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Datenspeicher, Kontakte und Termine Die 10 besten Tools für die private Cloud

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Elke Witmer-Goßner

Um Daten für mobile Anwender effizient zur Verfügung zu stellen ist eine Cloud-Lösung der beste Weg. Viele Unternehmen wollen die Kontrolle über die eigene Cloud aber nicht aus der Hand geben. Hier bietet sich also eine private Cloud an.

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Wer cloud-basiert arbeiten möchte, kann sich mit Hilfe diverser Tools eigene private Wolken einrichten.
Wer cloud-basiert arbeiten möchte, kann sich mit Hilfe diverser Tools eigene private Wolken einrichten.
(Bild: Gaj Rudolf, Fotolia)

Der Betrieb einer privaten Cloud ist für Unternehmen vor allem dann sinnvoll, wenn Ressourcen, Speicher oder auch VMs online und dezentral zur Verfügung gestellt werden sollen. Private Cloud-Lösungen fassen verschiedene Ressourcen im Netzwerk, auch virtuelle Infrastrukturen zusammen, und erlauben die virtuelle Aufteilung, beispielsweise nach Mandanten. Dadurch erhalten Unternehmen eine sehr flexible Infrastruktur und können zentral alle wichtigen Ressourcen aufteilen. Diese zehn Tools sind gut geeignet, private Clouds selbst einzurichten.

  • 1. OwnCloud gehört zu den bekanntesten Cloud-Lösungen für den Aufbau einer privaten Cloud und vereint einen zentralen Datenspeicher mit Termin- und Kontakteverwaltung. Die Software wird auf einem Linux-Server installiert. Die neue Version 9 bietet vor allem Neuerungen im Bereich der Teamarbeit und der Markierung von Dokumenten. Die Lösung ist sehr skalierbar und bietet auch die Möglichkeit zum Zusammenschluss mehrerer OwnCloud-Server. Wie viele anderen Cloud-Anbieter stehen auch für OwnCloud Apps für Windows, aber auch für Smartphones und Tablets zur Verfügung. Neben der Datenspeicherung, stehen eine Vielzahl an Apps zur Verfügung, zum Beispiel gemeinsame Kontakte und Termine.
  • 2. Die Cloud-Lösung Abiquo steht ebenfalls als kostenlose Community-Lösung und als Enterprise-Version mit mehr Support zur Verfügung. Im Zentrum der Lösung steht der Aufbau einer privaten Cloud-Umgebung, inklusive Überwachung und dem Anbieten von Ressourcen. Die Verwaltung erfolgt über ein Webinterface. Abiquo arbeitet mit VMware vSphere zusammen, aber auch mit Hyper-V. So können Unternehmen effizient Ressourcen für die Cloud zur Verfügung stellen, und durch professionelle Systeme anbinden. Auch Grenzwerte lassen sich festlegen. Die Verwaltung von Speicher, VMs und anderen Einstellungen lässt sich direkt über Abiquo durchführen. Ein Block lohnt sich vor allem dann, wenn Unternehmen nicht nur einen Cloud-Speicher mit Kontakt- und Terminverwaltung suchen, sondern auch VMs und deren Ressourcen zur Verfügung stellen wollen, auch an verschiedenen Mandanten bei Hostern.
  • 3. Das Archipelproject ist eine Verwaltungs-Lösung für private Clouds auf Basis einer Server-Virtualisierung. Das System setzt, ähnlich wie Abiquo auf eine bestehende Virtualisierungs-Infrastruktur auf, und stellt die Ressourcen als private Cloud zur Verfügung. Unterstützt werden KVM, Xend, Virtual Box, OpenVZ und VMware. Die Umgebung ist vor allem dann interessant, wenn Unternehmen VMs auf Basis der unterstützten Virtualisierungsumgebungen zur Verfügung stellen, aber zentral verwalten wollen.
  • 4. CloudStack erstellt auf Basis einer Virtualisierungs-Umgebung eine private Cloud. Das System unterstützt aber nicht nur VMware vSphere, Oracle VM, KVM, XenServer und die Xen Cloud Platform, sondern kann auch auf Public-Cloud-Lösungen zurückgreifen. CloudStack unterstützt CloudStack ebenfalls Amazon EC2 und verfügt über S3-APIs, kann also Daten im Amazon Cloudspeicher ablegen. Die Ressourcen in der Cloud werden über die VMs zur Verfügung gestellt. Dabei darf auf den Servern Windows und Linux installiert sein. Auch die Images können über das System verwaltet werden. Die Umgebung eignet sich auch für größere Unternehmen, da eine Überwachung integriert ist sowie die Möglichkeit einer Hochverfügbarkeit. Auch Self-Service ist integrierbar, sodass CloudStack durchaus auch mandantenfähig ist.
  • 5.
  • 6. ist ein Linux-orientiertes Cloud-System, das auch Cluster-Unterstützung bietet. Mit der privaten Cloud-Lösung können Unternehmen zentral Speicher und VMs zur Verfügung stellen, auch mandantenfähig. Die Lösung arbeitet dazu eng mit Suse Linux Enterprise Server und Suse Enterprise Storage zusammen. KVM und Xen werden ebenfalls unterstützt. Software Definied Networking lässt sich über Distributed Virtual Routing zur Verfügung stellen. Über OpenStack lassen sich auch Software-as-a-Service-Modelle umsetzen. OpenStack Data Processing erlaubt die Erstellung von Hadoop-Clustern und bietet auf dieser Basis auch eine On-Demand-Datenanalyse. Auch Apache Spark wird unterstützt.
  • 7. Bei OpenNebula handelt es sich ebenfalls um eine komplette Cloud-Lösung. Neben der Möglichkeit eigene virtuelle Infrastrukturen aufzubauen, lassen sich auch hier Cloud-Lösungen aus Amazon einbauen. Außerdem bietet OpenNebula Schnittstellen zu OCCI-Standard (Open Cloud Computing Interface) und vCloud. Der Manager für Virtualisierungsumgebungen unterstützt KVM, Xen und VMware vSphere. Die VMs in der privaten Cloud lassen sich hochverfügbar betreiben. Auch eine Lastverteilung sowie ein Scheduler für SLAs ist Bestandteil. Die Verwaltung erfolgt über ein Webinterface und eine Befehlszeilenoberfläche. Die Inbetriebnahme ist relativ kompliziert, lohnt sich aber für komplexe Cloud-Umgebungen in jedem Fall.
  • 8. Eucalyptus (Elastic Utility Computing Architecture for Linking Your Programs To Useful Systems) dient vor allem der Virtualisierung von Workloads in einer privaten Cloud. Die Entwickler von Eucalyptus und Amazon Web Services arbeiten zusammen, um die beiden Lösungen miteinander zu verbinden. Eucalyptus ist vor allem für sehr große Cloud-Umgebungen geeignet, bietet hier aber enormen Funktionsumfang. Eucalyptus ist selbst in der Lage VMs zu betreiben und auf den Hypervisor von Servern zuzugreifen. Das macht den Aufbau kompliziert, bietet aber Mehrwert und reduziert zusätzliche Serveranwendungen wie Hypervisoren.
  • 9. Die Wissenschafts-Cloud Nimbus kann Server zu Clustern zusammen und als private Cloud zur Verfügung stellen. Nimbus arbeitet dazu mit Xen und KVM zusammen und bietet eine eigene Cloud-Lösung mit der Bezeichnung Cumulus. Diese lässt sich mit Amazon-S3-Speicher verbinden. Dadurch können Unternehmen auch hybride Clouds aufbauen. Nimbus bindet die einzelnen Hypervisoren an und bindet diese zu einer privaten Cloud zusammen. Die Verwaltung erfolgt dazu über einen eigenen Server. Neben der Anbindung von S3-Speicher, unterstützt Nimbus auch die Anbindung von VMs über Amazon AWS EC2. Nimbus steht als Open-Source-Lösung zur Verfügung, es gibt keinen kommerziellen Support.
  • 10. Bei OpenQRM handelt es sich um ein Verwaltungswerkzeug für Ressourcen im Rechenzentrum. Administratoren können mit damit virtuelle und physische Server im Netzwerk bereitstellen und deren Ressourcen verwalten. OpenQRM ist also ein Infrastructure-as-a-Service-(IaaS)-Plattform-Produkt für die eigene Cloud. Die Umgebung lässt sich auch an Xen, KVM, VMware anbinden. Zusätzlich kann der Speicher im Netzwerk an OpenQRM angebunden werden.
  • 11. Witsbits hilft ebenfalls dabei die virtuelle Infrastruktur zu einer privaten Cloud-Umgebung auszubauen. Die Server selbst werden dazu virtualisiert und können auf Wunsch auch über das Internet online zur Verfügung gestellt werden. Die Lösung bietet eine webbasierte Oberfläche und ein Abrechnungssystem, sodass Unternehmen auch mandantenorientiert arbeiten können. Auch als webbasierte Verwaltungsoberfläche für VMs und Serverstrukturen ist die Lösung geeignet.
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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist