Afrika. Ein gewaltiger Kontinent und hinsichtlich der Ausdehnung und einer etwa 1,3 Milliarden Menschen starken Bevölkerung der zweitgrößte Erdteil der Welt. Im südlich der Sahara gelegenen Subsahara-Afrika, dem immerhin 49 der 54 afrikanischen UNO-Mitgliedsstaaten angehören, sitzt seit 2016 das Sozialunternehmen Africa GreenTec.
Africa GreenTec erzeugt über mobile Photovoltaikanlagen auch in den entlegensten Regionen Strom, der über ein PrePaid-Tarifsystem verteilt wird.
(Bild: Africa GreenTec)
Dessen Mission: Mehr Selbstbestimmung und Wachstum für die netzfernen Regionen Afrikas durch nachhaltige und erschwingliche Energielösungen. Mit Blick auf die Zahlen wird klar, dass das von Aida und Torsten Schreiber gegründete Unternehmen eine echte Lebensaufgabe ist. Denn bis heute fehlt mehr als 600 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika der Zugang zu Strom – das sind zwei von drei Menschen südlich der afrikanischen Sahara.
Rund 25.000 Menschen hat das Unternehmen an seinen sogenannten ImpactSites in Mali und Niger bereits mit Elektrizität versorgt, mehr als 400 Kleinunternehmer unterstützt und dabei mehr als 2.000 Tonnen CO2 eingespart. Das gelingt mit Produkten wie dem Solartainer: Das mobile, erschwingliche Energiesystem nutzt die wohl naheliegendste und sauberste Energiequelle Afrikas, um ländliche Gebiete zu elektrifizieren – die Sonne.
Früher begrenztes Breitbandinternet, heute breit aufgestellt
Mit Büros in Frankfurt sowie nationalen Tochtergesellschaften in Mali, Niger, Senegal, Madagaskar und Tschad setzt das multinationale Team von Africa GreenTec auf eine kontinentübergreifende Zusammenarbeit. Und diese stand in der Vergangenheit vor einigen Herausforderungen.
Das von Aida und Torsten Schreiber (li. bzw. re. mit ihrem Team) gegründete Unternehmen stattet ganze Dorfgemeinschaften in ländlichen Regionen mit Strom und nachhaltigen Technologien aus.
(Bild: Africa GreenTec)
Anfangs arbeiteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit begrenztem Breitbandinternet und ihren privaten E-Mail-Konten, um Dokumente zwischen den Teams in Deutschland und Mali auszutauschen – auch geschäftskritische Daten. Das verlangsamte nicht nur die Zusammenarbeit, sondern barg außerdem die Gefahr, dass wertvolle Informationen verloren gehen und nicht mehr zugänglich sind, wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen. „Deshalb haben wir uns entschieden, Google Workspace unternehmensweit einzuführen“, erinnert sich Jesse Pielke, Operations Manager bei Africa GreenTec.
Mit Unterstützung des offiziellen Google-Cloud-Partners Seibert Media, einem deutschen Softwareentwicklungs- und Beratungsunternehmen, führte Africa GreenTec 2019 unternehmensweit die Umstellung auf ein Google-Workspace-Setup ein. „Sie haben uns dabei geholfen, unsere Google-Workspace-Lizenzen auszuwählen und zu verwalten, Mailserver einzurichten und unsere Domains zu verwalten - und haben unsere Mitarbeitenden auf dem Weg dorthin geschult. Sie halfen uns auch bei der Migration all unserer Daten von privaten zu professionellen Google-Workspace-Konten“, erzählt Pielke. Diese Änderungen machten die kontinentübergreifenden Geschäftsabläufe der Firma sowohl produktiver, als auch sicherer.
Barrierefrei in die Zukunft
Heute ist Google Workspace für das Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Der Großteil der Kommunikation läuft mit Google Mail, Google Chat ist für den kurzfristigen Austausch, und geografische Barrieren werden mit Videokonferenzen via Google Meet überwunden. Eine entscheidende Rolle spielt auch Google Drive, da die Mitarbeitenden dort Dateien teilen und auf sie zugreifen können. Google Docs, Sheets und Slides dienen außerdem dazu, Dokumente gemeinsam und in Echtzeit über zwei Kontinente hinweg zu bearbeiten. Auch sprachliche und technologische Barrieren überwindet das Unternehmen dank Google Workspace. „Seit der Einführung von Google Workspace konnten wir 50 Prozent mehr unserer Mitarbeiter in unsere Geschäftsprozesse einbinden […] sogar weniger technikaffine […]“, sagt Pielke.
Ein Solartainer in Mali im Einsatz.
(Bild: Africa GreenTec)
Eine der Aufgaben, auf die sich das Team in letzter Zeit konzentrieren konnte, ist die Verbesserung der Datenanalyse. Basierend auf den Daten, die von den ImpactSites des Unternehmens produziert werden, kann Africa GreenTec den erzeugten Strom mit einem modernen Stromnetz und intelligenten Zählern klug verteilen und überwachen. Dabei sammeln virtuelle, auf Google Cloud gehostete Maschinen diese Daten und speichern sie in Google Cloud Storage. Danach werden sie mit Google Cloud Dataflow verarbeitet, um dann zu Google BigQuery gestreamt und mit Google Data Studio visualisiert zu werden. Diese visuellen Reports helfen bei der Kundenauswahl und ermöglichen es dem Team, negative Energiebilanzen aus der Ferne zu erkennen und die notwendigen Schritte einzuleiten, damit Kunden ihre Produkte effizienter nutzen können.
Stand: 08.12.2025
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In Zukunft möchte das Team diese Ergebnisse noch mehr Menschen auf dem Kontinent zugänglich machen. Mit seinem reichen Erfahrungsschatz will Africa GreenTec außerdem die Elektrifizierungsprozesse weiter optimieren. Google Cloud hilft ihnen dabei, den Stromverbrauch an aktuellen und zukünftigen ImpactSites besser vorhersagen zu können und ein barrierefreies, gemeinsames Arbeiten zu ermöglichen.
Emily J. Ryan, Google Cloud DACH.
(Bild: Google Cloud)
* Die Autorin Emily J. Ryan ist seit 2018 als Head of Customer Engineering Manager bei Google Cloud in Frankfurt tätig und verantwortlich mit ihrem Team für den technischen Vertrieb im Corporate Unternehmenssegment in Deutschland und der Schweiz. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Googles Multi-Cloud-Lösung Anthos und Application Management.