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Rollen im Paketierungsteam
In vielen IT-Abteilungen ist Software-Paketierung eine Ein-Mann-Show. Dies widerspricht jedoch einem dedizierten Rollenansatz, der zwischen Ausführung, Test, Qualitätsmanagement und Teammanagement unterscheidet und damit die Qualität sicherstellt. Ein internes Paktierungsteam sollte deswegen aus mindestens vier Personen bestehen.
Abhängig von der Größe des Paketierungsauftrags übernehmen eine oder mehrere Personen die Rolle des Paketierers. Sie liefern die Installationsdatei an die Tester, welche die Pakete auf Konflikte, Qualität und Zustellung hin überprüfen. Dem Qualitätsmanagement obliegt dagegen die Kontrolle, dass das Test-Setting vollständig ist, dass der Test korrekt abläuft und dass das Anwendungspaket allen definierten Anforderungen entspricht. Der Teammanager stellt sicher, dass die mit der Paktierung betrauten Mitarbeiter den definierten Prozess zur Erstellung und Freigabe für jedes Paket einhalten.
Die Aufgabenteilung nach Rollen sorgt dafür, dass die zu erstellenden Pakete risiko- und fehlerfrei sind, und sie sichern die Kommunikation mit anderen Abteilungen oder dem Kunden. Bei der Auswahl eines Dienstleisters kann eine interne Rollenverteilung zudem als Qualitätsmerkmal angesehen werden.
ROI-Aspekte bei externer Software-Paketierung
Die Zusammenarbeit mit einem externen Spezialisten lohnt sich in vielen Fällen auch finanziell: Ein Spezialist kann saubere, fehlerfreie Pakete schneller liefern als ein internes Team mit wenig Paketierungserfahrung. Die niedrigere Fehlerquote bei der Paketverteilung beziehungsweise die höhere First-Pass-Erfolgsquote wirkt sich dabei mehrfach positiv aus: Es muss weniger Arbeitszeit für Probeinstallationen und anschließende Anpassungen aufgewendet werden, und der Rollout der Pakete zieht geringere Support-Kosten nach sich – Stichwort Trouble-Shooting. Zudem werden die Endnutzer weniger stark in ihrer Arbeit beeinträchtigt, wenn die Pakete fehlerfrei sind.
Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Vertrag mit dem Dienstleister Vereinbarungen enthält, die den zeitlichen Rahmen des Projektes und die dahinterstehenden Prozesse festlegen. Wichtig ist zudem eine Vorbesprechung, welche Informationen der Dienstleister benötigt und welche Abnahmen es gibt. Hier Klarheit zu schaffen, ist wesentlich für ein hochwertiges, möglichst fehler- und risikofreies Arbeitsergebnis.
Einen beispielhaften Ablauf zeigt der Paketierungsprozess, den der Client-Management-Experte Sparxent bei Paketierungsdienstleistungen anwendet: Dieser gliedert sich in die drei Stufen Define, Design, Deliver.
Die Definitionsphase dient dazu, alle technischen Voraussetzungen mit dem Kunden zu klären. In der Designphase erstellt Sparxent das Paket und testet es auf Stabilität, Qualität und Verteilbarkeit. Nach der Veröffentlichung des Pakets in der Auslieferungsphase folgt die Freigabe durch den Kunden. Erst dann wird das Paket über das Client-Management-Tool verteilt.
Eine saubere Planung ist das A und O eines jeden Projektes – erst recht bei der Software-Paketierung, da jeder Fehler im Paket in einem Unternehmen mit 500 PCs und Notebooks bis zu 500 Anrufe im Helpdesk auslösen kann – ein Horrorszenario. Die Mitarbeiter im Paketierungsteam müssen deswegen über Zeit, Tools und Erfahrung verfügen und standardisierte Abläufe einhalten – Stichwort Nachprüfbarkeit. Das gilt unabhängig davon, ob die Paketierung intern oder durch einen Dienstleister gestemmt wird. Manpower-Engpässe, zeitliche Engpässe und Budget-Engpässe können dabei für externe Unterstützung sprechen. Bei der Entscheidung darüber müssen alle Aufwände inklusive Einarbeitung und Testläufen realistisch berücksichtigt werden.
Der Autor
Mike Jager ist Global Consulting Services Manager bei Sparxent.
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Link: Sparxent im Internet
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