German-Cloud-Gründer Götz Piwinger kommentiert

Cloud-Provider: Verzweifelt gesucht!

| Autor / Redakteur: Götz Piwinger* / Elke Witmer-Goßner

Angehende Cloud-Nutzer suchen nach einem geeigneten Cloud Service Provider nicht selten wie nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen.
Angehende Cloud-Nutzer suchen nach einem geeigneten Cloud Service Provider nicht selten wie nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. (Bild: VBM-Archiv)

Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Softwarelösung entwickelt und suchen nun einen Cloud-Partner. Was für eine Odyssee! Es ist ein völlig eigenständiges Marktsegment, die Plattform für Softwarefirmen zu stellen. Es gibt tausende von Entwicklerfirmen, die schlaue und erfolgreiche Softwarelösungen entwickelt haben.

Doch die wenigsten haben ihre Programme auf Cloud-Architektur – also eine Multi-Tenant-Lösung – umgestellt. Sehr viele aber verfügen bereits über eine browserbasierte Bedienoberfläche. In der Summe bilden diese Anbieter ein beachtliches Potenzial für Infrastruktur-Provider.

Auf die Zukunft spekulieren

Software-Lösungsanbieter sind nicht zu hohen Investitionen bereit, zumal die IaaS-Anbieter sich in scheinbar ruinösem Wettbewerb unterbieten. Die Erkenntnis ist darin zu finden, dass sich der Aufwand bei einem gut organisierten IaaS-Provider in Grenzen hält. Sein Angebot ist in Standardmodelle mit unterschiedlichen Serverplattformen aufgeteilt und ordentlich virtualisiert. Der Kunde Softwarehaus kann seine Performance im Self-Service-Verfahren selbst skalieren und zahlt neben einer Grundgebühr seine Transaktions-Umsätze. In der Summe sind dies nach einer stichprobenartigen Umfrage auf der CeBIT 2015 bei kleineren Anbietern circa fünftausend Euro pro Jahr.

Hier kommt eine alte, amerikanische Investorenweisheit ins Spiel: „Investiere in sieben Start-Ups. Sechs werden scheitern. Aber das eine wird so erfolgreich sein, dass es die Verluste der anderen sechs nicht nur kompensiert, sondern große Erlöse erzeugen wird.“ Ähnlich verhalten sich IaaS-Provider. Viele nehmen jeden ISV (Independent Software Vendor) als Kunden an in der Hoffnung, dass genau seine Lösung die erfolgreiche sein wird. Dabei ist der Vertriebs-und Onboarding-Aufwand immer gleich hoch. Weil man eben vorher nicht weiß, ob die Kundenlösung erfolgreich sein wird oder nicht.

Alles billig, alles gut?

Dass es um mehr als einen günstigen Preis geht, haben viele Software-Hersteller mittlerweile auch kapiert und kokettieren bei der Anbieterauswahl mit dem möglichen disruptiven Erfolg ihres Programmes. In der Folge bringt dies die IaaS-Anbieter zwangsweise in die Situation, ihre – technisch austauschbaren – Angebote nicht nur günstig zu kalkulieren, sondern zudem mit Zusatznutzen, wie in folgenden Beispielen skizziert, zu vermarkten.

Beispiel 1: Besondere technische Services: Hierbei wird technische Zuverlässigkeit durch Nachweise, wie der der ISO-27001-Zertifizierung (im besten Falle auf Basis BSI-Grundschutz) oder Servicefähigkeit durch eine ISO 9001 dokumentiert. Damit kann sich der Kunden-ISV sicher sein, dass seine schönen Programme zuverlässig im Netz zu Verfügung stehen.

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