Experten raten zur Vorsicht

Wearables – und schon wieder ein BYOD-Problem

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Wearables erfreuen sich insbesondere im Consumer-Umfeld großer Beliebtheit und werden auch zunehmend für Business-Anwender interessant.
Wearables erfreuen sich insbesondere im Consumer-Umfeld großer Beliebtheit und werden auch zunehmend für Business-Anwender interessant. (Bild: Samsung)

Smartwatches, Aktivitätstracker oder Datenbrillen: an sogenannten „Wearables“ kommt man kaum noch vorbei. Die Bekanntheit solcher Geräte ist in den letzten Monaten unter Smartphone-Nutzern in Deutschland sprunghaft gestiegen.

Und auch die Verbreitung von Wearable Devices nimmt in Deutschland Fahrt auf. Dies verdeutlichen auch die Anfang September auf der IFA in Berlin vorgestellten Produktneuheiten. Das Marktforschungsunternehmen IDC erwartet, dass die Zahl der verkauften Smart Watches, Fitness-Armbänder oder intelligenter Kleidung Ende dieses Jahres die drei Millionen-Marke in Deutschland übersteigt. Somit hat sich der Markt im Vergleich zu 2014 mehr als vervierfacht. Und diese Dynamik soll anhalten: Nach IDC-Prognosen sollen bis 2018 in der Bundesrepublik mehr als acht Millionen Wearables über den Ladentisch gehen.

Dennoch ist die tatsächliche Nutzung mit aktuell drei Prozent insgesamt noch verhalten. Dies ist das Ergebnis der Studie „Smartphone Mobile Internet eXperience (SMIX)“ des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov. Aber immerhin jeder siebte Smartphone-User könnte sich vorstellen, in den kommenden zwölf Monaten Wearables zu nutzen. Die Wearables-Nutzer und Interessierten sehen vielfältige Einsatzmöglichkeiten: An vorderster Stelle stehen die Optimierung der sportlichen Leistung (55 Prozent) und das Aktivitätstracking (54 Prozent). Aber auch Navigation sowie die medizinische Überwachung (jeweils 50 Prozent) sind vorstellbar. Doch neben der reinen Überwachungsfunktion sollen Wearables für einige auch weit mehr erfüllen: Jeder Dritte möchte mit Hilfe dieser smarten Geräte Termine organisieren und jeder Vierte (24 Prozent) telefonieren können.

Geht es um konkrete Unternehmen, die von den Befragten als potenzielle Hersteller von Wearables gesehen werden, so hat Apple mit 45 Prozent die Nase vorn. 36 Prozent sehen bei Konkurrent Samsung die Expertise, gefolgt von Google (29 Prozent), Microsoft (20 Prozent) und Sony (18 Prozent). Aber auch Sportartikelanbieter kommen als Hersteller durchaus infrage (Adidas: 12 Prozent, Nike: 11 Prozent, Puma: 8 Prozent).

Skepsis hinsichtlich Datenschutz

Die Zahl der Skeptiker überwiegt allerdings, wie die YouGov-Studie zeigt. Fast 40 Prozent der Befragten bekunden generell kein Interesse an diesen Produkten. Bei den Ablehnern spielt insbesondere das Thema Datenschutz eine Rolle, denn mehr als ein Viertel (28 Prozent) möchte nicht, dass ihre Daten überwacht werden. Nicht ohne Grund. Zwar bieten die smarten Geräte viele komfortable Funktionen für unterwegs – mit der Nutzung können aber wichtige Details der Privatsphäre weitergegeben werden.

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