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Die Initiative „Industrie 4.0“ der Bundesregierung, die das Ziel global vernetzter Produktionseinheiten beinhaltet, werten die Analysten zwar als Hype. Dr. Lempp sieht hier zwar viele Insellösungen und ebenso die Bestrebungen, diese zusammen zu führen. „Die Hersteller selbst werden dieses Thema aber bald selbst erledigt haben.“ An einer Automatisierung der industriellen Fertigungsprozesse geht aber definitiv kein Weg vorbei, sind sich alle Analysten einig. Um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben, suchen besonders innovative Unternehmen Kosteneffizienz über die Cloud oder andere Outsourcing-Projekte zu erreichen, weiß Dr. Lempp. Und auch für Lünendonk-Experte Lüerßen „befeuert die Cloud den Wettbewerb“. Künftig werden Dienstleister die Prozessgestaltung übernehmen, glaubt er. Der Druck kommt aber auch aus dem Konsumenten-Bereich, so Praxmarer: „Die IT muss Mehrwerte liefern, um beispielsweise Apps und Cloud-Anwendungen zu integrieren, die der Anwender fordert.“
Echtzeit im Geschäftsleben

Damit angesichts einer kompletten Verzahnung IT-Sicherheit und Datenschutz keine Risse bekommen, sehen die Analysten verschiedene Wege. Dass Security und Datenschutz ein grundsätzlich „heißes Eisen“ im Zusammenhang mit Cloud Computing sind, wissen alle. Praxmarer sieht hier ein „Lieblingsthema der Deutschen“ mit noch immer hoher Brisanz. Für ihn fordert externe Datenhaltung strikte Lokalität auf Seiten der IT, während Fachabteilungen große Verantwortung zeigen müssen. Lüerßen bevorzugt Containerlösungen und strategische Auseinandersetzungen, um die Risiken kontrollierbar zu machen und klein zu halten. Rational-analytische Entscheidungen darüber, welche Daten wohin dürfen, sind notwendig. Ebenso die kontinuierliche Nachrüstung von Sicherheitstechnik: „Technologisch ist fast alles vorhanden. Der Druck ist seit letztem Jahr allerdings deutlich höher geworden.“
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