Altanwendungen in wartbarem Zustand halten 5 Tipps für die Wartung von Legacy-Software

Redakteur: Stephan Augsten

Im Software-Lebenszyklus ist die Wartung besonders aufwändig. Gerade bei Legacy-Anwendungen, die über einen langen Zeitraum im Einsatz ist, gibt es laut Avision aber einige Stellschrauben zur Optimierung.

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Eine Software stetig zu pflegen und in wartbarem Zustand zu halten ist einfacher, als sie komplett aufpolieren zu müssen.
Eine Software stetig zu pflegen und in wartbarem Zustand zu halten ist einfacher, als sie komplett aufpolieren zu müssen.
(Bild: MichaelGaida)

Die Wartung von Legacy-Anwendungen, die unternehmenskritisch und oft jahrzehntelang im Einsatz sind. ist aufwändig und kostspielig. Für Avision-CEO Nadine Riederer hängt die Effizient der Wartung von Altsoftware davon ab, dass Unternehmen die Software selbst permanent in einem wartbaren Zustand halten.

Personen, die die Wartung durchführen, benötigten darüber hinaus ein umfassendes Verständnis für die Anwendung, so Riederer. „An vielen Stellen kann dann auch noch technologische Unterstützung helfen.“ Wie Unternehmen die Wartung von Altanwendungen möglichst effizient gestalten können, erläutert der auf Software-Modernisierung spezialisierte IT-Dienstleister Avision im Folgenden:

1. Die Software leichter wartbar machen

Durch ein regelmäßiges Refactoring der Software und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess lässt sich verhindern, dass so genannte technische Schulden entstehen. Dazu zählt etwa eine Softwarearchitektur, die immer unüberschaubarer wird. Pflegen Unternehmen eine Altsoftware regelmäßig, verursacht ihre Wartung deutlich weniger Aufwände und Kosten.

2. Wartung nicht von Weiterentwicklung trennen

Eine effiziente Wartung erfordert tiefgehendes Know-how über die Anwendung. Dieses Wissen haben vor allem Personen, die die Anwendung weiterentwickeln. Viele Unternehmen lagern die Wartung aber an einen Dienstleister aus. Dadurch werden ineffiziente Know-how-Übergaben erforderlich und Know-how geht unweigerlich verloren. Besser ist es, sowohl Wartung als auch Weiterentwicklung selbst zu betreiben oder beides an denselben Dienstleister zu übertragen.

3. Anpassungen und ihre Auswirkungen testen

Nach Anpassungen der Software, etwa zur Fehlerbeseitigung, sollten Unternehmen unmittelbar Tests durchführen. So können sie sichergehen, dass die Anpassung keine ungewollten Auswirkungen auf die Software hat und ihre Funktionen erhalten bleiben. Idealerweise sind diese Tests automatisiert. Dann können Unternehmen sie mit wenig Aufwand öfter durchführen.

4. Die zugrundeliegende Infrastruktur überwachen

Treten bei einer Altsoftware Probleme auf, kann auch die zugrundeliegende IT-Infrastruktur die Ursache dafür sein. Das Fehlen von Daten etwa liegt möglicherweise am Storagesystem. Durch die Überwachung der Infrastruktur können Unternehmen solche Fehlerursachen erkennen und müssen nicht aufwändig in der Altsoftware danach suchen. Dafür stehen zahlreiche kostengünstige Open-Source-Tools wie Prometheus, Nagios oder Kibana zur Verfügung.

5. Enduser-Support mit Chatbots unterstützen

Viele Fragen zu Legacy-Anwendungen, mit denen sich Enduser an den Servicedesk wenden, betreffen Standardprobleme. Sie lassen sich ohne weiteres automatisiert von Chatbots beantworten. Dadurch können Unternehmen den Enduser-Support erheblich entlasten.

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