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Definition: das Schriftzeichen Doppelkreuz # Was ist ein Hashtag?

| Autor / Redakteur: M.A. Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Per Hashtag können Nutzer ihre Inhalte auf „Social Media“-Plattformen kennzeichnen, kategorisieren und zusammengehörige Beiträge schneller auffinden. Auf Twitter bekannt geworden, werden Hashtags mittlerweile auch in weiteren Netzwerken und realer Welt verwendet.

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Ein Hashtag bezeichnet das Schriftzeichen Doppelkreuz „#“ und dient als Präfix für ein Schlagwort in sozialen Netzwerken, vor allem auf #Twitter.
Ein Hashtag bezeichnet das Schriftzeichen Doppelkreuz „#“ und dient als Präfix für ein Schlagwort in sozialen Netzwerken, vor allem auf #Twitter.
(Bild: gemeinfrei (geralt / pixabay) / CC0 )

Der Begriff Hashtag setzt sich aus den englischen Begriffen für Rautezeichen (#, hash) sowie Markierung (tag) zusammen. Die Komposition beschreibt damit zugleich den groben Aufbau eines Hashtags – das beginnt mit einer Raute, gefolgt von einem Begriff; das ergibt zum Beispiel: #Hashtag.

Hashtags fungieren als eine Metakennzeichnung in sozialen Netzen, versehen Beiträge also mit zusätzlichen Schlagworten. Durch eine vorangestellte Raute können auch Begriffe innerhalb des Beitrages selbst zum Hashtag werden – und damit die Grenze zwischen Information und Metainformation verwischen.

Motivation und Nutzen

Mit Hashtags gekennzeichnete Beiträge lassen sich leichter bestehenden Diskussionen oder Trendthemen zuordnen und wiederfinden. Ein einheitliches Schlagwort erhöht etwa die Wahrscheinlichkeit, dass eine Diskussion in den Trendthemen sozialer Netzwerke auftaucht und von größeren Nutzerkreisen wahrgenommen wird. Von dieser Dynamik profitierte etwa eine 2013 angestoßene Sexismusdebatte im deutschsprachigen Raum, deren Beiträge sich unter dem Hashtag #aufschrei geradezu viral verbreiteten.

Ein vorab vereinbartes Hashtag kann auch helfen, Informationen zu in der realen Welt stattfindenden Kongressen, Messen oder Galen zu kanalisieren. Ein klassisches Beispiel hierfür liefern die von den Insider-Medien vergebenen IT-Awards. Wortmeldungen hierzu sind auf Twitter unter #itawards zu finden. Ein weiteres Beispiel liefert der Hashtag #concloud, der sich für die erfolgreiche Cloud-Konferenzreihe der Vogel IT-Akademie etabliert hat.

Bei Barcamps funktionieren Hashtags übrigens auch komplett offline. Die Teilnehmer der Unkonferenzen charakterisieren sich oftmals mit drei selbstgewählten Hashtags – und empfehlen sich damit als Gesprächspartner zu eben jenen Themen.

Ursprung

Als Urheber des Hashtags gilt Chris Messina, der am 23. August 2007 in einem Tweet vorschlug, Gruppendiskussionen per Raute in geregeltere Bahnen zu lenken:

„how do you feel about using # (pound) for groups. As in #barcamp [msg]?“

Dabei ließ sich Messina offenbar vom Internet Relay Chat (IRC) inspirieren, bei dem global verfügbare Themen und Gruppen bereits zuvor per Hash gekennzeichnet wurden. Eine ähnliche Funktion erfüllte das Symbol zuvor auch schon in der Seitenbeschreibungssprache HTML; dort werden Sprungziele zu Ankern innerhalb von Dokumenten per Hash referenziert.

Google Trends zufolge taucht der Begriff Hashtag etwa ab 2009 überhaupt erst in relevanter Zahl bei weltweiten Websuchen auf. Zur gleichen Zeit startete Twitter damit, die Hashtags als aktive Links darzustellen.

Mittlerweile nutzen auch andere soziale Netzwerke Hashtags, darunter Facebook.

Syntax und Konventionen

Wie bereits zuvor erwähnt werden Hashtags aus einer Raute samt angehängtem Begriff gebildet. Das Schlüsselwort muss nicht zwingend ausschließlich alphabetische Zeichen enthalten; Unterstrich und Ziffern sind zusätzlich möglich. Groß- und Kleinschreibung werden bei einer Suche nicht berücksichtigt.

Hashtags enden mit Satzzeichen, Apostroph oder regulären respektive breitenlosen Leerzeichen. Schlagwörter werden dem entsprechend auch häufig unter Zuhilfenahme eines dieser Zeichen dekliniert, um Suchbegriffe nicht zu verfälschen.

Hashtags an sich sind überdies nicht geschützt. Das heißt: Jeder kann diese nach eigenem Gusto verwenden. Bei Kampagnen oder Events sollten Veranstalter daher eindeutige Schlagwörter vorgeben und im Vorfeld prüfen, dass diese nicht bereits im allgemeinen Gebrauch verwendet werden.

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