IT ohne Anschaffungskosten

Der Private-Cloud-Betrieb lässt sich auslagern

| Autor / Redakteur: Michael Hensche* / Ulrike Ostler

Damit die IT und die eigenen Daten nicht in einem Cloud-Wurmloch verschwinden: Axians rät zur Managed Private Cloud.
Damit die IT und die eigenen Daten nicht in einem Cloud-Wurmloch verschwinden: Axians rät zur Managed Private Cloud. (Bild: © Foto-Ruhrgebiet - stock.adobe.com)

Der Bedarf an IT-Ressourcen in Unternehmen verändert sich ständig. Die Public Cloud ist skalierbar, mit ihr lassen sich Schwankungen auffangen. Aber: Wer sie nutzt, gibt automatisch Daten aus der Hand. Mit einer Private Cloud behalten Firmen zwar die Datenhoheit, sind aber auch weniger flexibel. Was tun?

Als praxisbewährte Alternativlösung etabliert sich die Managed Private Cloud: Sie verbindet das Beste aus beiden Welten, indem sie skalierbar ist und die Daten im Unternehmen behält.

Viele Unternehmen und Branchen unterliegen einem Saisongeschäft mit schwankenden Auftragslagen und Auswirkungen auf Logistik, Produktion und IT-Ressourcen. Auch Startups müssen erst einmal ihren Rhythmus finden, um seriöse Aussagen zu ihrem Datacenter-Bedarf treffen zu können. Ähnlich ist es bei Unternehmen, die Big-Data-Analysen oder Software-Tests durchführen. Auch bei ihnen schwanken die Anforderungen teils erheblich.

Private oder Public?

Möchten Unternehmen Lastspitzen selbst ausgleichen, müssen sie eigene Hardware zum Beispiel in Form einer Private Cloud bereitstellen, die den maximalen Bedarf abfangen kann. Die meiste Zeit würde jedoch nur ein Teil davon genutzt, diese Lösung ist also wirtschaftlich nicht unbedingt sinnvoll. Zudem bindet sie dauerhaft Personal: Die IT-Abteilung muss die Infrastruktur selbst planen, anschaffen, aufbauen und betreiben.

Entscheidet sich das Unternehmen hingegen für eine Public-Cloud-Lösung, fallen diese Aufwände nicht an. Abgerechnet wird nach Verbrauch. Allerdings verlassen Informationen das Unternehmen. Firmen, die ihre sensiblen Daten nicht aus der Hand geben wollen oder dürfen, steht diese Option deshalb nicht offen.

Hier bietet sich eine verwaltete private Cloud als ideale Lösung an. Die Hardware steht dann im eigenen Rechenzentrum oder bei einem beauftragten Co-Locator oder in Niederlassungen. Ein externer IT-Dienstleister baut die verwaltete private Cloud auf und betreibt sie auch. Bei bereits praxisbewährten Angeboten wie „vPack“ von Axians steckt die nötige Infrastruktur – Server, Storage und Netzwerk-Equipment – bereits vorkonfiguriert in einem Rack. Ein solches Micro-Datacenter wird per Plug-and-Play in Betrieb genommen und vom IT-Dienstleister gemanagt.

Managed Private Clouds liegen im Trend. So verzeichnet die Bitkom in ihrer Umfrage „Cloud Monitor 2017“ eine Tendenz weg von der reinen Private Cloud: Immer mehr Unternehmen lagern den Betrieb aus. Vollständig in Eigenregie betreiben nur noch 13 Prozent der Befragten ihre Private Cloud. Damit hat sich in den vergangenen vier Jahren der Anteil halbiert.

Kosten: OPEX statt CAPEX

Je nach Anbieter verschafft eine Managed Private Cloud auch kaufmännische Vorteile. Denn der Anwender kauft die Hardware dann nicht, sondern bezahlt monatlich nutzungsbasierte Gebühren, je nachdem wie viele Ressourcen er genutzt hat. Hiervon profitieren besonders Unternehmen, welche die Kapitalkosten gering halten wollen. Auch für alle anderen Unternehmen wirkt es sich in den meisten Fällen positiv auf die Bilanz aus, wenn sie durch ein solches Cloud-Modell Investitionsausgaben (CAPEX) in Betriebsausgaben (OPEX) umwandeln.

Die Aufgabenverteilung zwischen externem Partner und Anwender

Entscheiden sich Unternehmen eine Private Cloud als Service zu buchen, müssen sie sich nicht mit der Auswahl der Hardware beschäftigen. Der externe IT-Dienstleister wählt Komponenten von führenden Herstellern aus und sorgt dafür, dass diese aufeinander abgestimmt sind. So ist gewährleistet, dass sie perfekt zusammenspielen.

Die Managed Private Cloud läuft als autarkes Micro-Datacenter. Unternehmen müssen, bevor sie einen solchen Service buchen, nur den Rahmen festlegen, in dem die virtuellen Ressourcen – „vDisc“, „vCPU“ und „vRAM“ – skalieren sollen. Der Dienstleister stellt ihnen dann eine auf diesen Vorgaben basierende Cloud-Lösung zusammen.

Der Autor Michael Hensche ist Leiter Consulting bei Axians IT Solutions.
Der Autor Michael Hensche ist Leiter Consulting bei Axians IT Solutions. (Bild: Axians)

Gute externe Betreiber gewährleisten einen zu 99,99 Prozent ausfallsicheren Betrieb. Sie überwachen die Managed Private Cloud 24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr, über einen Remote-Zugang und VPN. In einem solchen System sind die Bausteine jeweils mindestens doppelt vorhanden, so dass ein möglicher Ausfall einer Komponente durch die zweite aufgefangen wird. Müssen Bestandteile doch einmal ersetzt oder repariert werden, erledigt der Dienstleister das vor Ort. Das Anwenderunternehmen muss sich darum nicht kümmern.

Fazit

Unternehmen verschiedener Größen und Branchen sind auf skalierbare Ressourcen angewiesen. Die dafür nötige Infrastruktur selbst vorzuhalten, ist nicht kosteneffizient. Einer Public Cloud vertrauen viele nicht genug, um sensible Daten dorthin auszulagern. Die Managed Private Cloud bietet einen Ausweg aus diesem Dilemma, denn die Daten verlassen das Unternehmen nicht und die Anwender bezahlen je nach Anbieter nur für verwendete Ressourcen und haben keine Anschaffungskosten.

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