In Karlsruhe stellte CAS-Vorstand Martin Hubschneider das erste „fair.digitale“ soziale Netzwerk We.Network vor. We.Network ermöglicht Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen sowie regionalen Gemeinschaften die sichere Vernetzung und vertrauenswürdige Interaktion.
Durch die Kombination von We.Network und der cloudbasierten CRM-Lösung SmartWe aus dem Hause CAS Software lässt sich das soziale Netzwerk zu einem Social CRM erweitern.
(Bild: Matzer)
Social CRM gewinne in der Cloud und auf Mobil-Apps an Bedeutung. Voraussetzung sei indes die „digitale Souveränität der Nutzerinnen und Nutzer in der vernetzten Welt“, so Hubschneider. Unabhängig, aber auch in Ergänzung zur bereits bestehenden firmeneigenen CRM-Lösung SmartWe umfasst die jetzt neu präsentierte Social-CRM-Lösung We.Network cloudbasierte Dienste für verschlüsselte Chats, Community-Management, Geo-Channels, We.Read für ein soziales Leseerlebnis (von United Kiosk), We.Local für Multimediadienste und die Kartenplattform SmartMaps.
„Die Digitale Souveränität der Nutzerinnen und Nutzer ist der Schlüssel zur Freiheit in der vernetzten Welt“, sagte Martin Hubschneider im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe.
(Bild: Matzer)
Erste Anwender sind die Stadt Karlsruhe und der landwirtschaftliche Produktionsverband Bioland e.V. Sie vereinen mehrere dieser Dienste oder selbst erstellte Services auf ihrer jeweiligen Plattform. We.Network möchte einen deutlich besseren Schutz persönlicher Daten bieten – diese werden in Deutschland bei Telemaxx gehosted. Die soziale Plattform lässt sich im Browser ebenso nutzen wie auf mobilen Endgeräten in der We.Network App. Weil es über eine REST-API erweiterbar ist, können Drittanwendungen nahtlos integriert werden. Die We.Network App gibt es im App Store von Apple und Google Play Store. Ab sofort lässt sich die Public Beta Version kostenfrei testen.
Fair und digital
Dass die Software digital ist, versteht sich von selbst, doch soll sie auch „fair“ sein. Ausgezeichnet mit dem Werte- und Gütesiegel „fair.digital“ stellt We.Network den Schutz der Privatsphäre der Nutzer in den Mittelpunkt. Es werden laut CAS weder Persönlichkeitsprofile gesammelt noch Daten ohne explizite Erlaubnis der Nutzer an Dritte weitergegeben.
„Die Digitale Souveränität der Nutzerinnen und Nutzer ist der Schlüssel zur Freiheit in der vernetzten Welt“, sagte dazu Martin Hubschneider, Gründer und Vorstand der CAS Software AG anlässlich der Weltpremiere. „We.Network ist dem Gemeinwohl und einem öffentlich zugänglichen Wertemanifest verpflichtet.“ In der Konsequenz ist das fair.digitale Netzwerk unabhängig und unübernehmbar im Selbsteigentum der stimmberechtigten Aktionäre wie Entwickler, Partner und Kunden. Dadurch könne sie kein Branchenriese aufkaufen, um möglicherweise das Netzwerk zweckzuentfremden.
Digitale Souveränität ist eine Unabhängigkeitserklärung
„Digitale Souveränität ist zwar ein sperriges Wort, aber für Unternehmen und Nutzer eine sehr wichtige Entscheidung für Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit. Dabei geht es nicht nur um den vertrauenswürdigen Schutz von Daten, sondern auch um die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen“, ist Martin Hubschneider überzeugt.
„Um es auf den Punkt zu bringen: Kundenbedürfnisse und Rahmenbedingungen ändern sich heute sehr schnell. Digitale Plattformen sind oft die Betriebssysteme von Unternehmen, die in diesem Falle schnell angepasst werden müssen. Plattformen, die in Selbsteigentum auch den Kunden gehören, sind wesentlich zukunftsfähiger, da sie nicht übernommen und eingestellt werden können.“
Hubschneider fährt fort: „Aus unserer Sicht sollte der Nutzer tatsächlich Partner oder auch Aktionär einer Plattform werden können, sodass keine Divergenz entsteht zwischen einem Shareholder, der Gewinn maximieren möchte, und den Kunden, die sich bestmögliche Leistung wünschen. Auf der einen Seite gibt es bei sozialen Netzwerken die Plattform-Oligopole, die aus Profitgründen den Nutzer in seinen Kaufentscheidungen beeinflussen oder manipulieren. Auf der anderen Seite haben die Nutzer bei einer digital souveränen Lösung wie We.Network ein am Gemeinwohl orientiertes Geschäftsmodell.“
We.Network ermöglicht Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen sowie regionalen Gemeinschaften die sichere Vernetzung und vertrauenswürdige Interaktion.
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Das betreffe insbesondere das Thema Datenschutz: Die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) setze einen hohen Standard für den Schutz personenbezogener Daten und lege klare Richtlinien für deren Verarbeitung fest, die für alle Anbieter innerhalb der EU gelten. Besonders bei Cloud-Anbietern aus den USA sei die Sicherheit dieser Daten jedoch nicht eindeutig gewährleistet, da diese Anbieter auch außerhalb der EU dem Patriot-Act unterliegen. Aus diesem Grund habe beispielsweise der Datenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg im Jahr 2022 den Einsatz von Microsoft 365 in Schulen untersagt. Er bemängelte, dass dies ein erhebliches Risiko für die Einhaltung datenschutzrechtlicher Grundsätze wie Datenminimierung und Zweckbindung darstelle.
Der Mittelstand in einer Schlüsselrolle
Der CAS-Vorstand gibt zu bedenken: „Wenn man einen IT-Anbieter wählt, der sein Unternehmen zusammen mit seinen Lösungen verkauft, kann es sein, dass man sich als Nutzer (durch Vendor-Lock-in) plötzlich in einer Sackgasse befindet. Weil heutzutage ein Plattform-Building oft so erfolgt, dass ein Anbieter, der ein Oligopol werden möchte, andere Anbieter aufkauft, um neue Nutzer zu gewinnen.“ Dabei ist das Thema Investitionssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit gerade für den Mittelstand essenziell.
Stand: 08.12.2025
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Hubschneider vertritt in seiner Funktion als Vizepräsident des Mittelstandverbandes BITMi ((LINK)) gemeinsam mit Verbandspräsident Oliver Grün die Interessen von über 2.500 mittelständischen IT-Unternehmen, was die Frage herausfordert, wie dieser oder ähnliche Verbände die digitale Souveränität stärken könnten. „Als BITMi haben wir die beiden Gütesiegel ‚Software made in Germany‘‚ und ‚Software hosted in Germany‘ eingeführt, die mittlerweile weit über tausend Produkte zertifizieren und digital souveräne Lösungen auf diese Weise sichtbar machen“, erläutert der CAS-Vorstand. „Über die Befragung von Entscheidern durch das ZEW können wir nachweisen, dass diese Siegel tatsächlich Kaufentscheidungen beeinflussen, sofern die restlichen Leistungen gleichartig sind.“
Darüber hinaus ist der BITMi assoziiert mit fair.digital e.V.: „Der Verein zeichnet mit dem fair.digital-Gütesiegel herstellerunabhängig IT-Produkte und -Leistungen aus, welche drei entscheidenden Prinzipien folgen: Datenschutz, Transparenz und Fairness. Das bietet Unternehmen und auch der öffentlichen Hand zum einen eine gute Orientierung beim Kauf oder der Beschaffung. Zum anderen zeigt die Bandbreite an fair.digitalen Lösungen, dass es durchaus Alternativen gibt, die Europa unabhängig von Daten-Monopolen machen können.“
Woran es liegt, dass Karlsruhe, Freiburg und andere Uni-Städte bei der Entwicklung digitaler Services voranschreiten, weiß Martin Hubschneider aus eigener Erfahrung vor Ort zu berichten. „Karlsruhe ist eine der führenden IT-Regionen in Europa. Hier leben über zehntausend Studierende, die sich in IT-nahen Berufen wie Informatik und Wirtschaftsinformatik ausbilden lassen. Das hat dazu geführt, dass sich seit vielen Jahren eine eng vernetzte Start-up-Kultur etabliert hat. Im Moment liegt der Gewerbesteuer-Anteil der IT-Unternehmen in Karlsruhe bei über vierzig Prozent. Es gibt aus meiner Sicht keine andere vergleichbare Stadt in Deutschland, in der so viele innovative Ideen entstehen und vernetzter Innnovationsgeist gemeinsam gelebt wird.“
Martin Hubschneider gehört zu den Initiatoren von karlsruhe.digital – einer Karlsruher Initiative, in der sich Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Verwaltung zum Ziel gesetzt haben, Karlsruhe als führenden Motor der Digitalisierung zu etablieren und das zukünftige Zusammenleben in der digitalisierten Gesellschaft positiv zu gestalten. So gibt es in Karlsruhe eine ganze Reihe von Reallaboren (Living Labs). „Die Bürger-App auf Basis von We.Network ist so ein Living Lab“, erklärt Hubschneider. „Nutzer können gezielt angesprochen werden, es können Panels geschaffen werden, um zum Beispiel eine neue Art der Bürgerbeteiligung zu ermöglichen – etwa, um entsprechende Bürger-Services einzurichten.“
Bedeutung von We.Network
„Aus unserer Sicht bietet We.Network für Kommunen und regionale Gemeinschaften in Deutschland und Europa die Chance, ihre digitale Souveränität zu stärken und auszubauen“, unterstreicht Hubschneider und fragt: „Wann hat sich zum letzten Mal ein Unternehmen vorgenommen, ein soziales Netzwerk für Europa zu entwickeln, das Datenschutz fair.digital in den Mittelpunkt stellt und sich im Selbsteigentum befindet? Wir sind überzeugt, dass We.Network sowohl öffentlichen Einrichtungen, Vereinen und Verbänden als auch Unternehmen eine völlig neue Art der Kommunikation und des vertrauensvollen Austauschs bietet.“
Durch die Kombination von We.Network und SmartWe steht Unternehmen ein bisher einzigartiges Social CRM zur Verfügung. Die enge Verbindung zwischen der CRM-Lösung und dem sozialen Netzwerk sei aus Martin Hubschneiders Sicht heute weltweit einzigartig. „Bisher geben beispielsweise Verlage Inhalte an soziale Netzwerke wie Instagram weiter. Diese lassen sich viele Rechte an den Daten einräumen. Die Inhalt-Anbieter kennen zwar die Zahl ihrer Follower, jedoch erhalten sie keinen direkten Kontakt zu den Nutzern. Dadurch können sie auch nicht in ein CRM übernommen werden“, erklärt Hubschneider. „Bei We.Network als vertrauenswürdiges Netzwerk ist das anders: Wenn der einzelne Nutzer es wünscht und eingeladen wird, Teil einer bestimmten Community zu werden, wie etwa beim Bioland-Verband, dann gibt man bewusst diese Verbindung frei.“
Social CRM Ecosystem mit interner Selbstkontrolle
„We.Network ist als Kommunikationsplattform auch mit einem ganzen Ökosystem verbunden, zu dem wir weitere Partner einladen. Wenn sich zum Beispiel ein Anbieter von Videoconferencing an unsere fair.digital Grundsätze hält, kann dieser ein Teil des Ökosystems von We.Network werden“, so Martin Hubschneider.
Wie alle Social Media-Anbieter beschäftigt sich Hubschneider mit der Frage, wie Fake News oder eine gefährliche Polarisierung in den Channels effektiv verhindert werden können. „Wir haben in einer Community Guideline eindeutige Regeln definiert. Die Community Guideline beinhaltet mehrere Abstufungen. So kann ein möglicher Verstoß direkt dem Autor kommuniziert oder der Community gemeldet und gegebenenfalls gesperrt werden.“
Analystenstimme
Interessenten, die nun neugierig geworden sind, nennt BARC-Analyst und CRM-Experte Ralf Korb ein paar Auswahlkriterien: „Social CRM oder besser Social Media als Teil der Inbound- und Outbound-Marketing-Kommunikation bedarf in allen Nutzungsbereichen des soliden Datenschutzes, ordentlicher Sicherheit durch Verschlüsselung – einige europäische Nutzer haben diesbezüglich Probleme mit US-zentrischen Lösungen - und Regeln der Netiquette.“
Ralf Korb weiter: „Die Social Media Plattformen sind, wenn sie in ein CRM Integriert sind, sehr oft ausbaufähig. Das schließt beispielsweise die Integration von Streaming und Kooperationslösungen wie Streamyard für einfaches Streaming und Zoom für die Videokommunikation und Zusammenarbeit ein. Die Nutzung von LinkedIn geht auch oft einher mit Streaming-Möglichkeiten, wie auch bei YouTube, Metas Facebook und so weiter.“