Cloud Provider sollten alle Unternehmen im Blick haben

Die Cloud ist Liebling der Start-ups

| Autor / Redakteur: Louise Miller / Elke Witmer-Goßner

Jungunternehmer machen es den Alten vor und sparen sich mit der Cloud hohe Investitionen in eigene IT.
Jungunternehmer machen es den Alten vor und sparen sich mit der Cloud hohe Investitionen in eigene IT. (Bild: VBM-Archiv)

Vor jedem neuen Geschäftsstart stehen meist hohe Investitionen: Miete für Büroräume, Einrichtung und sonstige Ressourcen. Und ohne entsprechende Technik und IT geht es in unseren modernen Zeiten schon gar nicht mehr. Dass die Cloud eine beliebte Server-Alternative für Start-ups sein kann, sollte da bekannt sein.

Vor allem die schon seit Längerem herrschende Investment-Flaute in neue Start-ups sorgt für große Beliebtheit der kostengünstigeren Cloud-Alternative. Der spanische TK-Gigant Telefónica veröffentlichte vor einer Woche einen Report über die weltweit größten Start-up-Zentren und bestätigte den Trend der sinkenden finanziellen Unterstützung. Silicon Valley liegt, wie erwartet, ganz vorne in dem Report, gefolgt von Tel Aviv und einigen amerikanischen Städten. Berlin hingegen, welches gerne als Hotspot der Gründerszene gepusht wird, kommt als einzige deutsche Stadt nur auf den 15. Platz – hinter London (auf Platz 7), Paris, und sogar Moskau.

Telefónica‘s Bericht erläutert, wie sogar große Städte wie New York und London mit ihren Finanz-Zentren Wall Street und City an fehlenden Finanzspritzen leiden. Doch kann dies auch einen Ansporn darstellen vor allem für Technologie- und Software-Start-ups. Diese benötigen meist nur einen kleinen Büroplatz, an den sie ihren Laptop stellen können, und die nötige Zeit, um Programme zu schreiben. Und hierbei hilft eben die Cloud als flexible Server-Variante.

Die Vorteile sind klar: Cloud Speicherung ist in hohem Maße anpassbar und die Unternehmen bezahlen nur für die eigentliche Nutzung, anstatt ihr Geld in große Server zu investieren. Beides sind Faktoren, die sich bei einem einigermaßen erfolgreichen Start-up ständig ändern sollten. Die hohe Flexibilität ist also eindeutig von Vorteil. Und auch Cloud-Anbieter sind sich der Vorteile bewusst: Rackspace zum Beispiel besitzt ein Start-up-Programm, in dem es für die Cloud wirbt und hilfreiche Anleitungen zur effektiven Nutzung anbietet.

Nun plant die US-amerikanische Firma, ihre Dienste sogar auf den europäischen Start-up Markt auszuweiten. Wie Rackspace’s Robert Scoble vor kurzem der BBC mitteilte, plant die Firma ab 2013 als Mentor für Londoner Start-ups zu agieren. In London, so Scoble, herrsche eine Stimmung wie im Silicon Valley noch vor wenigen Jahren. Überall würden Programmierer an ihren kleinen Tischen sitzen und darauf hoffen, das neue Instagram zu finden.

Trotzdem sollte man in keine allzu romantischen Träume verfallen. Cloud Dienste sind in der Tat beliebt bei Start-ups, jedoch sind es die bekannten und etablierten Unternehmen, die mehr Aufmerksamkeit der Cloud-Provider bekommen sollten. Diese sollten ernsthaft um die größeren Tech-Firmen werben und sie davon abhalten, weiter auf auf private Server zu setzen. Noch schwieriger wird es sein, etablierte Unternehmen von der Cloud-Alternative zu überzeugen, denn noch immer setzen viele auf altbewährte Methoden. Cloud-Provider jedenfalls sollten nicht weiterhin nur darauf bedacht sein, ihr Heil nur in Modellen wie Instagram oder Facebook zu suchen.

Stattdessen sollten sie darauf setzen, ihre Dienste als Standard in der Business-IT-Infrastruktur zu etablieren, Anwendungen zu managen und die verstärkt fragmentierten Netzwerke der großen Firmen zu vereinen. Die Cloud kann auch für große Geschäfte von Vorteil sein und eine verstärkte Konzentrierung auf etablierte Unternehmen könnte der Schlüssel zu neuen Erfolgen sein.

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