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Externe Serviceleistungen im Client-Management für erfolgreiche Softwareverteilung Sonderprojekt Software-Paketierung in heterogenen Client-Strukturen

Autor / Redakteur: Mike Jager * / Florian Karlstetter

Projekte zur Windows-7-Migration stellen viele IT-Abteilungen vor die schier unlösbare Aufgabe, Softwarepakete für eine gewachsene, häufig sehr heterogene Client-Struktur zu erstellen. Diese Pakete sind die Grundlage für das automatisierte Aufspielen von Betriebssystem und Anwendungssoftware.

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Eine saubere Planung ist das A und O eines jeden Projektes - dies gilt auch für die Software-Paketierung. Sparxent setzt hierbei auf einen dreistufigen Paketierungsprozess.
Eine saubere Planung ist das A und O eines jeden Projektes - dies gilt auch für die Software-Paketierung. Sparxent setzt hierbei auf einen dreistufigen Paketierungsprozess.
( Archiv: Vogel Business Media )

Externe Unterstützung bei der Software-Paketierung ist eine Lösung, wenn keine internen Ressourcen für die Paketierung vorhanden sind, oder wenn das interne Team zu wenig Routine für ein Projekt dieser Größenordnung hat.

Bei der Einführung eines neuen Betriebssystems wie Windows 7 erschließt sich auf Anhieb, warum das Zusammenstellen von Installationspaketen so komplex ist: Die IT-Abteilung muss Applikationspakete auf verschiedene Hardware- und Nutzergruppen im Unternehmen zuschneiden. Zudem gilt es, die Kompatibilität aller notwendigen Applikationen untereinander zu prüfen und eventuelle Konflikte auszuräumen. Schließlich wird das Paket für eine Verteilung über ein bestehendes System-Management-Tool vorbereitet.

Fehler im Paket sind dabei nicht akzeptabel, da jeder Irrtum mit dem Rollout auf die Anwender-PCs ein Vielfaches an Problemen nach sich zieht, die sich in Aufwand bei der Fehlerbeseitigung und bei der Endanwenderbetreuung im Help Desk niederschlagen. Und auch, wenn die Auswirkungen bei der Betriebssystem-Migration besonders augenfällig sind: Eine sorgfältige Software-Paketierung ist auch im IT-Management-Alltag nicht zu vernachlässigen, da es permanent Anwendungs-Updates zu verteilen und installieren gibt.

Bei der Software-Paketierung im Windows-Umfeld werden Installation Media Files im sogenannten MSI (Microsoft Software Installation)-Format gebündelt. Das Paket ist Grundlage für einen automatisierten Software-Rollout auf die Anwender-PCs, ergo für effiziente Prozesse bei der Softwareverteilung.

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Paketierung zu bewältigen: durch den Aufbau eines internen Paketierungsteams oder in Zusammenarbeit mit einem externen Paketierungsdienstleister. Vor einer Entscheidung, welche der beiden Möglichkeiten für das eigene Unternehmen die sinnvolle Alternative ist, müssen sich IT-Verantwortliche einige Fragen stellen:

  • Interne Ressourcen: Wie häufig stehen Software-Paketierungsprojekte an? Wie viele Softwarepakete installiert die IT-Abteilung dabei – sei es einmalig oder regelmäßig, zum Beispiel bei Upgrades?
  • Ist es möglich, ein Team zu bilden, um Engpässe bei Urlauben oder Krankheit zu vermeiden?
  • Zeitplan: In welchem Zeitrahmen muss das Projekt durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen werden? Stehen die benötigten Ressourcen ad-hoc zur Verfügung?
  • Qualität: Sind die Mitarbeiter dauerhaft mit der Software-Paketierung betraut und verfügen somit über das notwendige Fachwissen?
  • Organisation: Können die für die Software-Paketierung abgestellten Mitarbeiter die Aufgabe unabhängig von anderen Projekten übernehmen, oder besteht die Gefahr von Prioritätenkonflikten?

Internes Team oder externe Software-Paketierer?

Vereinfacht gesprochen lohnt sich ein internes Paketierungsteam nur, wenn genügend Personal vorhanden ist, das Paketierungsjobs zuverlässig übernimmt und Routine entwickeln kann. Trifft das nicht zu, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem externen Paketierungsdienstleister. Dies gilt insbesondere, wenn das eigene IT-Personal das Arbeitsaufkommen nicht bewältigen kann.

Aber auch bei nur geringem Aufwand gibt es Gründe, die für einen Dienstleister sprechen können: So veraltet beispielsweise das Fachwissen über die Paketierung und die Bedienung der notwendigen Tools, wenn es nicht regelmäßig genutzt wird. Das treibt die internen Kosten in die Höhe, da entweder vorab Arbeitszeit für Einarbeitung und Probeläufe anfällt oder im Nachgang für die Fehlerbeseitigung.

Ein anderer Aspekt bei geringem Paketierungsaufkommen ist, dass die Software-Paketierung in vielen Unternehmen nur eine Nebentätigkeit für ansonsten anderweitig eingesetztes IT-Personal ist. Daraus können sich Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit des Personals geben, wenn zum Beispiel Updates mit hoher Priorität eingespielt werden müssen und die Mitglieder des Paketierungsteams in anderen Projekten gebunden sind. Ein externer Dienstleister richtet sich dagegen nach festen Vereinbarungen, sodass die Paketierung zeitnah und zügig umgesetzt werden kann.

Ebenfalls wichtig für eine Kosten-/Nutzenanalyse im Vorfeld: Für manche Paketierungswerkzeuge werden Lizenzgebühren fällig, die sich nur rentieren, wenn die Tools regelmäßig genutzt werden.

weiter mit: Rollen im Paketierungsteam und ROI-Aspekte bei externer Software-Paketierung

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