13. DSAG-Jahreskongress 2012 in Bremen

SAP-Kunden mit einem lachenden und einem weinenden Auge

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Replik aus Walldorf

Jim Hagemann Snabe, Co-CEO und Vorstandssprecher der SAP
Jim Hagemann Snabe, Co-CEO und Vorstandssprecher der SAP
(© DSAG 2012)
Jim Hagemann Snabe anerkannte in seiner Keynote das Engagement der DSAG-Mitglieder. Immerhin wissen die Walldorfer nun, für wen sie ihre Software entwerfen und welche Wünsche sie berücksichtigen sollten. Auch dass die DSAG einen Spezialpreis für eine HANA Limited Edition erkämpfte, erkannte er an.

Allerdings konnte er im Unterschied zum Vorjahr nichts Neues vorweisen. Damals versprach er Releasesicherheit bis 2020. Allerdings wusste er jenseits der üblichen Innovationsversprechen nichts Substanzielles vorzuweisen. Den rund 4.000 Besuchern erklärte er nochmals die seit der Sapphire 2011 bekannte SAP-Strategie.

Wie die Kunden diese Innovationen umsetzen sollten, erklärte er auch gleich. Erst konsolidieren, dann Netzwerke für Mitarbeiter, Lieferanten, Finanzen und Kunden bilden; schließlich HANA einsetzen. Die Appliance würde alles schön beschleunigen und neue Anwendungen auf einer Platform as a Service ermöglichen. Der Applaus hielt sich in Grenzen.

Ausklang

Prof. Dr. Karl Liebstückel, bisheriger Vorstandsvorsitzender der DSAG, widmet sich neuen Aufgaben.
Prof. Dr. Karl Liebstückel, bisheriger Vorstandsvorsitzender der DSAG, widmet sich neuen Aufgaben.
(© DSAG 2012)
Zum Abschied des aus dem Amt scheidenden Vorsitzenden überreichte eine als Lichtgestalt auftretende Riesen-Marionette Liebstückel und seiner Frau einen Blumenstrauß. Die als "Dum-du" bezeichnete Puppe setzte das Design-Motto der Neuronalen Netze, die die Integration symbolisieren, in eine konkrete Struktur um.

Die Aussteller berichten von lebhaften Geschäften mit SAP-Kunden, insbesondere mit solchen aus dem Mittelstand. Zahlreiche Stände präsentierten die Appliance HANA, so etwa Cisco, Dell und Fujitsu. Leider stellte sich auf Nachfrage heraus, dass von den meisten dieser Rechner SAP die Software entfernt hatte. Offenbar machen sich die Walldorfer Sorgen, ihr derzeit liebstes Kind könnte so beliebt werden, dass es womöglich geklont wird.

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