Nahezu jedes Unternehmen setzt bewusst oder unbewusst auf eine Multicloud-Strategie und profitiert dabei von zahlreichen Vorteilen. Doch während diese Herangehensweise Flexibilität und Sicherheit verspricht, birgt sie auch Risiken und Herausforderungen. Doch Unternehmen können aufkommende Schwierigkeiten gekonnt meistern.
Insight Engines führen Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen wie Fachanwendungen, Intranet, Cloud, Datenbanken sowie Archiven in eine Wissensbasis automatisiert zusammen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)
Unternehmen integrieren heutzutage Cloud-Dienste von verschiedenen Anbietern parallel, anstatt sich auf einen einzigen zu beschränken. Diese Strategie ermöglicht Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Sie entscheiden sich für jene Software, die ihren spezifischen Anforderungen am besten entspricht, unabhängig vom Hosting.
Anstatt sich auf eine bestimmte Cloud-Plattform festlegen zu müssen, können Betriebe die kostengünstigste Option wählen und vermeiden so die Bindung an einen einzelnen Anbieter (Vendor Lock-in). Dies ermöglicht einen reibungslosen Wechsel zwischen verschiedenen Anbietern, was besonders relevant ist, wenn sich Anforderungen ändern oder bessere Angebote verfügbar sind.
Zudem trägt eine Multicloud-Strategie zu einer erhöhten Sicherheit bei, da Daten auch im Falle eines Ausfalls eines Anbieters weiterhin verfügbar sind, sofern sie bei einem anderen Anbieter gespeichert sind. Dadurch haben Angestellte jederzeit Zugriff auf notwendige Ressourcen, was insbesondere bei sehr wichtigen Daten von Vorteil ist, die kontinuierlich verfügbar sein müssen.
Die Kehrseite der Multi-Cloud: Datenchaos und Datensilos
Neben den angeführten Vorteilen birgt diese Strategie auch einige Herausforderungen, insbesondere die Notwendigkeit eines effizienten Managements zur koordinierten Nutzung verschiedener Cloud-Dienste. Obwohl sie die Auswahl kostengünstigerer Optionen ermöglicht, können so zusätzliche Kosten für das Management, die Integration und die Datenübertragung zwischen den verschiedenen Cloud-Anbietern entstehen. Zudem kann die Sicherheit durch die Nutzung mehrerer Anbieter kompromittiert werden, insbesondere wenn die Sicherheitsstandards und -protokolle zwischen den Anbietern variieren. Zu guter Letzt investieren Angestellte oft erheblich viel Zeit in die Suche nach Informationen, was umso mühsamer wird, je mehr Daten in verschiedenen Cloud-Umgebungen gespeichert werden.
Ein anschauliches Beispiel hierfür ist das ESG-Reporting (Environmental, Social, und Governance). Große Unternehmen sind bereits verpflichtet, jährliche Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen. Dabei müssen Angestellte mühsam Daten aus verschiedenen Quellen wie internen Systemen oder Datenbanken von Drittanbietern konsolidieren. Die Vielzahl von Speicherorten führt oft dazu, dass Mitarbeitende nicht wissen, wo sie wichtige Daten finden können.
Ohne optimierte Prozesse und einer „Single-Source-of-Truth“ (SSOT) haben Unternehmen Schwierigkeiten, innerhalb angemessener Zeit genaue Antworten zu liefern oder müssen dafür erhebliche Ressourcen einsetzen. Gerade aufgrund der steigenden Datenmengen benötigen daher immer mehr Angestellte moderne Lösungen, die einen Überblick schaffen.
Die „Single Source of Truth“ als Lösung
Durch den Einsatz von Insight Engines in diesen komplexen IT-Infrastrukturen lösen Betriebe dieses Problem, indem sie eine „Single Source of Truth" schaffen. Eine „Single Source of Truth“ ist eine zuverlässige Quelle für Daten oder Informationen, auf die alle Beteiligten zugreifen und der sie vertrauen können.
Intelligente Wissensmanagementlösungen, wie Insight Engines, verknüpfen hierbei strukturierte sowie unstrukturierte Daten aus Quellen, die mittels Konnektoren angebunden sind. Stellen Angestellte nun eine Suchanfrage, konsolidiert die Wissensmanagementlösung automatisch alle relevanten Fakten aus den angebundenen Quellen. Der Suchen- und Finden-Prozess ist dadurch erheblich verkürzt.
Ordnung ins Datenchaos bringen
„Insight Engines“ schaffen nicht nur eine „Single Source of Truth“, die intelligente Lösung optimiert auch das Wissensmanagement von Unternehmen. Durch unterschiedliche Methoden künstlicher Intelligenz (KI) werden Informationen verarbeitet und relevante Fakten extrahiert und aufbereitet. Sie ermitteln und verstehen Zusammenhänge von Informationen, sowie die Intention, die hinter jeder einzelnen Suchanfrage steht.
Auf diese Weise beantworten Insight Engines Fragen nicht nur konkret und verlässlich, Angestellte bekommen auch den Kontext der gesuchten Fakten und Informationen angezeigt. Diese 360-Grad-Sichten schaffen einen einzigartigen Rundum-Blick auf jedes beliebige Objekt wie zum Beispiel Kunden, Projekte, Tickets und Produkte.
Je nach Abteilung, Tätigkeitsbereich und Berechtigungen unterscheiden sich diese Sichten auf Informationen. Der Datenschutz ist durch die personalisierte und tätigkeitsabhängige Ansicht jederzeit gesichert. Mitunter bekommen so Nutzer unterschiedliche Informationen angezeigt, obwohl sie dieselbe Suchanfrage stellen.
Stand: 08.12.2025
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Je nach Anfrage werden die Daten nur verknüpft und analysiert und verbleiben daher an ihren ursprünglichen Speicherorten. Persönliche und vertrauliche Daten sind dadurch jederzeit geschützt, da die Insight Engine die Daten nicht an einem anderen Ort zwischenspeichert. Da eine Insight Engine auch die Quelle bei ausgegebenen Antworten ausweist, können Mitarbeitende die Antworten jederzeit überprüfen und validieren.
Die Bedienung von Insight Engines ist denkbar einfach. Dank eines LLMs versteht und generiert die intelligenten Wissensmanagementlösung Inhalte in menschlicher Sprache. LLMs, kurz für Large Language Model, sind Machine-Learning-Modelle aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz zur Verarbeitung natürlicher Sprache (Natural Language Processing - NLP). Das wohl derzeit bekannteste LLM ist GPT, auf dessen Basis das freizugängliche ChatGPT basiert.
Die Herausforderungen von morgen meistern
Das zunehmende Datenchaos und immer mehr werdende Datensilos stellen Unternehmen vor komplexe Managementaufgaben und können langfristig ihre Effizienz beeinträchtigen.
Insight Engines sorgen nicht nur dafür das Datenchaos aufzulösen und Datensilos zu verknüpfen, Mitarbeiter haben so einen niederschwelligen Zugang zu allen relevanten Informationen und gewinnen daraus mühelos zusätzliche Erkenntnisse. Angestellte sparen mit Insight Engines Zeit, sind dadurch in der Lage vorausschauender zu planen, proaktiver auf neue Entwicklungen zu reagieren und sichern langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und einen nachhaltigen Erfolg.
* Der Autor Gerald Martinetz ist seit 2017 Head of Presales bei Mindbreeze. Mit seiner umfassenden und langjährigen Erfahrung als Datenanalyst, Projektmanager und Ent-to-End Requirement Engineer optimiert er Unternehmensprozesse durch intelligentes Wissensmanagement und KI.