Basis für moderne Versorgung und Forschung StackIT und Honic entwickeln Gesundheitsdatenplattform

Von Martin Hensel

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Der Cloud-Spezialist StackIT entwickelt gemeinsam mit dem Experten für medizinische Daten Honic eine europäische Plattform für Gesundheitsdaten. Sie soll als Grundlage für moderne Versorgung und Forschung dienen.

StackIT und Honic arbeiten gemeinsam an einer europäischen Datenplattform für das Gesundheitswesen.
StackIT und Honic arbeiten gemeinsam an einer europäischen Datenplattform für das Gesundheitswesen.
(Bild: fancycrave1 / Pixabay )

Die gemeinsame digitale Plattform für Gesundheitsdaten soll eine technologische Basis für die medizinische Forschung bereitstellen sowie die strengen regulatorischen Anforderungen an Gesundheitsdaten erfüllen. Europäische Forscher müssen zur Zeit noch meist auf nicht-europäische Daten zurückgreifen, da sich derartige Informationen nur mit großem Aufwand konform zur EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zur Verfügung stellen lassen.

„Daten aus der Gesundheitsversorgung sind das Fundament für mehr Qualität und Fortschritt in der Medizin“, erklärt Dr. Henrik Matthies, Gründer und CEO von Honic. Zugleich seien Gesundheitsdaten besonders schützenswert und würden daher eine souveräne Plattform benötigen, die höchsten Sicherheitsstandards entspricht und dem europäischen Rechtsraum sowie europäischen Werten verpflichtet ist.

Pilotprojekte gestartet

Die beiden Partner StackIT und Honic haben bereits erste Pilotprojekte angekündigt, die noch im Sommer starten sollen. Im Mittelpunkt stehen dabei zunächst revisionssichere Langzeitarchive für ambulante Leistungserbringer wie Arztpraxen oder Labore. „Nach den ersten drei Monaten in einer Hyper-Care-Phase planen wir, dieses Modell schnellstmöglich deutschlandweit im ambulanten Sektor zu skalieren. Ab 2023 sollen dann auch weitere Kunden im Gesundheitswesen angebunden werden“, verdeutlicht Peter Fiedler, Lead New Markets von StackIT.

In einem weiteren laufenden Projekt kooperieren die Unternehmen mit der Charité Berlin und weiteren Universitätskliniken. Dabei geht es um die Aufgabe, relevante Patientendaten für ein Backup- und Desaster-Szenarien zu speichern und aus der Cloud wiederherzustellen. Diese Absicherung soll auch bei Cyberangriffen auf Einzelbereiche oder die gesamte Klinik-IT greifen. „Um alle notwendigen Daten sektorenübergreifend austauschen und nutzen zu können, werden wir um Cloud-Plattformen gar nicht herumkommen. Anders lässt sich eine Daten-Infrastruktur nicht effektiv, effizient und vor allem sicher betreiben. Gleichzeitig sind Gesundheitsdaten besonders schützenswert. Wir benötigen daher in Deutschland und Europa auch eigene Cloud- und Analytics-Anbieter um den Datenschutz- und -Sicherheitsanforderungen gerecht werden zu können“, meint Dr. med. Peter Gocke, Chief Digital Officer und Leider der Stabsstelle „Digitale Transformation“ der Charité.

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