BusinessObjects Enterprise Performance Management bringt Finanzabschlüsse ins XBRL-Format SAP EPM 10.0 liefert Entscheidern Daten zur Unternehmensleistung

Redakteur: M.A. Dirk Srocke

SAP hat Version 10 der Software BusinessObjects Enterprise Performance Management (EPM) vorgestellt. Das Produkt soll erstmals Entscheider außerhalb der Finanzabteilung unterstützen und mit fundierten Daten die Unternehmensleistung steigern sowie Risiken minimieren. EPM nutzt SAPs In-Memory-Technologie und SAP Governance, Risk und Compliance (GRC).

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SAP integriert EPM 10.0 enger mit GRC (Governance, Risk und Compliance).
SAP integriert EPM 10.0 enger mit GRC (Governance, Risk und Compliance).
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf der Kundenkonferenz SAPPHIRE NOW in Orlando hat SAP eine aktualisierte Softwareversion für Enterprise Performance Management (EPM) angekündigt. Version 10.0 der Lösung soll jetzt auch Anforderungen von Entscheidern außerhalb der Finanzabteilung erfüllen. Das Produkt hilft Anwendern dabei, Strategien und Risiken vollständig zu überblicken. Das sorge für eine schnelle Entscheidungs- sowie Handlungsfähigkeit und sei ein wesentlicher Faktor für den Erfolg von Unternehmen.

SAP bewirbt EPM als weiteren Baustein im SAP-Gesamtkonzept für Business Analytics. EPM unterstützt die In-Memory-Technologie und erlaubt damit detaillierte und dynamische Planungsszenarien. Die können geräteübergreifend genutzt werden, egal ob am Desktop-PC oder unterwegs per Smartphone.

EPM 10.0 umfasst die Rapid-Deployment-Lösung SAP BusinessObjects Sales and Operations Planning für Planung und Vertrieb im operativen Geschäft. Mit der ebenfalls neuen Anwendung SAP BusinessObjects Disclosure Management sollen Anwender zudem gesetzeskonforme Finanzabschlüsse sowie Pflichtveröffentlichungen einführen - und Geschäftsdaten im XBRL-Format (eXtensible Business Reporting Language) veröffentlichen. Zur weiteren Anwendungsbasis von EPM gehören SAP BusinessObjects Spend Performance Management, SAP BusinessObjects Supply Chain Performance Management und verschiedene, branchenspezifisiche Planungsanwendungen.

Zu den neuen Merkmalen von EPM 10.0 zählen laut Anbieter:

  • BI-Workspaces mit eingebetteten EPM-Inhalten. Die sollen die Verfolgung von Leistungskennzahlen (KPIs) erleichtern.
  • Die Bereitstellung der Software auf mobilen Endgeräten und Plattformen.
  • Eine Stücklistenkalkulation, die EPM-Aktivitäten mit der Produktionsebene verknüpft.
  • Bereichsspezifische Scorecards für Customer Relationship Management (CRM), Enterprise Resource Planning (ERP) und Human Resources (HR) zur besseren Abstimmung innerhalb des Unternehmens.
  • Die automatisierte Abweichungsanalyse, mit der sich Ursachen für Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Zustand schneller als bisher ermitteln lassen. Zudem soll die Funktion bei Prognosen für die Zukunft helfen.
  • Eine engere Integration zwischen EPM und GRC (Governance, Risk und Compliance) soll eine risikoangepasste Planung gewährleisten.
  • Verbesserte Funktionen für die Konsolidierung von Finanzdaten. Dies betrifft unter anderem die Überwachung der Konsolidierung, die Kontrolle und Validierung, die stufenweise Konsolidierung und das Buchungsjournal.

SAP will die Anwendung zudem noch stärker in die Technologieplattform SAP NetWeaver, SAP ERP und SAP-BusinessObjects-Lösungen integriert und mit Softwareumgebungen anderer Anbieter kompatibel gemacht haben. Laut Anbieter schaffe dies Vorteile bei der Systemverwaltung, senke die Betriebskosten und verbessere die Möglichkeiten der Mitarbeiter, Geschäftsziele zu erfüllen.

Weitere Ankündigungen von der SAPPHIRE NOW

Diese Meldung über SAP EPM war nur der Auftakt jeder Menge Neuigkeiten, die SAP anlässlich der SAPPHIRE NOW vorgestellt hat. In Kürze folgen weitere Ankündigungen von der SAP-Kundenkonferenz aus Orlando, darunter:

  • neue Plattformen und Apps, basierend auf Sybase-Technologien,
  • Flexible Anwendungsentwicklung mit SAP NetWeaver Gateway,
  • Bessere Integration von SAP-Software mit Virtualisierungs- und Cloud-Technologien von Microsoft,
  • SAP-Lösungen in dr Amazon Cloud,
  • In-Memory-Computing mit SAP HANA weiter auf dem Vormarsch.

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