Deutsche und europäische Initiativen

Megatrend Digitalisierung fordert neue Normen und Standards

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Digitalisierung ist zentrales Thema neuer Normungs- und Standardisierungsstrategien – auch um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Unternehmen zu stärken.
Digitalisierung ist zentrales Thema neuer Normungs- und Standardisierungsstrategien – auch um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Unternehmen zu stärken. (Bild: Photo 5000, Fotolia)

Normung und Standardisierung sind Werkzeuge zur Gestaltung von Märkten, für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Wirtschaft und zum Wohlergehen der Bürger.

Dabei kristallisiert sich der Megatrend Digitalisierung zu einem zentralen Thema heraus. Einerseits in Hinblick auf die Normungsthemen wie Industrie 4.0, Elektromobilität, Smart Grid bis hin zu IT-Sicherheit, andererseits aber auch hinsichtlich der Prozesse in der Normung, die mit den Mitteln der Digitalisierung selbst beschleunigt werden können.

Der Entwurf der Deutschen Normungsstrategie liegt daher jetzt auf www.deutsche-normungsstrategie.de zur Einsicht vor. Alle Interessierten können hier bis zum 31. August 2016 Beiträge zum Entwurf eingeben und so die Zukunft der Normung mitgestalten.

Am 27. September soll eine Stakeholder-Konferenz dann alle Ideen konsolidieren, so dass die neue Deutsche Normungsstrategie noch im Jahr 2016 verabschiedet werden kann. Ziel des Konsultationsprozesses ist, dieses wertvolle Instrument nur gemeinsam mit allen Interessengruppen weiter zu entwickeln, um für die künftigen Herausforderungen – auch hinsichtlich der Digitalisierung – gerüstet zu sein.

Der Entwurf ist das Ergebnis zweier Workshops mit 16 Führungspersönlichkeiten aus verschiedenen Sektoren der Wirtschaft, der Politik und Wissenschaft sowie aus Positionen von über 40 Organisationen und Unternehmen. Die erste Deutsche Normungsstrategie stammt aus dem Jahr 2004. Sie ist als „lebendes“ Dokument unter Einbeziehung neuer Positionen weiterentwickelt worden und 2009 in aktualisierter Form erschienen. Viele der Maßnahmen sind seitdem umgesetzt worden; neue Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft sind in den Vordergrund gerückt.

Europäische Standardisierungsinitiative

Elzbieta Bienkowska, EU Kommissarin für den Binnenmarkt, Industrie und Unternehmertum sowie kleine und mittlere Unternehmen, und Dr. Oliver Grün, Präsident der European DIGITAL SME Alliance.
Elzbieta Bienkowska, EU Kommissarin für den Binnenmarkt, Industrie und Unternehmertum sowie kleine und mittlere Unternehmen, und Dr. Oliver Grün, Präsident der European DIGITAL SME Alliance. (Bild: BITMi)

Auf europäischer Ebene soll die „Joint Initiative on Standardisation“ bis Ende 2019 Standards modernisieren, priorisieren und insbesondere entbürokratisieren. Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi), hat die entsprechende Vereinbarung in seiner Funktion als Präsident des Europäischen IT-Mittelstandsverbands European DIGITAL SME Alliance gemeinsam mit EU-Kommissarin Elzbieta Bienkowska unterschrieben.

IKT-Standards sind ein starkes Werkzeug um offene, technologische Ökosysteme zu bilden, in denen digitale KMU wachsen und Innovation schaffen können. Standardisierung ist ein Weg, neue Technologien und Services verfügbar zu machen, Innovationen zu teilen und zu öffnen. Im Gegensatz zu firmeneigenen Lösungen stellt es ein offenes und kollaboratives Umfeld dar.

Deshalb will die European DIGITAL SME Alliance neben ihrem Einsatz für die Joint Initiative die Umsetzung der Maßnahmen laufend prüfen, um sicherzustellen, dass IT-KMU davon profitieren. „Wir glauben, dass Standards eine gute Möglichkeit für KMU sind, Innovationen zu schaffen und neue Märkte zu erschließen und für die Gesellschaft eine große Chance darstellen, zu guten Preisen von Hochgeschwindigkeitsinnovationen zu profitieren“, bekräftigt Dr. Oliver Grün das Ansinnen der Initiative.

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