Mit Micro Focus Visual COBOL R3 einfach in die Cloud & Co. COBOL-Code einfach auf JVM, Microsoft .NET und Azure bereitstellen

Redakteur: Florian Karlstetter

COBOL gehört ebenso wie Fortran zu den absoluten Veteranen der Programmiersprachen, dennoch sind sie auch in der Hightech-Welt von heute nicht wegzudenken. Micro Focus hat nun mit Visual COBOL R3 eine Lösung vorgestellt, mit der sich die bewährten COBOL-Algorithmen auch auf modernen Plattformen wie Java Virtual Machine, Microsoft .NET oder auch der Azure-Cloud bereitstellen lassen.

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„Never touch a running system“ – nichts dürfte in der Welt der Programmierer mehr Wert haben als die Aufrechterhaltung von COBOL, schließlich hat diese ausgesprochen als „Common Business Oriented Language“ noch einigermaßen menschlichen Charakter, orientiert sie sich doch an unserer „human [business] language“ – soweit dies in der Welt der heute extrem verstrickten Bits & Bytes überhaupt möglich ist.

Und so hat COBOL nach wie vor eine Daseinsberechtigung: Micro Focus spricht in diesem Zusammenhang von rund 220 Milliarden Zeilen COBOL-Code, die noch immer in Geschäfts- und Finanz-Anwendungen Verwendung finden.

Verbindung zu Microsoft Azure, .NET und JVM

Das jetzt von Micro Focus vorgestellte Visual COBOL R3 vereinfach nicht nur die Programmierung an sich, sondern ermöglicht es Entwicklern, ihre Applikationen ohne Konvertierung auf aktuellen Plattformen wie Java Virtual Machine (JVM), Microsoft .NET oder auch in der MS Azure Cloud bereitzustellen. Zusätzlich können Software-Entwickler beim Coden zwischen Visual Studio 2010 oder Eclipse wählen. Auch können COBOL-Anwendungen von einer Source auf mehreren Plattformen bereitgestellt werden, ohne dass dafür Plattform-spezifische Anpassungen vorgenommen werden müssen, so der Hersteller.

Mit der Möglichkeit, COBOL direkt für die Java Virtual Machine zu übersetzen, lassen sich Scripts nahtlos in Java einbinden und so die Eigenschaften der JVM mit allen Vorteilen von COBOL verbinden.

Die Erweiterung der COBOL-Funktionalität für Azure, .NET und JVM-Plattformen verbessert die Portierbarkeit von Anwendungen und vereinfacht das System-Management, weil unterschiedliche Arten von Anwendungen auf einem einzigen Stack laufen, so dass die Administratoren von Rechenzentren die gleichen Tools und Prozesse wie für andere Sprachen einsetzen können.

Vertraute Entwicklungsumgebung

Mit der Integration in Visual Studio 2010 und in die Eclipse Entwicklungsumgebung stehen nützliche Werkzeuge und Ressourcen zur Verfügung, so dass mit COBOL in einer intuitiven Weise gearbeitet werden kann, wie man dies schon von .NET und Java gewohnt ist. Visual COBOL R3 umfasst Herstellerangaben zufolge außerdem eine Reihe von Verbesserungen der COBOL-Sprache selbst, so beispielsweise C#- und Java-ähnliche Konstrukte, die insbesondere neuen COBOL-Entwicklern den Einstieg erleichtern sollen.

Visual COBOL Development Hub

Zu den Neuerungen in Visual COBOL R3 gehört auch der Visual COBOL Development Hub, ein Entwicklungs-Tool für remote verfügbare Linux- und Unix-Server. Dieser Hub ermöglicht es Entwicklern, COBOL auf dem eigenen Desktop zu verwenden, um Code auf diesen Servern zu kompilieren und zu debuggen, was den Zeitaufwand für Entwicklung und Test reduziert. Das Tool verkürzt die Einarbeitungszeit und stellt sicher, dass COBOL-Anwendungen schnell auf mehreren Plattformen bereitgestellt werden können.

„Mit Visual COBOL R3 macht COBOL einen wichtigen Schritt vorwärts, denn nun ist es erstmals möglich Applikationen für JVM, Azure Cloud oder .NET direkt in dieser Programmiersprache zu entwickeln, also COBOL als universelle Entwicklungsumgebung zu nutzen“, erklärt Rainer Downar, Country Manager von Micro Focus Central Europe. „Unternehmen können damit neue und bestehende COBOL-Anwendungen mit aktuellen Technologien entwickeln, beispielsweise Apps für Smartphones oder für TabletPCs.“

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