Veeam Availability Suite 9.5 Update 4

Die Cloud wird vom NSA- zum IT-Wildwuchs-Thema

| Autor: Dr. Stefan Riedl

IT-Systeme werden immer komplexer. Anbieter wie Veeam helfen dabei den Überblick zu behalten und liefern Werkzeuge für den Notfall.
IT-Systeme werden immer komplexer. Anbieter wie Veeam helfen dabei den Überblick zu behalten und liefern Werkzeuge für den Notfall. (Bild: © KANDA EUATHAM - stock.adobe.com)

Inwieweit „die Cloud“ dadurch erwachsener geworden ist, bleibt fraglich, jedenfalls scheint der NSA-Skandal kaum noch ein Thema zu sein. Bei Veeam zähmt man ­abseits womöglich ungelöster politischer Fragen den Cloud-Wildwuchs für den IT-Alltag.

Was ist eigentlich aus der Massenüberwachung durch die NSA geworden? Einen ­offiziellen Stopp gab es nie, hinzu kamen Unsicherheiten wie der „Cloud Act“ in den USA. Dennoch scheint das Thema keine große Aufmerksamkeit mehr zu erregen.

Nachwehen des NSA-Skandals

Gerald Hofmann, Vice President Central EMEA bei Veeam, kann auf ein Year-on-­Year-Wachstum im Veeam-Cloud-Geschäft zurückblicken. Weltweit betrug es zuletzt im Jahresvergleich 46 Prozent, während das Transaktionsvolumen in Deutschland im selben Zeitraum „nur“ um 29 Prozent zulegte. „Das sind immer noch – wenn man so will – Nachwehen des NSA-Skandals. ­Inzwischen ist davon allerdings auch in Deutschland nicht mehr viel zu spüren. Die Cloud-Skepsis hat sich in Deutschland mehr oder weniger aufgelöst. Jetzt wird das Thema häufiger unter dem Wildwuchs-, ­beziehungsweise Schatten-IT-Kontext ­betrachtet.“ IT-Systeme werden zunehmend hybrid und müssen die On-Premises- mit der Cloud-Welt vereinen. Im Notfall müssen Admins das richtige Werkzeug zur Hand haben, um es wieder zum Laufen zu bringen und im Vorfeld müssen Sicherheitsgefahren durch Schatten-IT gemanaged werden. In diesem Marktsegment fühlt sich Veeam wohl.

Doppelter Boden für Admins

Produktseitig geht das Unternehmen beim Datenmanagement neue Wege. Die Einbindung selbstlernender Systeme soll die IT der Zukunft stabiler und sicherer ­machen. Eine Art doppelter Boden für ­Administratoren soll etabliert werden, der mit Methoden des maschinellen Lernens vor menschlichen Fehlern schützt. Dem IT-Wildwuchs-Thema begegnet Veeam dahingehend, als organisatorische Klammer, die auf einer Meta-Ebene Cloud-Gewächse und die Software Dritter einzufangen: „Mit der Veeam Availability Console setzen ­unsere Channel-Partner Cloud-Strategien bei ihren Kunden um. Über mehrere neue RESTful-Programmierschnittstellen können unsere Partner eigene oder Drittsysteme einbinden“, so Hofmann. Eine Kombination aus Datenanalysen, dem Erkennen von Verhaltensmustern, Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen soll ­Unternehmen, beziehungsweise deren IT-Dienstleister mittelfristig in die Lage versetzen, das Datenmanagement in hohem Maße zu automatisieren.

Cloud-Wildwuchs in die organisatorische Klammer

Hybride Infrastrukturen seien die aktuelle Herausforderung, die neue Datenmanagement-Strategien nötig machen, die den ­gesamten Lebenszyklus der Daten betrachtet und dabei herkömmliche Disziplinen wie Backup und Wiederherstellung, ­Datenschutz, Datensicherheit und Datenmanagement auch auf Cloud- und IaaS-Ebene neu denken. Die vor kurzem vorgestellte „Availability Suite 9.5 Update 4“ hat vor diesem Hintergrund einige Neuerungen für Cloud-Datenmanagement und einfache Daten-Integration verpasst bekommen. Die langfristige Datenspeicherung mit unbegrenzten Kapazitäten wird durch die Integration von Cloud-Objektspeichern wie Amazon S3, Azure Blob oder IBM Cloud Object Storage sichergestellt. Veeam verzichtet dabei auf zusätzliche Gebühren, die ansonsten gerne neben den Tarifen der Cloud-Anbieter erhoben werden. Alle ­On-Premises- oder Cloud-basierten Workloads lassen sich in zwei Schritten auf AWS, Azure oder Azure Stack migrieren.

Übergang in die Abo-Ära

Doch nicht nur die Produkte wandeln sich. „2019 ist auch für den Veeam-Channel ­eine Übergangsphase vom Lizenzgeschäft hin zum Abonnement-Geschäft, also veränderten Umsatzströmen. Das ist auch ein Schwerpunkt im Channel-Team, das die Partner betreut, denn deren Profitabilität ist uns natürlich wichtig“, führt der der ­Vice President aus.

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