Suchen

IT-Ressourcen flexibel und individuell zur Verfügung gestellt

Cloud Computing und die Vision einer IT aus der Steckdose

Seite: 3/4

Firma zum Thema

Ralf Schnell, Cloud Stratege bei CA: "Hype um IaaS und PaaS ebbt endlich ab"

Sehr differenziert geht Ralf Schnell, Principal Cloud Strategist von CA Deutschland, an die Frage nach der Zukunft von Cloud-Lösungen heran. Er rechnet fest damit, dass der "Hype um IaaS und PaaS nun endlich abebbt". Unternehmen verstünden zunehmend, dass es ihnen in der Regel unter dem Strich keinen Mehrwert bringt, nicht für die Cloud optimierte Applikationen auf der Basis solcher Angebote zu betreiben. Die Komplexität von Migration und Betrieb fresse die potentiellen Einsparungen schnell wieder auf.

Anbindung von SaaS an On Premise-Anwendungen

SaaS-Angebote – und auf die bezog sich Goodson in erster Linie - würden dagegen immer besser an On Premise-Anwendungen angebunden. Schnell: "Schnittstellen zur Integration werden sehr bald als Standard in beiden Produktwelten gegeben sein. In diesem Sinn – und nur in diesem Sinn - stimme ich der Einschätzung von John Goodson zu, möchte jedoch den zeitlichen Horizont ungerne auf 2013 festlegen, 2014 scheint mir realistischer zu sein", so der Manager mit Sitz in Ismaning bei München.

Er gibt aber zu bedenken, dass "einfacher" nicht auch "simpler" bedeutet, eher im Gegenteil: "Applikationen werden immer komplexer, die Integration verschiedener Lösungen immer selbstverständlicher. Als Beispiel sei hier Marketing Automation genannt, das ein Zusammenspiel von Social Media, eigenen Websites und CRM-Systemen verlangt."

Marketing Automation als Beispiel

Genau diesen Aspekt will Hassan Hosseini, The-Industry-Analyst.com, genau verstanden wissen. Seiner Meinung nach hat das Thema SaaS im Jahr 2013 viele Facetten und weist ein "gewisse Ambivalenz" auf: "Die Anwendungen für sich genommen werden natürlicherweise reifer werden – und dadurch auch einfacher. Gleichzeitig nimmt die Komplexität aber in mehrfacher Hinsicht zu. So stehen auch schon heute viele Firmen vor der Herausforderung einzelne Cloud-Lösungen miteinander verbinden und in die übrige IT Landschaft integrieren zu müssen."

Der IT-Analyst und Berater mit Schwerpunkt Cloud Computing erläutert: "Das lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen: Die Vertriebslösungen von Salesforce.com wurden in der Handhabung immer einfacher, also nutzerfreundlicher. Doch das CRM-Portfolio wird kontinuierlich weiter ausgebaut, von der Sales-Cloud über die Service-Cloud zur PaaS-Lösung Force.com etc., und somit schon innerhalb eines Anbieters leistungsfähiger, aber auch komplexer.

Ein Unternehmen, das darüber hinaus nicht nur Anwendungen von Salesforce.com einsetzt, muss in der Regel jedoch immer mehr Brücken zwischen immer mehr unterschiedlichen Anwendungen (die für sich alle einfacher werden) schlagen. Folglich werden die Anwenderunternehmen dadurch eher gezwungen mit mehreren (Cloud-) Plattformen und Technologien interagieren zu müssen."

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:39283020)