Wie können Unternehmen flexibel und skalierbar arbeiten? Die Google App Engine soll hierfür als Lösung dienen. Die PaaS, sprich Platform as a Service, offeriert wachsende Rahmenbedingungen für serverseitig gerenderte Seiten in verschiedenen Entwicklungssprachen.
Als Platform as a Service dient die Google App Engine als skalierbares System für das Hosting von Web- und verteilten Anwendungen.
(Bild: Google)
Wie groß der Bedarf an skalierbaren Lösungen für moderne Unternehmen ist, hat bereits Amazon mit den Amazon Web Services (AWS) unter Beweis gestellt. In einer globalisierten Industrie 4.0 ist es essenziell, dass Unternehmen mit ihren eigenen Ressourcen haushalten können, aber gleichzeitig stets verfügbar sind.
Die Google App Engine funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip. Als Platform as a Service (PaaS) steht der Dienst den buchenden Unternehmen in dem Maße zur Verfügung, das wirklich benötigt wird. Über die Google App Engine lassen sich Webanwendungen hosten, ohne dass eigene Server genutzt werden müssen.
Verbunden werden hier nicht nur die (auf User-Seite) serverlosen Vorteile der Cloud, sondern auch die Flexibilität unterschiedlicher Entwicklungssprachen. Denn Google App Engine arbeitet in Node.js, Ruby, Java, C#, Python, Go oder PHP. In welcher dieser gängigen Programmiersprachen eine Webanwendung also entwickelt wurde, spielt keine Rolle - die Anwendung kann problemlos über die Google App Engine gehostet werden.
Größter Vorteil für Entwicklerinnen und Entwickler ist hierbei sicherlich die Freiheit vom Erstellen einer Infrastruktur. Stattdessen haben Developer die Möglichkeit, sich auf das Schreiben des Codes zu konzentrieren. So lässt sich die Google App Engine etwa als CMS für Webanwendungen verstehen.
Die größten Vorteile der Google App Engine im Überblick
Bedienbarkeit
Servermanagement und das kostspielige Bereitstellen einer eigenen Infrastruktur sind für viele Developer-Teams nicht nur eine unnötige Belastung, sondern stellen gerade KMUs oder Start-ups auch vor finanzielle Hürden. Zudem ist PaaS ein bewährtes Modell, das Flexibilität zu laufenden Kosten ermöglicht. Die Infrastruktur, die Implementation und das Traffic Management sind bereits durch Google App Engine gedeckt, so dass sich die Fachkräfte voll auf das Schreiben der Webanwendungen konzentrieren können.
Flexibles Wachstum
Unternehmen, die auf eine eigene Serverinfrastruktur für ihre Webanwendungen setzen, leiden oftmals unter Wachstumsschmerzen. Denn mit wachsenden Ansprüchen müssen auch die eigenen Server angepasst werden, was wiederum eine personelle und technische Vergrößerung der Infrastruktur nach sich zieht. Ein Cloud-Service leidet nicht unter diesen Nachteilen und bietet auch dann volle Einsatzfähigkeit, wenn es schnell gehen muss. Hoher Traffic zu Stoßzeiten oder ein viraler Erfolg können so kompensiert werden, die Ressourcen werden aber auch reduziert, wenn weniger Nachfrage herrscht.
Anders als bei selbstverwaltetem Hosting steht bei der Google App Engine dank der technischen Möglichkeiten von Google ein enormes Potential in Punkto Sicherheit zur Verfügung. Über die Google App Engine sind Webanwendungen automatisch und stets aktualisiert vor Angriffen oder Malware geschützt, ohne dass Unternehmen hierfür Personal bereitstellen müssen. Gleichzeitig besitzt Google App Engine Tools, mit denen die Testzeit reduziert werden kann und Launches und Updates somit drastisch beschleunigt werden.
Vielseitigkeit durch APIs
Durch den Einsatz diverser Programmierschnittstellen bleibt die Google App Engine in der Praxis so vielseitig, dass sich beinahe für jede Webanwendung eine passende Lösung findet. Eigener Cloud-Speicher, Blobstore, Google Cloud Endpoint oder SSL-Support gehören zu den am häufigsten genutzten APIs und verbessern noch einmal die Usability für Programmierende.
Eine skalierbare, aber keine One-Size-Fits-All-Lösung
Trotz all dieser Vorteile und einem Fokus auf Ease of Use und Skalierbarkeit, ist Google App Engine natürlich nicht für jedes Unternehmen die perfekte Lösung. Und ehe Developer und IT-Abteilungen sich für die App Engine entscheiden, sollten sie sich auch der Nachteile bewusst sein.
So benutzt Google App Engine zwar eine Vielzahl an unterschiedlichen Entwicklungssprachen, aber es werden auch nicht alle Programmiersprachen unterstützt. Programmierer und Programmiererinnen, die nicht in Node.js, Java, Ruby, C#, Go, Python oder PHP coden, können die Google App Engine schlichtweg nicht richtig nutzen (auch wenn mit Custom Runtime ein Workaround zur Verfügung steht).
Das Dateisystem ist außerdem auf Read Only ausgelegt, User können also lokal keine Dateien schreiben. Und dies macht Google App Engine für viele Szenarien bereits im Vorfeld unbrauchbar.
Auch die Kosten können die eines selbst gehosteten Systems durchaus übersteigen, abhängig von den Bedürfnissen und Voraussetzungen eines Unternehmens.
Wie andere PaaS-Systeme auch, macht Google App Engine den Benutzerinnen und Benutzern zudem die Migration auf andere Plattformen schwer. Eine Webanwendung auf einen anderen Service aufzuspielen, ist selbst im besten Fall mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden.
Stand: 08.12.2025
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Google App Engine als Platform as a Service
Wollen Unternehmen Webanwendungen nutzen, so haben sie verschiedene Möglichkeiten, dies so umzusetzen, dass ihre Systeme auch den wachsenden Anforderungen gewachsen sind. Google App Engine ist eine solche Möglichkeit, die Flexibilität, Wachstum und Ease of Use auf der einen Seite mit Bindung an die Plattform und steigenden Kosten auf der anderen Seite wieder aufwiegt.
Doch Google App Engine bietet auch einen kostenlosen Einstieg, bei dem User eine Vielzahl der Ressourcen der App Engine bereits umsonst zur Verfügung steht. Lediglich die Nutzung zusätzlicher Ressourcen muss hier beglichen werden. Mit der flexiblen und der Standard-Umgebung stehen zudem weitere Möglichkeiten zur Verfügung, verschiedene Nutzungslasten adäquat abzufangen.
Google App Engine ist ein verlässliches und sicheres System für das Hosting von Webanwendungen. Ob Googles PaaS wirklich die passende Lösung für den eigenen Anwendungsfall ist, sollte von Szenario zu Szenario abgewogen werden.