Umfrage zur Cloud-Nutzung in der IT-Security

Mehrheit nutzt bereits die Cloud für IT-Security

| Redakteur: Peter Schmitz

Trotz Bedenken beim Datenschutz setzen Unternehmen vermehrt cloudbasierte Security-Services ein.
Trotz Bedenken beim Datenschutz setzen Unternehmen vermehrt cloudbasierte Security-Services ein. (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Dienste in die Cloud zu migrieren, ist inzwischen nahezu Standard – das gilt auch für IT-Sicherheitstools. Die Nutzung von „Security-as-a-Service“ hilft, Ressourcen, Aufwand und letztendlich Kosten zu verringern. Doch wie sehen das die Praktiker aus den IT-Sicherheits­abteilungen und wo gibt es noch Bedenken?

SIEM-Anbieter Exabeam befragte IT-Security-Verantwortliche, wie ihre Unternehmen es mit der Migration der Security in die Cloud halten. Die Ergebnisse zeigen, dass eine überwältigende Mehrheit von 88 Prozent bereits Teile ihrer IT-Sicherheit in die Cloud migriert hat oder dies aktuell plant. Zwar gibt es noch immer Bedenken, insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes und des unbefugten Zugriffs auf Daten von Dritten, doch scheinen die Vorteile zu überwiegen, diesen wichtigen Teil der Unternehmens-IT der Cloud anzuvertrauen.

Die Mehrheit nutzt bereits die Cloud für IT-Security

Sicherheitsbedenken halten nur wenige Unternehmen vor dem Schritt in die Cloud ab. Eine große Mehrheit von 75 Prozent der befragten Unternehmensvertreter gab an, dass sie bereits damit begonnen hat, die Cloud als Ressource für IT-Sicherheit zu nutzen. 13 Prozent planen den Umzug ihrer Security-Services in die Cloud. Lediglich 12 Prozent haben noch keine konkreten Vorhaben. Offenbar gibt es genügend Vorteile zumindest Teile der IT-Sicherheit in die Cloud zu verlegen. Von denjenigen, die bereits mit der Migration begonnen haben, verwalten ein Drittel bereits mehr als 50 Prozent ihrer Sicherheitswerkzeuge schon in der Cloud. Immerhin mehr als die Hälfte (58 Prozent) hat mindestens ein Viertel ihrer Sicherheitswerkzeuge in die Cloud migriert.

Vorteile der Nutzung der Cloud für IT-Sicherheit

Auf die offene Frage, welche Vorteile die Verantwortlichen durch den Schritt in die Cloud für die Security sehen, meinten 29 Prozent, dass dies die Überwachung und Verfolgung von Angriffen verbessere. 22 Prozent gaben eine potenziell geringere Verwaltung als wichtigsten Grund an. CAPEX-Reduzierungen (18 Prozent), eine schnellere Time-to-Value (17 Prozent) und der Zugang zu den neuesten Funktionen (13 Prozent) waren für die Befragten weitere wichtige Faktoren für die Migration der Security in die Cloud.

Bedenken bei der Verlagerung in die Cloud

Den zahlreichen potenziellen Vorteilen der Migration in die Cloud stehen verständlicherweise einige Bedenken gegenüber. Ganz oben auf der Liste steht der Datenschutz mit 30 Prozent. Auch unbefugter Zugriff von Dritten (16 Prozent), Serverausfälle (14 Prozent), die Integration mit anderen Sicherheitswerkzeugen (14 Prozent) und die Datenhoheit (13 Prozent) wurden genannt.

„Im Zuge der Modernisierung der Sicherheitsabläufe in Unternehmen werden SaaS-Lösungen immer öfter zum bevorzugten Bereitstellungsmodell. Während die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass einige Sicherheitsexperten zwar immer noch Bedenken haben, verfolgen viele Organisationen bereits einen Cloud-first-Ansatz in Sachen Sicherheit“, kommentiert Sam Humphries, Sicherheitsstratege bei Exabeam die Ergebnisse der Befragung. „Wir können davon ausgehen, dass in diesem Jahr mehr Organisationen ihre Sicherheitswerkzeuge in die Cloud migrieren werden. Die Sicherheitsexperten sehen zunehmend die Vorteile von gehosteten Cloud-Angeboten, die die volle Funktionalität traditioneller On-premises-Lösungen bieten. Zu den zusätzlichen Vorteilen gehören geringere Kosten, weniger Wartungsprobleme und das Cloud-Daten nicht mehr an lokale Rechenzentren weitergeleitet werden müssen“.

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