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PC-Verwaltung in der Cloud Microsoft erweitert Intune um Software-Verteilung

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Der Software-Hersteller Microsoft hat das erste Update von Windows Intune veröffentlicht. Mit dem Service, der sich vor allem an Partner richtet, lassen sich PCs in der Cloud verwalten. Über die Intune-Konsole können jetzt auch Software-Produkte auf Rechner verteilt werden.

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Die Windows-Intune-Konsole bietet einen Überblick über den Zustand der verwalteten PCs.
Die Windows-Intune-Konsole bietet einen Überblick über den Zustand der verwalteten PCs.

Seit etwa acht Monaten ermöglicht Microsoft die PC-Verwaltung in der Cloud. In dieser Woche hat der Hersteller die erste Erweiterung seines Dienstes Windows Intune vorgenommen: Über die Web-Konsole können jetzt auch Software-Produkte auf Rechner verteilt werden.

Bislang ließen sich mit dem Dienst nur Updates von Microsoft-Software installieren. Die neue Software-Verteilung unterstützt nicht nur Produkte des Herstellers aus Redmond, sondern auch von Drittanbietern. Eine weitere Neuerung betrifft das Lizenz-Management, das jetzt ebenfalls für Software von Drittanbietern möglich ist.

Hauptzweck von Windows Intune sind nach Angaben von Microsoft das Management und der Schutz von PCs. Über die Konsole, die einen Überblick über den Zustand der verwalteten Rechner bietet, lassen sich per Fernzugriff eine Reihe von Administrationsaufgaben erledigen. Auf diese Weise können PC-Probleme unabhängig vom Standort des Adminstrators oder der Benutzer behoben werden. Zum Schutz der Rechner verwendet Intune die Microsoft-Lösung Forefront Endpoint Protection.

PC-Verwaltung als Managed Service

Im Prinzip können IT-Abteilungen mit Windows Intune die Rechner in ihrem Unternehmen verwalten. Der Dienst richtet sich laut Microsoft aber vor allem an Partner, die damit die PC-Infrastruktur ihrer Kunden im Managed-Service-Modell betreuen können. Der Hersteller berechnet für den Dienst elf Euro pro Monat und PC. Partner erhalten davon im ersten Jahr eine Vergütung von 18 Prozent und sechs Prozent in jedem weiteren Jahr.

Neben der Software-Verteilung und dem erweiterten Lizenz-Management kommen mit dem Upgrade weitere neue Funktionen hinzu:

  • Remote Task: Diese Funktion erlaubt es dem Adminstrator, von der Intune-Konsole aus verschiedene Arten von System-Scans auszuführen. Zum Beispiel kann er auf einem bestimmten PC eine vollständige Malware-Überprüfung oder einen Neustart vornehmen.
  • Erweitertes Reporting: Neue Hardware-Filter ermöglichen es, detaillierte Berichte über das Hardware-Inventar zu erstellen.
  • Benutzerdefinierte Warnungen: Warnungen lassen sich nun anhand definierter Schwellen konfigurieren. Beispielsweise kann die Alarmschwelle des freien Speicherplatzes angepasst und eine Warnung ausgegeben werden, wenn bereits 75 Prozent der Festplatte belegt sind.
  • Integration von Silverlight: Die Verwendung der Microsoft-Technologie soll die Bedienung der Intune-Administrationskonsole komfortabler und einfacher machen.

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