Mitarbeiter mit direktem Kontakt zu Kunden oder Produktionsarbeiter haben besondere Ansprüche an die Apps, die sie nutzen. Mit Microsoft 365 bzw. Windows 365 Frontline bietet Microsoft dazu spezielle Abos an. Der Beitrag zeigt, was es damit auf sich hat.
Microsoft bietet UCC-Produkte speziell für Service- oder Produktionsmitarbeiter ohne eigenen PC an, damit diese digital kommunizieren und zusammenarbeiten können.
(Bild: Photocreo Bednarek - stock.adobe.com)
Mitarbeiter, die in der Produktion tätig sind oder direkten Kundenkontakt haben, benötigen oft spezielle Kommunikationsmöglichkeiten und flexibel angepasste Anwendungen und Oberflächen. Microsoft hat aus diesem Grund Abonnements zusammengeschnürt, die vor allem für Produktion und Frontdesk gedacht sind. Dabei handelt es sich meistens um Mitarbeiter ohne eigenen PC und mit Kundenkontakt. Neben dem Einzelhandel, Logistik, Finanzwesen und der Produktion sind das oftmals Mitarbeiter im Gesundheitswesen.
Die Abbildung zeigt die allgemeinen Bereiche, in denen Microsoft 365 die Erfahrungen für Mitarbeiter in Service und Produktion verbessern kann.
(Bild: Microsoft)
Neben Microsoft 365 Frontline will Microsoft diesen Benutzern in Zukunft noch mit Windows 365 Frontline einen Cloud-PC zur Verfügung stellen, an dem sich die Mitarbeiter von überall und mit allen Geräten mit einer eigenen Benutzerumgebung verbinden können, zum Beispiel auch von Pool-PCs aus.
Die Abo-Services sind in der Produktfamilie Microsoft 365 Frontline zusammengefasst. Die drei Abos Microsoft 365 F1 (1,90 Euro/Monat), Microsoft 365 F3 (6,70 Euro/Monat) und Office 365 F3 (3,40 Euro/Monat) lassen sich pro Benutzer lizenzieren.
Vernetzung von Mitarbeitern
Im Fokus der Abonnements stehen Arbeitskräfte aus dem Service und der Produktion, die direkt im Kontakt mit Kunden stehen, aber auch mit den anderen Mitarbeitern im Unternehmen. Das können Mitarbeiter in der Herstellung, dem Service oder aus dem Verkauf sein. Mit den Frontline-Abonnements will Microsoft vor allem die Zusammenarbeit und Kommunikation dieser Mitarbeiter fördern. Ikea nutzt die Dienste zum Beispiel in seinen Einrichtungshäusern, um die verschiedenen Mitarbeiter mit Kundenkontakt zu vernetzen.
In vielen Fällen arbeiten Mitarbeiter, die auf Microsoft 365 Frontline setzen, vor allem mit Smartphones und Tablets, aber natürlich auch mit Notebooks. Microsoft hat die Apps und deren Verknüpfung daher auf die Touchbedienung optimiert. Außerdem hat Microsoft die Lizenzierung dieser Abonnements für Mitarbeiter in der Produktion und Service optimiert. Die Möglichkeiten dazu zeigt Microsoft auf der Seite „Grundlegendes zu Benutzertypen von Mitarbeitern in Service und Produktion und Lizenzierung“.
Funktionsumfang von Microsoft 365 Frontline
Zunächst enthalten alle drei Abonnement-Varianten von Microsoft 365 Frontline Zugriff auf die aktuellen Versionen von Word, Excel und PowerPoint. Die Abos bekommen zusätzlich noch ein Exchange-Online-Postfach und Zugriff auf Microsoft Bookings. Outlook ist allerdings nur bei den F3-Varianten im Abo mit dabei. Microsoft 365 F1 umfasst den Plan für den Exchange-Kiosk-Dienst, mit dem sich nur der Teams-Kalender aktivieren lässt. Postfachberechtigungen sind nicht enthalten.
Microsoft Bookings verbessert das Buchen von Kundenterminen mit Microsoft 365 für Frontdesk-Mitarbeiter.
(Bild: Joos - Microsoft)
Bei Microsoft Bookings handelt es sich um eine schnelle Alternative für das Planen von Terminen, fokussiert auf Servicekräfte, die Kontakt mit Kunden haben. Die App integriert sich direkt in den Standardkalender von Exchange Online und bietet eine gemeinsame Terminplanung mit Kunden.
Neben Exchange Online haben alle drei Frontline-Versionen Zugriff auf Microsoft Teams. Für eine zentrale Geräteverwaltung und die automatisierte Bereitstellung von Windows mit Autopilot und eine Optimierung für das Drucken ist Microsoft 365 F3 notwendig, da hier Windows Enterprise E3 dabei ist. Die Arbeitsplätze von F1/F2 lassen sich mit Microsoft Intune verwalten sowie mit Microsoft Endpoint Configuration Manager.
Intranet für Produktion und Frontdesk
Alle drei Frontline-Versionen haben Zugriff auf Microsoft Viva Connections und Viva Engage. Dieser Cloud-Dienst vernetzt die verschiedenen Mitarbeiter im Service, Frontdesk und der Produktion für den Informationsaustausch, gemeinsames Arbeiten an Projekten und für die Kommunikation untereinander. Viva ermöglicht sozusagen ein Intranet für die Produktion. Die einzelnen Informationen, die Viva im Team zusammenträgt erscheinen in anderen Apps, wie Microsoft Teams, um die Kommunikation zu verbessern. Viva erweitert vor allem die verschiedenen Teams-Apps.
Mit Windows 365 Frontline stellt Microsoft einen Cloud-PC zur Verfügung, mit dem Mitarbeiter aus dem Service und der Produktion von überall aus arbeiten können.
(Bild: Joos - Microsoft)
Das Gleiche gilt für Yammer. Das interne, soziale Netzwerk für Frontdesk und Produktion verbindet die Mitarbeiter über die Standard-Apps Team und SharePoint miteinander. Dadurch lassen sich Informationen austauschen und Mitarbeiter mit Führungskräften in Kontakt halten. Microsoft bezeichnet Yammer auch als „Social Intranet“.
Stand: 08.12.2025
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Wichtiger Bestandteil von Microsoft 365 sind die Power-Apps. Dazu gehören parallel noch Power Automate, Power Virtual Agents, Forms, Planner und To Do. Diese Komponenten interagieren, um Mitarbeitern in der Produktion und dem Frontdesk mit der Automatisierung von Geschäftsabläufen zu helfen.
Windows 365 ermöglicht Mitarbeitern von unterwegs Zugriff auf Unternehmensanwendungen und auf Microsoft-365-Dienste.
(Bild: Joos - Microsoft)
Neben Windows 365 Business und Enterprise will Microsoft, zusammen mit Microsoft 365 Frontline auch eine eigene Version für Mitarbeiter im Service und der Produktion als Cloud-PC bereitstellen. Windows 365 Frontline ist vor allem für Mitarbeiter gedacht, die in diesen Bereichen tätig sind. In Kombination mit Microsoft 365 Frontline erhalten Mitarbeiter dadurch Zugriff auf alle Informationen und Werkzeuge, die sie für ihre Tätigkeit brauchen, egal wo sie sich aufhalten.
Windows 365 Frontline richtet sich daher an Unternehmen, die aus Kostengründen nicht jedem Mitarbeiter einen eigenen PC zur Verfügung stellen können, die aber dennoch alle Mitarbeiter effektiv miteinander verknüpfen möchten.