Cloud-Umgebungen, flexibel und individuell

Microservices und Serverless als Wettbewerbsvorteil

| Redakteur: Florian Karlstetter

Onur Aksoy, Regional Vice President Central Europe bei Datadog, wagt einen Ausblick auf aktuelle Cloud-Entwicklungen.
Onur Aksoy, Regional Vice President Central Europe bei Datadog, wagt einen Ausblick auf aktuelle Cloud-Entwicklungen. (Bild: Datadog)

Dynamische, flexible und individuelle Cloud-Umgebungen sind längst zum Wettbewerbsfaktor avanciert – und das nicht nur bei Digitalunternehmen aus dem Silicon Valley. Wer schnell und flexibel auf die Anforderungen und Wünsche seiner Kunden reagieren oder Dienste hoch- beziehungsweise runterskalieren will, der nimmt seine Entwickler- und Operation-Teams in die Pflicht.

Es entsteht eine neue Cloud-Kultur und das bedeutet im Gegenzug, dass wir es mit neuen Werkzeugen zu tun haben. Die dadurch entstehende Komplexität der zu verwalteten Cloud-Infrastruktur birgt aber auch Risiken, die man im Auge behalten sollte.

Microservices treiben die Modularisierung von Applikationen effizient voran und werden auch 2019 eines der bestimmenden Themen sein“, erklärt Onur Aksoy, Regional Vice President Central Europe bei Datadog, einem Anbieter von Monitoring-Diensten für hybride Cloud-Anwendungen. „Dabei ist eine Anwendung als Service-Set aufgebaut. Und weil Microservices unabhängig voneinander deployed werden können, kann jede Technologie und Infrastruktur hierfür genutzt werden. Ganz flexibel und individuell und im kompletten Gegensatz zu monolithischen Applikationen, in denen alle Komponenten im selben Prozess und in derselben Infrastruktur laufen. Skaliert ein Monolith, müssen alle Komponenten skaliert werden, ganz gleich, ob eine einzelne, isolierte Komponente vielleicht einen Engpass darstellt. Das frisst Ressourcen, ist ineffizient und 2019 schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Hier bieten sich gewaltige Vorteile in Bezug auf Unabhängigkeit und Vereinfachung der Softwareverteilung.“

Vorteile, die auch in Bezug auf Serverless Computing in den letzten Monaten viel diskutiert wurden. Anwendungen und Services können erstellt und ausführt werden, ohne sich über Server Gedanken machen zu müssen. Die Infrastrukturverwaltung, wie die Bereitstellung von Servern oder Clustern, Patching, Betriebssystemwartung und Kapazitätsbereitstellung wird obsolet. Allein die Preislage stellte bislang vor allem für Anwendungen, die über einen längeren Zeitraum laufen, noch eine zu große Hürde dar. Noch.

„Wir müssen uns dieses Jahr auf deutlich mehr serverlose Anwendungen gefasst machen, wie auch das wachsende Interesse deutscher Unternehmen an Plattformen wie AWS Lambda zeigt. In Lambda-Funktionen wird die Welt von Microservices und Serverless verheiratet. Ein Code wird als automatische Reaktion auf bestimmte Events, wie HTTP-Anforderungen, Änderungen von Objekten, Aktualisierungen von Tabellen oder Zustandsübergänge, ausgeführt und ihm wird automatisch die notwendigen Rechenressourcen zugewiesen. Der Service läuft als Solitär und braucht von Ihnen nicht mal mehr einen Ort (Server) zum Leben. Kein Vergleich zu der Zeit, in der über Server im Keller gewacht wurde.“

Im Vergleich zum Server im Keller steigt mit der schönen, neuen Cloud Welt jedoch auch die Komplexität, vor allem, wenn man versucht, alle Anwendungen im Blick zu behalten. Denn wie will man die Performance von etwas überwachen, was aktuell noch als Code ruht und nur bei Bedarf ausgeführt wird? Oder wenn jeder einzelne Service eine eigene Deployment Unit darstellt, samt eigenem Release, Tests und Monitoring?

Die rasante Entwicklung im Cloud-Umfeld macht auch und gerade vor administrativen Aufgaben keinen Halt. Mehr noch: je vielschichtiger das Cloud-Ökosystem auf dem Weg zu mehr Agilität und Flexibilität wird, desto entscheidender ist der nachhaltige Monitoring-Dreiklang von Applikation Performance, Infrastruktur und Log-Daten. Die Aufspaltung einzelner Anwendungen in Mircoservices, die Loslösung von gewohnten Server-Umgebungen darf dabei ebenso wenig zu Einbußen auf die Gesamtsicht führen, wie Multi-Cloud oder die Containerisierung von Anwendungen.“

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17.10.18 - Sei es im kleinen Rahmen, wie „Google Docs“ oder „Microsoft Office 365“, bei einzelnen Kundenanwendungen oder mit kompletten IT-Infrastrukturen – selbst eher risikoscheue Branchen setzen inzwischen auf Cloud. Meist werden sogar verschiedene Cloud-Anbieter genutzt, hier gilt es, den Überblick zu behalten. lesen

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