PwC-Studie zum IT-Outsourcing-Markt 2012 Unternehmen sichern sich mit Multi-Vendor-Sourcing ab

Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Das Auslagern von IT-Dienstleistungen hat sich als probates Managementwerkzeug in Unternehmen etabliert. Dabei zeigen sich die Anwender auch neuesten Trends gegenüber aufgeschlossen. Allerdings vertrauen Unternehmen lieber mehreren Dienstleistern, als nur auf ein Pferd zu setzen.

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Die Zufriedenheit der Unternehmen mit dem operativen, taktischen und strategischen Berichtswesen ihrer IT-Outsourcing-Dienstleister könnte – so ein wichtiges Ergebnis der PwC-Studie – besser sein.
Die Zufriedenheit der Unternehmen mit dem operativen, taktischen und strategischen Berichtswesen ihrer IT-Outsourcing-Dienstleister könnte – so ein wichtiges Ergebnis der PwC-Studie – besser sein.

Die IT-Sourcing-Studie 2012 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) „Aktuelle IT-Sourcing-Perspektiven erkennen und nutzen“ zeigt vor allem, dass der Trend zum Multi-Vendor-Sourcing weiter anhält. Unternehmen, die auf Outsourcing setzen, bevorzugen eher Spezialisten als Generalisten. Durch dieses Modell, auch das ist ein Ergebnis der Studie, steigt allerdings der Steuerungsaufwand in den Unternehmen, um dieses Konglomerat adäquat zu managen.

Sorgenkind Reporting

Indes sind die Unternehmen mit dem Berichtswesen ihrer Outsourcing-Anbieter nicht immer zufrieden. Einen generellen Unmut äußern Sourcing-Nutzer hinsichtlich des Reportings ihrer Dienstleister: 39 Prozent bemängeln das strategische Berichtswesen, 43 Prozent das taktisches Berichtswesen und 32 Prozent sind nicht mit dem operativesn Reporting zufrieden. Damit verpassen die Dienstleister, so PwC, wichtige Chancen in der Kundenkommunikation.

Über die grundsätzliche Qualität, die sich primär über das Preis-/Leistungsverhältnis definiert, muss die überwiegende Mehrheit der Befragten allerdings nicht klagen: 80 Prozent sind zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihren Dienstleistern. Bei Auswahl des Dienstleisters steht also dessen Qualität im Vordergrund, noch vor dem Preis. An dritter Stelle ist die kulturelle Übereinstimmung zwischen Anbieter und Kunde, der so genannte Cultural Fit, ein wichtiges Kriterium.

Trend zur Wende

Immer kürzer werdende Verträge liegen nicht mehr im Trend. Weiterhin populär ist aber, dass stark standardisierte Services wie etwa der Netzbetrieb eher ausgelagert werden. Unternehmensspezifische Dienste wie beispielsweise die Anwendungsentwicklung verbleiben dagegen bei den Firmen. Bemerkenswert für PwC ist, dass die Unternehmen gerade bei den sogenannten „Commodity Services“ noch erheblichen Standardisierungsbedarf sehen. Sie schauen bei strategisch wichtigen Kompetenzen genauer hin, bevor sie ausgelagert werden bzw. bauen diese Kompetenzen sogar intern weiter aus.

Nur ein Drittel der Befragten lehnt Cloud Computing vollständig ab. Die Mehrheit erkennt hier eine viel versprechende Erweiterung ihrer Sourcing-Optionen: 47 Prozent der Befragten nutzen die Cloud bereits. 18 Prozent der Befragten planen, erstmalig Cloud-Computing anzuwenden. Nahezu sämtliche Studienteilnehmer hoben außerdem die mit dieser Art der IT-Nutzung einhergehende technologische Standardisierung hervor. Allerdings musste die überwiegende Mehrheit der Befragten auch zugeben, dass Cloud-Lösungen veränderte Governance-, Kontroll- und Vertragsstrukturen verlangen – Probleme, die oftmals noch nicht gelöst sind.

Für die IT-Sourcing-Studie 2012 wurden 65 Interviews mit IT-Verantwortlichen geführt. Die befragten Unternehmen verteilen sich auf Deutschland, Österreich und Schweiz bzw. auf die Branchen Banken, Versicherungen, öffentlicher Sektor, Industrie sowie Dienstleistungen und Handel.

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