Die Rand-Notiz zum Wochenende Stiftung Warentest: Diese Grundsteuerprogramme helfen wirklich

Von dpa

Bereitet Ihnen die Grundsteuererklärung Kopfzerbrechen? Das muss nicht sein. Die Stiftung Warentest hat Programme getestet, die den bürokratischen Akt erleichtern sollen. Zumindest eines hat die Tester überzeugt.

Kurioses, Tierisches, Nachdenkliches oder einfach nur „nice to know“ – die Rand-Notiz zum Wochenende.
Kurioses, Tierisches, Nachdenkliches oder einfach nur „nice to know“ – die Rand-Notiz zum Wochenende.
(Bild: koldunova - stock.adobe.com)

Wer in diesem Jahr eine Grundsteuererklärung abgegeben muss, hat dafür verschiedene Möglichkeiten. Die Stiftung Warentest hat die beiden kostenfreien Programme der Finanzverwaltung und zwei kostenpflichtige Alternativen (Wiso Grundsteuer und Smartsteuer Grundsteuer) ausprobiert.

Zwei Musterfälle sollten die Programme jeweils lösen. Elster, das kostenlose Online-Portal der Finanzverwaltung, führt zwar laut den Warentestern strukturiert durch die Grundsteuererklärung, nutzt aber viele Fachwörter und hat einen aufwendigen Anmeldeprozess. Das könne für Laien anspruchsvoll sein.

Kostenlose Alternative nützt nicht allen Betroffenen

Einfacher und ebenfalls kostenlos: Das Grundsteuer-Portal des Bundesfinanzministeriums. Dort lotsten gezielte Fragen und ausführliche Infotexte zügig durch die Grundsteuererklärung. Die Hilfen sind zudem übersichtlich angeordnet und haben eine sinnvolle Länge, so das Urteil.

Nachteil: Das Programm ist nur auf Privatleute zugeschnitten, die Angaben zu Ein- und Zweifamilienhäusern, Eigentumswohnungen sowie unbebauten Grundstücken machen müssen. Außerdem lässt sich der Service nur in Ländern nutzen, die nach dem Bundesmodell verfahren. Betroffenen in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen nützt das Tool also nichts.

Kostenpflichtiges Programm errechnet den Grundsteuerwert

Von den beiden kostenpflichtigen Programmen überzeugte die Tester nur Wiso Grundsteuer für knapp 30 Euro. Vor allem die leichte Bedienbarkeit der Software erfreute. Zudem erhalten Steuerpflichtige wichtige Zusatzinfos, zum Beispiel, wo die geforderten Daten zu bekommen sind. So geht die Erklärung besonders Laien gut von der Hand.

Alleinstellungsmerkmal der Anwendung: Wiso ist das einzige Programm im Test, das die Berechnung des voraussichtlichen Grundsteuerwerts erledigt. Das erleichtert die spätere Kontrolle des Steuerbescheids.

Vereinfachte Grundsteuererklärung nun für mehr Menschen möglich

Millionen Menschen in Deutschland sind zur Abgabe einer Grundsteuererklärung aufgerufen. Das geht auf verschiedenen Wegen. Ein komfortabler Weg steht nun mehr Betroffenen offen.

Noch bis Ende Oktober haben Grundstückseigentümer Zeit, ihre Grundstückswerte gegenüber den Finanzämtern zu erklären. Für die Abgabe der Grundsteuererklärung können Betroffene entweder das Online-Finanzamt Elster nutzen oder die Seite www.grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de. Letztere war bis zuletzt nur für Eigentümer zugänglich, die kein Elster-Zertifikat besitzen. Das hat sich inzwischen geändert.

Jetzt stünden allen Eigentümern alle technischen Möglichkeiten gleichermaßen zur Verfügung - unabhängig von Zertifikaten, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. Die Eingabe über das Portal grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de ist einfacher, weil es für Privatpersonen mit einfachen Eigentumsverhältnissen vorgesehen ist. Genauer: für jene Besitzer unbebauter Grundstücke, Ein- oder Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen.

In fünf deutschen Bundesländern ist das Portal nicht nutzbar

Nutzen können es aber nur Eigentümer in elf Bundesländern, die am Bundesmodell teilnehmen. Dazu gehören Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Nutzer ohne Zertifikat erhalten laut Bund der Steuerzahler vor dem Absenden der Erklärung per Post einen Freischaltcode vom Finanzamt.

Egal, auf welchem Weg Eigentümerinnen und Eigentümer die Grundsteuererklärung vornehmen: Das Informationsschreiben vom Finanzamt, die Steuer-ID, die Grundbuchdaten und Flächen sollten immer bereitliegen. Selbst bei der vereinfachten Eingabemöglichkeit werden etliche der Daten abgefragt.

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