Ethernet-Service der Telekom

Unternehmensweite virtuelle Netze

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

EthernetConnect 2.0 ermöglicht es Unternehmen, firmenweite virtuelle Netze für verschiedene Anwendungen aufzusetzen und anzupassen.
EthernetConnect 2.0 ermöglicht es Unternehmen, firmenweite virtuelle Netze für verschiedene Anwendungen aufzusetzen und anzupassen. (Bild: Deutsche Telekom)

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Geschäftskunden können mit dem Telekom-Service EthernetConnect 2.0 virtuelle Netze zwischen Unternehmensstandorten aufbauen. Auf diese Weise ließen sich etwa eigene Netze für Produktionsmaschinen und die Office-IT firmenweit errichten und bei Bedarf anpassen.

Das Angebot setze auf VLAN-Technologie und biete Unternehmen die Möglichkeit, mehrere logische Netzverbindungen über eine physikalische Ethernet-Schnittstelle aufzubauen. Bisher ließen Ethernet-Anschlussgeräte nur so viele Verbindungen zu anderen Standorten oder Rechenzentren zu, wie das Gerät Schnittstellen besaß. Für weitere Verbindungen waren zusätzliche Anschlussgeräte nötig. EthernetConnect 2.0, so die Telekom, ändere dies jetzt.

Zeitkritische Datenströme priorisieren

Für jeden Anschluss könnten Kunden aus standardisierten Bandbreiten bis in den Gigabitbereich auswählen. Jedes Anschlussgerät verfügt über vier Ethernet-Schnittstellen. Diese könnten je nach Bedarf für eine einzige oder mehrere virtuelle Verbindungen mit jeweils 1 bis 1.000 MBit/s genutzt werden. Insgesamt seien mit EthernetConnect 2.0 bis zu 80 virtuelle Verbindungen pro Anschlussgerät möglich.

Unternehmen könnten außerdem den Datenverkehr einzelner Verbindungen priorisieren. Hierfür stünden vier Serviceklassen (Classes of Service, CoS) von sehr zeitkritisch bis weniger zeitkritisch zur Verfügung. Telefoniedaten z.B. müssen immer sofort, schnell und zuverlässig übertragen werden, damit das Gespräch störungsfrei bleibt. E-Mails hingegen mache eine Verzögerung von wenigen Sekunden nichts aus.

Netz flexibel anpassen

Die Konfiguration der virtuellen Verbindungen an einem Ethernet-Anschluss lasse sich kurzfristig ändern. So könnten Unternehmen die Bandbreite oder Serviceklasse einer Verbindung anpassen oder weitere virtuelle Verbindungen hinzufügen. Auch wegen des hohen Standardisierungsgrads könnten solche Änderungen einfach und schnell umgesetzt werden.

Eine Entstörung innerhalb von acht Stunden gehört laut Telekom zum Service. Unternehmen könnten IP-Adressen weiterhin selbst bestimmen und vergeben; sie würden nicht durch die Netzstruktur der Telekom vorgegeben. EthernetConnect 2.0 sei deutschlandweit verfügbar.

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