Datenschutz, IT-Sicherheit, virtuelle KI-Zuordnung SpaceNet Cloud: Die Kampfansage

Von Elke Witmer-Goßner 3 min Lesedauer

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Im Sommer dieses Jahres hat SpaceNet ein IaaS-Angebot auf den Weg gebracht, das nach eigenem Anspruch „Maßstäbe in Sachen Technologie, Sicherheit und Flexibilität“ setzen soll. Wir haben nachgefragt bei Sebastian von Bomhard, Gründer und Vorstand des Münchner Providers.

Die SpaceNet Cloud soll es mit den IaaS-Services der großen internationalen Player aufnehmen, wobei bei der Entwicklung der Lösung die Kundenwünsche direkt umgesetzt wurden.(Bild:  sdecoret - stock.adobe.com)
Die SpaceNet Cloud soll es mit den IaaS-Services der großen internationalen Player aufnehmen, wobei bei der Entwicklung der Lösung die Kundenwünsche direkt umgesetzt wurden.
(Bild: sdecoret - stock.adobe.com)

In das neue Angebot sei die ganze Erfahrung aus dreißig Jahren „Providerei“ eingeflossen, sagt Sebastian von Bomhard nicht ohne Stolz: „Wir haben mit der SpaceNet Cloud eine gute Lösung entwickelt, die eine Lücke schließt, und ein absolut konkurrenzfähiges Angebot jenseits der ‚Big 3‘ darstellt“ – für Kunden, die bereit seien, „bisheriges zu überdenken“ und sich einen Wechsel vorstellen können.

Kontrolle bleibt erhalten

Die neue Plattform bietet einen kompletten Infrastructure-as-a-Service mit integrierten SaaS-Lösungen wie Kubernetes an und basiert auf KVM (Kernel-based Virtual Machine). Diese moderne Open-Source-Technologie, eine Variante der heute dominierenden Container-Formate für die Virtualisierung des Linux-Kerns, bietet direkten Zugriff auf Hardware-Funktionen. Damit bildet diese Virtualisierungslösung die Grundlage für IaaS-Umgebungen, in denen Benutzer virtuelle Maschinen eigenständig erstellen, konfigurieren und verwalten können – ideal also für automatisierte Bereitstellungsprozesse wie Self-Provisioning von Server-Ressourcen. Damit können Benutzer IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher und Netzwerkdienste eigenständig bereitstellen, ohne dass das IT-Team direkt eingreifen muss. Die Self-Provisioning-Schnittstelle in der SpaceNet Cloud, erklärt von Bomhard, komme somit dem Wunsch vieler Kunden entgegen: Technikern, die durch Budgetdeckelung oft eingeschränkt seien, mehr Flexibilität bei der Planung von Server-Ressourcen und damit Entlastung bei den Kosten zu verschaffen.

Sebastian von Bomhard, Vorstand und Gründer der SpaceNet AG.(Bild:  SpaceNet AG)
Sebastian von Bomhard, Vorstand und Gründer der SpaceNet AG.
(Bild: SpaceNet AG)

Eine weitere Stärke der SpaceNet Cloud hebt von Bomhard hervor: Datenschutz, der entlang ganzer Rack-Reihen auch lückenlos nachweisbar sei. Die SpaceNet Cloud wird in den eigenen nach ISO 27001 und EN50600 zertifizierten Hochsicherheitsrechenzentren in München betrieben und unterliegen somit den strengen deutschen und europäischen Datenschutzgesetzen. „Sicherheit spielt eine große Rolle bei unserer Lösung, zum anderen sind unsere Rechenzentren auch physisch wehrhaft gegen Angreifer geschützt“, so der SpaceNet-Chef. Darüber hinaus gehören IT-Sicherheitslösungen zum Schutz vor DDoS-Angriffen, SIEM-Lösungen oder Ransomware Protection der Server ebenfalls zum Angebot. Das hauseigene SOC (Security Operations Center) überwacht den Cloud-Betrieb und kann bei Bedarf auch vom Kunden für seinen Betrieb hinzugeschaltet werden.

Gerüstet für die GPU-Virtualisierung

Und natürlich seien Nutzende der SpaceNet Cloud auch gut gerüstet auf dem Weg in die Zukunft der künstlichen Intelligenz (KI). Im Moment können GPUs (Graphics Processing Units) in virtualisierten oder geteilten Umgebungen nicht automatisch von mehreren Anwendungen oder virtuellen Maschinen genutzt werden. Stattdessen muss jede GPU einer spezifischen Anwendung oder VM direkt zugewiesen werden, damit diese exklusiv auf die GPU-Ressourcen zugreifen kann.

Doch auch hier zeigt sich die SpaceNet Cloud „KI-ready“: KVM unterstützt sogenanntes GPU-Passthrough, sodass Anwendungen die GPU für rechenintensive Aufgaben wie maschinelles Lernen oder Grafikverarbeitung effizient nutzen können. Die Lösung biete Unternehmen also die ideale Grundlage, um eine eigene KI zu betreiben, ohne sich extra um das Hosting kümmern zu müssen. Und die Integration von GPUs mache die Infrastruktur ideal für KI-Entwicklung und KI-Anwendungen.

Maßgeschneiderte Kundenbetreuung

Der springende Punkt und damit eines der größten Unterscheidungsmerkmale gegenüber den Hyperscalern: die ausgeprägte Service-Mentalität der SpaceNet AG. Was ist, wenn der gebuchte Service nicht einwandfrei funktioniert? Wer hilft bei der fehleranfälligen Integration der Cloud-Angebote? Gerade die Umsetzung von Compliance- und Security-Anforderungen macht viele Probleme. Organisationen benötigen dann die schnelle Beratung und Problemlösung – bei Hyperscalern suche man diese aber oft vergeblich. Der Support sei oft ausgelagert, so dass die Beratung bei Problemfällen nur indirekt stattfände. Auch das gehöre neben den SpaceNet-Werten Sicherheit und Flexiblität dazu: „persönliche und kompetente Ansprechpartner“, so von Bomhard.

„Mit dieser Plattform schließen wir technologisch zu den großen Cloud-Anbietern auf, bieten aber den entscheidenden Vorteil der lokalen Datenhaltung in Deutschland mit Standortgarantie und der maßgeschneiderten Kundenbetreuung“, formuliert von Bomhard seine Kampfansage an die bisher im IaaS-Markt dominierenden Hyperscaler.

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