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Interview mit Microsoft-Stratege Werner Leibrandt Microsoft und Citrix gegen den Virtualisierungs-Marktführer VMware

| Redakteur: Harry Jacob

Rechts oben – hier ist die Leader-Position beim magischen Quadranten von Gartner. Im Segment „x86-Server-Virtualisierungs-infrastruktur“ bekam dort VMware Gesellschaft von Microsoft und Citrix, die Hand in Hand einmarschierten. Microsoft-Stratege Werner Leibrandt erläutert die Hintergründe.

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Werner Leibrandt, Leiter Markt- und Wettbewerbsstrategie bei Microsoft (Alex Schelbert)
Werner Leibrandt, Leiter Markt- und Wettbewerbsstrategie bei Microsoft (Alex Schelbert)

ITB: Als Microsoft mit dem Hypervisor gestartet ist, begann ein harter Konkurrenzkampf mit VMware im Virtualisierungsmarkt. Man kann über die Bedeutung des „magischen Quadranten“ von Gartner streiten. Nichtsdestotrotz hat VMware Zuwachs im Leader-Quadranten bekommen: Microsoft und Citrix sind nun auch rechts oben anzutreffen. Das freut Sie sicherlich, oder?

Leibrandt: Natürlich. Als wir vor drei Jahren mit dem Hypervisor im Virtualisierungsbereich auf den Markt gekommen sind, war die erfolgreiche Positionierung gegen den Marktführer VMware ein ganz zentrales Thema. Dass wir nun auch im Leader-Quadranten von Gartner angekommen sind, spiegelt letztlich nur die tatsächliche Situation am Markt wieder, nämlich dass wir uns in puncto Funktionsumfang, Integrationsmöglichkeiten und beim Preismodell zu einem führenden Anbieter entwickelt haben. Letzten Endes spielte hier auch unsere Technologiepartnerschaft mit Citrix eine ganz zentrale Rolle, die ja nun mit uns im Leader-Quadranten neu positioniert wurden.

ITB: „Gemeinsam gegen VMware“ lautet also das Motto. Was hat die Partnerschaft mit Citrix denn konkret gebracht?

Leibrandt: Im Rahmen der Technologiepartnerschaft mit Citrix, der V-Alliance, können wir eine mehr als adäquate Alternative zu VMware im Bereich der 360-Grad-Virtualisierung bieten, die alle Bereiche, also Application-, Desktop- und Server-Virtualisierung abdeckt.

ITB: In welchen Marktsegmenten konnten Sie besonders punkten?

Leibrandt: Lösungsseitig würde ich uns im Bereich der Virtualisierung als Marktführer bezeichnen, denn betrachtet man die Kundensegmente, liegt der Schwerpunkt eindeutig beim Mittelstand. Hier konnten wir die Wachstumspotenziale in Deutschland am besten umsetzen. Das zeigt sich beispielsweise an den IDC-Zahlen für den Marktanteil bei den neu installierten virtuellen Servern. In den letzten zwölf Monaten konnten wir hier mit dem Windows Server Hypervisor ein knapp zweistelliges prozentuales Wachstum hinlegen, während der VMware-Hypervisor-Marktanteil lediglich um circa ein Prozent wuchs. Insgesamt zeigt sich daher, dass unser Konzept aufgeht.

ITB: Wie lautet das Konzept denn?

Leibrandt: Allem voran steht ein super Preis-Leistungs-Verhältnis. Zentrale Bedeutung haben aber auch die umfassenden Integrationsmöglichkeiten in der zentralen Verwaltung, die die Managementkonsole System Center mit sich bringt. Im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern lassen sich damit auch Fremdprodukte aus dem Virtualisierungsbereich und auch andere Plattformen mitmanagen. Proprietäre Systeme gehören der Vergangenheit an. Das hat Microsoft schon vor geraumer Zeit verstanden. Heraus gekommen sind zukunftsfähige und offene Lösungen, die im Markt sehr gut ankommen.

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