Open Allerlei statt Open Source? (Teil 1)

Offenkundige Verwandtschaft

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Der gemeinsame Nenner

Richard Seibt, Vorsitzender der Open Source Business Foundation (OSBF).(Bild:  Richard Seibt)
Richard Seibt, Vorsitzender der Open Source Business Foundation (OSBF).
(Bild: Richard Seibt)

„Der Aspekt der Zusammenarbeit, der 'Collaboration', um das Rad nicht immer wieder neu zu erfinden, um Geschwindigkeit bei Innovationen zu entwickeln“, ist für Seibt der gemeinsame Nenner von Open-Source-Software und Open XYZ. Ganten sieht noch mehr gemeinsame Ursprünge: „Bei allen 'Open-Irgendetwas'-Bewegungen geht es um die Öffnung von Irgendetwas, so dass Dritte dieses ohne eine formale Vertragsbeziehung zum Initiator für sich nutzen oder sich an seiner Weiterentwicklung beteiligen können.“

Das Fehlen von Zwängen hinsichtlich der Methoden, das „Community Building“, die Kooperation per Internet sind weitere Parallelen beider Seiten. Projekte wie Open Streetmap oder in Richtung Open Hardware – hier gibt es mit OSCar sogar den Versuch, nach Open-Source-Prinzipien ein Auto zu bauen – setzen die Arbeit einer Community, ihre Organisation und Steuerung voraus. Das sind konfliktträchtige Prozesse, mit denen Open-Source-Aktive reichlich Erfahrungen haben.

Hinzu kommt, dass einige technische Prinzipien aus der Open-Source-Bewegung wie die Nutzung von offenen Standards und Dokumentenformaten auch für Open Data, Access oder Government nahe liegen. Die neuen Bewegungen nun als Open „Foobar“, ein IT-Ausdruck für Platzhalter, zu bezeichnen, würde deren Anliegen auf technische Aspekte reduzieren, was nicht ausreicht. Unter den Mitgliedern von OSB Alliance und OSBF ist eine grundsätzliche Sympathie für die neuen Open-Themen zu spüren.

Der Autor

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in München.

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