Reisen wie auf Wolken

Cloud & Kollaboration in der Touristikbranche

| Autor / Redakteur: Oliver Blüher * / Florian Karlstetter

Individuelle Reiseplanung mithilfe des Internets.
Individuelle Reiseplanung mithilfe des Internets. (Bild: © schinsilord - Fotolia.com)

Es ist eine erfreuliche und zugleich herausfordernde Situation für Touristikunternehmen und Reiseanbieter: Die Budgets der Reisenden wachsen, doch gleichzeitig drücken Konkurrenzdruck und Preiskampf im Netz die Margen. Individuelle Reiseplanung über das Internet und die Nutzung von Apps wie WorldMate oder TripAdvisor während der Reise stehen gerade bei jüngeren Urlaubern hoch im Kurs.

Ein Umbruch in der Art zu reisen und diese zu planen ist erkennbar. Reiseanbieter müssen darauf reagieren und die neuen technischen Möglichkeiten zu ihrem Vorteil nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das Reisefieber steigt – alternative Wege werden beliebter

Laut Welttourismusorganisation waren im letzten Jahr 1.180.000.000 Reisende unterwegs, 4,4 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Und die Budgets für Reisen sind groß, gerade in Deutschland. Weltweit steht die Bundesrepublik mit Ausgaben von rund 92 Milliarden US-Dollar pro Jahr auf Platz drei der Länder mit den höchsten Reisebudgets, hinter China und den USA. In Europa ist Deutschland unangefochtener Spitzenreiter – Tendenz der Ausgaben weiter steigend.

Trotz dieser erfreulichen Nachrichten kämpfen Reiseanbieter mit einem sich schnell wandelnden Konsumverhalten durch die zunehmende Digitalisierung: 87 Prozent aller Reisenden greifen bei ihrer Reiseplanung auf das Internet und Online-Portale zurück. Bald die Hälfte, nämlich 42 Prozent aller Unterkunftsbuchungen, erfolgt nach Zahlen des Verbands Internet Reisevertrieb (VIR) online. Die DIY Reiseform mit Portalen wie Expedia, Booking.com oder Airbnb ist bei Touristen besonders beliebt – Buchung per Mausklick möglich. Und Apps unterstützen nicht nur bei Recherche, Planung und Buchung sondern auch vor Ort mit Restaurant-Empfehlungen und Informationen zu Sehenswürdigkeiten oder Services. Denn mittlerweile geben Reisende rund zwei Drittel ihres Budgets am Urlaubsort für Ausflüge und Essen aus.

Die Herausforderung für die Reiseindustrie ist es, den veränderten Kundenwünschen der Urlauber gerecht zu werden, um neue Märkte anzuzapfen. Zentral ist dabei der Ausbau breit gefächerter Serviceleistungen. So sind Reiseanbieter nicht mehr nur bei der Buchung von Reisen mit von der Partie, sondern bieten Support und zusätzliche Services auf allen Stationen der Reise an.

Sich auf etwas Neues einlassen – als Tourist und Reiseveranstalter

Gerade für jüngere Reisende hat die Pauschalreise als favorisierte Art des Reisens ausgedient: Zwei Drittel der Millenials (66 Prozent) bevorzugen laut einer Befragung von Deloitte persönliche Urlaubserlebnisse und erwarten von Reiseanbietern nur für sie individuell angebotene Leistungen und Pakete. Dienste wie beispielsweise Vayable kommen genau diesem Bedürfnis nach einem maßgeschneiderten Angebot nach und vermitteln individuelle Städtetouren zu Kunst, Design, Architektur, Essen und Trinken in Metropolen weltweit – aus erster Hand von lokalen Usern für alle Interessierte.

Der Erfolg dieser Dienste zeigt ganz klar die Herausforderung für die Tourismusbranche auf: praktikable und rentable Geschäftsmodelle für Individualreisende aufzubauen, die Nutzer in ihrer Individualität bestärken und ihnen einen echten Mehrwert bieten. Und die Reisekonzerne scheinen erkannt zu haben, wo ihr Potential und Alleinstellungsmerkmal liegt. Wie keine andere Industrie verfügt die Reisebranche mit Touristen, Reiseführern, Behörden, Transportanbietern, privaten Agenturen und anderen Fachleuten über eines der größten Netzwerke überhaupt.

Über Landesgrenzen hinaus tut sich hier ein gigantisches Netzwerk mit immensem Potenzial auf. Es gilt, die verschiedenen Beteiligten stärker in dieses Netzwerk einzubinden und hoch personalisierte Serviceleistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten, um Kunden zu gewinnen und zu halten.

Der Digitalisierung gerecht werden

Schnelligkeit, Effizienz und Kreativität sind auch in der Touristik entscheidend für dauerhaften Erfolg. Das gelingt in Zeiten von Digitalisierung und Mobilität nicht ohne den Einsatz der richtigen Technologie. Denn schon heute greifen technische Neuerungen in der Reisebranche an vielen Stellen: Kunden können dank Serviceangebot in der Cloud jederzeit und ortsunabhängig auf Reisedokumente zugreifen, ihre Buchung verwalten, ihre Planung gestalten und darüber hinaus auch gleich Urlaubserinnerungen vor Ort in der digitalen Wolke speichern.

Das enorme Wachstum der zwei größten globalen Online-Reiseanbieter Expedia sowie Priceline, zu dem der Hotelbuchungsservice Booking.com gehört, setzt auch klassische Anbieter und ehemalige Marktführer zunehmend unter Druck – sie müssen in Bezug auf ihre Online-Präsenz und -Vermarktung nachziehen, der Mobilität ihrer Nutzer gerecht werden. Dabei im Fokus: Legacy-Systeme zu ersetzen und mobile Applikationen und Plattformen zu entwickeln, um Alleinstellungsmerkmale zu schaffen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dementsprechend lassen sich in den letzten Jahren kontinuierlich steigende IT-Ausgaben in der Tourismusbranche beobachten. So geht der Travolution Innovation Report beispielsweise in UK alleine im Jahr 2015 von einem Anstieg um 12 Prozent aus – Tendenz weiter steigend.

Kunde und Anbieter profitieren gleichermaßen

Veranstalter können durch Kollaboration mit Anbietern verschiedenster Reisedienstleistungen ihr Angebot leichter ausbauen und dadurch Kundenbedürfnissen bestmöglich gerecht werden. Wie diese Umsetzung in der Praxis aussehen kann, zeigt das Beispiel der Reiseapp Kayak. Deren Ziel ist es, Konsumenten von einer zentralen Seite aus die größte Vielfalt an Auswahlmöglichkeiten rund um ihre Reise anzubieten – von Flügen und Hotels, Mietwagen, Ausflügen bis hin zu anderen Reiseangeboten.

Oliver Blüher, Country Manager DACH und Nordics bei Dropbox.
Oliver Blüher, Country Manager DACH und Nordics bei Dropbox. (Bild: Dropbox)

Durch das stetige Wachstum an Angeboten steigt die Menge an Daten und Informationen, die geteilt werden. Dutzende Mitarbeiter arbeiten daran, die Seite ständig up-to-date zu halten. Dabei kooperieren sie mit einer wachsenden Zahl von Zulieferern und Subunternehmern. Das Unternehmen macht sich die Digitalisierung zu Nutze und arbeitet selbst mit modernen IT-Lösungen. Um beispielsweise nahtlos mit allen Kollegen und externen Partnern zusammenarbeiten zu können, nutzen Sie Dropbox Business. Die Cloud-basierte Plattform liefert die Grundlage für eine gemeinsame Kollaborations-Infrastruktur zwischen allen Parteien, auch zwischen Anbieter und Kunde. Damit können Partner auf eine schnellere und genauere Zusammenarbeit als je zuvor vertrauen.

* Oliver Blüher, Country Manager DACH & Nordics, Dropbox

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