Dort bildete sie unter dem Namen „Falcon“ den Kern der Storage-Engine für MySQL. Nachdem Sun Microsystems MySQL übernommen hatte, war Starkey für die Überführung des Falcon-Projekts zuständig.

2010 gründete er zusammen mit Barry Morris NuoDB, das anfangs unter dem Namen „NimbusDB“ firmierte. Auch unter den Investoren finden sich namhafte Datenbankspezialisten: Gary Morgenthaler war einst Mitbegründer und Chef von Ingres. Mitchell Kertzman war CEO von Sybase und Powersoft. Roger Sippl gründete Informix, das dann zu IBM kam.

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