KI-Agenten mit integrierter Governance Zoho stellt Erweiterung für Catalyst-Cloud-Plattform vor

Von Agnes Panjas 2 min Lesedauer

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Die Zoho Corporation präsentiert Erweiterungen für Catalyst by Zoho, seine PaaS-Lösung (Platform as a Service). Entwickler können nun agentische Entwicklungsfunktionen direkt in den Programmierumgebungen nutzen, mit denen sie bereits arbeiten.

Programmieren mithilfe von KI-Agenten? Das ist schon lange möglich. Auch Zoho baut seine PaaS-Plattform Catalyst nun um agentische Funktionen und Integrationen mit KI-Coding-Assistenten aus.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Programmieren mithilfe von KI-Agenten? Das ist schon lange möglich. Auch Zoho baut seine PaaS-Plattform Catalyst nun um agentische Funktionen und Integrationen mit KI-Coding-Assistenten aus.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Zoho baut seine PaaS-Plattform Catalyst aus: Agentische Funktionen lassen sich künftig direkt in gewohnten Entwicklungsumgebungen nutzen. Zu den Neuerungen gehören neben den Agent Skills eine nicht-interaktive Command Line Interface (CLI), die Unterstützung des Model Context Protocol (MCP) auf der Catalyst-Plattform sowie Integrationen mit agentischen KI-Programmierassistenten wie Claude Code von Anthropic und Codex von OpenAI. Zielgruppen sind Softwareunternehmen und unabhängige Entwickler, die Anwendungen vom Prototyp bis zum produktiven Einsatz entwickeln möchten.

Serverlose Full-Stack-Plattform mit integrierter Governance

Catalyst stellt die benötigte serverlose Infrastruktur für die gesamte Anwendung sowie die nötigen Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten bereit. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, verschiedene Cloud-Dienste und Anbieter miteinander zu verbinden. Das soll die Entwicklung und spätere Anpassungen vereinfachen und den laufenden technischen Aufwand reduzieren.

KI-Coding-Assistenten haben die Entwicklung von Anwendungen deutlich beschleunigt. Der Weg von KI-generiertem Code zu einer zuverlässigen Bereitstellung bleibt jedoch eine Herausforderung.

Sridhar Iyengar, Managing Director (Europe) bei Zoho

Sridhar Iyengar ist Managing Director (Europe) bei Zoho.(Bild:  Zoho)
Sridhar Iyengar ist Managing Director (Europe) bei Zoho.
(Bild: Zoho)

Mit Catalyst wolle Zoho „KI-Coding-Assistenten mit einer serverlosen Full-Stack-Plattform und integrierter Governance verbinden.“ Auf diese Weise sollen „Entwickler die Infrastruktur und Kontrolle, die sie benötigen, erhalten, um Anwendungen mit weniger Aufwand zu entwickeln, bereitzustellen und zu skalieren.“

Vom Code zur fertigen Anwendung

„Use“ und „Do NOT use“: Agent Skills geben dem KI-Assistenten in der Catalyst-Cloud-Plattform von Zoho klare Leitlinien.(Bild:  Zoho)
„Use“ und „Do NOT use“: Agent Skills geben dem KI-Assistenten in der Catalyst-Cloud-Plattform von Zoho klare Leitlinien.
(Bild: Zoho)

Die Catalyst Agent Skills stellen KI-Coding-Assistenten die für die Arbeit mit Catalyst benötigten Funktionen und Anweisungen zur Verfügung. Sie enthalten auch Regeln, die definieren, welcher Weg für eine Aufgabe genutzt wird, und sollen so dazu beitragen, dass KI-Ressourcen und Tokens effizient eingesetzt werden. Dabei wird festgelegt, ob der Assistent die CLI oder den MCP-Server verwendet. Diese Entscheidung trifft nicht das KI-Modell selbst.

Die nicht-interaktive CLI ermöglicht KI-Coding-Assistenten, mehrstufige Abläufe in Catalyst ohne manuelle Eingriffe auszuführen. Dadurch lässt sich Code direkt bereitstellen, was Entwicklungszyklen verkürzen und neue Anwendungen schneller verfügbar machen soll.

Der Catalyst MCP-Server ermöglicht den direkten Zugriff auf Catalyst-Funktionen aus VS Code, Claude Code, Cursor und anderen Entwicklungsumgebungen mit KI-Unterstützung.

Preise und Verfügbarkeit

Entwickler können Catalyst kostenlos testen und haben dafür ein monatliches Guthaben zur Verfügung. Wer die Plattform intensiver ausprobieren möchte, erhält zusätzlich 250 US-Dollar Guthaben für sechs Monate. Das Pay-as-you-go-Modell berechnet die Nutzung nach Einheiten.

Für Teams steht zudem eine Abonnementoption zur Verfügung, und für Studenten ist Catalyst kostenlos.

So stellt Zoho die Governance der Plattform sicher

Die Anwendungen auf Catalyst laufen in den eigenen Rechenzentren von Zoho und nutzen deren Sicherheitsinfrastruktur. Dazu gehören DDoS-Schutz, SOC-Compliance, regelmäßige Schwachstellenanalysen und Penetrationstests sowie eine Web Application Firewall. Entwicklung und Produktion sind voneinander getrennte Umgebungen. Code wird grundsätzlich nur manuell in die Produktionsumgebung übernommen, der KI-Agent hat keinen direkten Zugriff auf sie. So soll die menschliche Kontrolle gewährleistet bleiben.

Zudem legen Berechtigungen fest, wer an der Entwicklung beteiligt sein darf und welche Aktionen möglich sind. Audit-Trails dokumentieren Anwendungs- und Plattformprotokolle sowie MCP-Tool-Aufrufe. So soll sich nachvollziehen lassen, welche Aktionen ein KI-Agent wann ausgeführt hat. Änderungen werden versioniert und können rückgängig gemacht werden.

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