Product Lifecycle Management bei Manthey Mit der Cloud zur Bestzeit

Ein Gastbeitrag von Michael Wendenburg

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Manthey ist ein erfolgreiches Porsche-Rennteam mit einem breiten Produkt- und Dienstleistungsportfolio rund um die Fahrzeuge aus Zuffenhausen, darunter Performance Kits für straßenzugelassene Porsche GT-Modelle. Um die OEM-Anforderungen bei der wachsenden Anzahl von Produkten zu gewährleisten, setzt Manthey auf eine cloud-basierte PLM-Lösung.

Vom Rennsport auf die Straße - dies ist das Motto bei der Entwicklung von Komplettpaketen für sportliche Straßenmodelle von Porsche. Manthey-Racing bietet individuelle Detaillösungen, darunter Performance Kits für straßenzugelassene Porsche GT-Modelle.(Bild:  Manthey Racing)
Vom Rennsport auf die Straße - dies ist das Motto bei der Entwicklung von Komplettpaketen für sportliche Straßenmodelle von Porsche. Manthey-Racing bietet individuelle Detaillösungen, darunter Performance Kits für straßenzugelassene Porsche GT-Modelle.
(Bild: Manthey Racing)

Manthey mit Sitz in Meuspath am Nürburgring wird von den Brüdern Martin und Nicolas Raeder geführt und beschäftigt über 250 Mitarbeitende. Die Porsche AG hält 51 Prozent der Unternehmensanteile. Neben dem Geschäft mit Zubehör für Rennfahrzeuge ist der weltweite Vertrieb von Fahrwerks- und Aerodynamik-Komponenten, mit denen Porsche-Besitzer ihre straßenzugelassenen GT-Modelle für die Rennstrecke optimieren können, ein wichtiger Umsatzträger „Als OEM-Supplier müssen unsere Performance-Kits die hohen Anforderungen an Qualität und Revisionssicherheit erfüllen“, sagt Stefan Mages, Entwicklungsleiter bei Manthey.

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Nachweispflichten einfacher erfüllen

Bei Entwicklung und Freigabe der Kits-Komponenten arbeitet das Unternehmen eng mit Porsche zusammen. Mit wachsender Produktpalette ist auch die Entwicklungsabteilung größer geworden. Die Konstrukteure verwalteten ihre CAD-Daten mit Autodesk Vault, während alle anderen Dokumente auf dem File-Server abgelegt wurden. Für Anwender und Projektverantwortliche wurde es ohne PLM-System immer schwieriger, den Überblick über alle laufenden Projekte und Freigabestände zu behalten.

„Revisions- und Dokumentationssicherheit war gerade bei Freigaben eine Herausforderung“, so Mages. Er übernahm im Jahr 2020 die Aufgabe, die Produktentwicklung auszubauen und die Erfüllung der Nachweispflichten sicherzustellen. Gleichzeitig sollten bei der wachsenden Anzahl von Beschäftigten und Projekten produktionsrelevante Dokumente innerhalb der gesamten Organisation abteilungsübergreifend bereitgestellt werden.

Vorrangiges Ziel war es, die Nachverfolgbarkeit und Rechtssicherheit zu gewährleisten, ohne die Prozesse für die Anwender unnötig kompliziert zu machen, wie Mages weiter ausführt: „Die Akzeptanz stand für mich ganz oben. Eine wesentliche Anforderung an die neue Lösung war daher auch eine moderne Benutzeroberfläche mit sehr guter Usability.“

Zukunftssicher aufgestellt dank SaaS-Lösung

Nach einem Benchmark mit drei Anbietern entschied sich Manthey für CIM Database PLM als Software-as-a-Service (SaaS). Die SaaS-Lösung für Product Lifecycle Management (PLM) überzeugte sowohl technisch als auch durch den hohen Bedienkomfort und die einfache Navigation im Datenbestand, wie Mages erläutert: „Alles findet sich mit allem. Man kann einfach aus der 3D-Ansicht oder der Projektsicht direkt auf die einzelnen Dokumente zugreifen. Vorher mussten die Mitarbeiter zwingend die Artikelnummern kennen.“

Der große Vorteil einer Cloud-Lösung ist, dass alle Berechtigten von überall aus jederzeit auf die Anwendung zugreifen können.

Stefan Mages, Entwicklungsleiter bei Manthey

Manthey war dabei nicht auf eine cloud-basierte PLM-Lösung festgelegt, wollte sich aber zukunftssicher aufstellen. „Der große Vorteil einer Cloud-Lösung ist, dass alle Berechtigten von überall aus jederzeit auf die Anwendung zugreifen können, was uns mit Blick auf die Anbindung des zweiten Standorts entgegenkommt“, sagt Mages. „Außerdem bietet sie im Gegensatz zu einer On-Premises-Installation mehr Datensicherheit und entlastet unsere internen IT-Ressourcen.“

Die Anwender nutzen CIM Database PLM aus der Contact Cloud. Die mandantenfähige Lösung wird in der Infrastruktur von AWS gehostet. Um die Bausteine für das Projektmanagement, die Verwaltung von Artikeln, Normen und Dokumenten, das Workflow-, Änderungs- und Qualitätsmanagement wie ursprünglich geplant out-of-the-box in alle Prozesse von Projektstart bis Projektende zu integrieren, mussten einige der Standard-Funktionen im Laufe der Implementierung noch anpasst werden.

Contact Software launcht Cloud-PLM-Angebot

CIM Database Cloud ist Contacts neue Out-of-the-box-Lösung für die durchgängige digitale Produktentwicklung. Die No-Code-Software vereint Enterprise-PLM-Funktionalität mit Cloud-Technologie und bietet höchste IT-Sicherheitsstandards sowie leistungsstarke DevOps-Services.

Mit CIM Database Cloud arbeiten Konstruktionsteams direkt am 3D-Produktmodell zusammen. (Bild:  Contact Software)
Mit CIM Database Cloud arbeiten Konstruktionsteams direkt am 3D-Produktmodell zusammen.
(Bild: Contact Software)

CIM Database Cloud bietet unter anderem leistungsstarke Funktionen für das Dokumentenmanagement, Projektmanagement, die Kostenkalkulation, das Materialmanagement und den Abgleich verschiedener Stücklisten. Ihre bestehende Systemlandschaft binden Unternehmen über Schnittstellen zu Drittsystemen wie CAD- und ERP-Software nahtlos an. So entsteht ein durchgängiger Digital Thread, der Prozesse und Datenflüsse abteilungsübergreifend verbindet und die Zusammenarbeit erleichtert.

Die Software ist als SaaS-Anwendung in drei Ausbaustufen erhältlich: „Collaborate“, „Accelerate“ und „Innovate“. Für Unternehmen mit hohen Customizing-Anforderungen bietet CIM Database Cloud optional DevOps-Services an. Damit lassen sich auch individuelle Geschäftsprozesse präzise abbilden und Funktionen kontinuierlich anpassen. Dank der verschiedenen Ausbaustufen finden Unternehmen die richtige Lösung für ihre Anforderungen und können den technischen Reifegrad ihrer Produktentwicklung Schritt für Schritt steigern. Und das so kosteneffizient wie möglich: Dank eines flexiblen Lizenzmodells, das auch die nutzungsgetreue Abrechnung über pay-per-use ermöglicht.

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Zugriff auf relevante Daten für alle Mitarbeiter

Manthey war das erste Unternehmen, das CIM Database Cloud eingeführt hat. „Contact hat erlebt, worin die Herausforderung besteht, ein bereits etabliertes Produkt in die Cloud zu bringen. Deshalb entwickeln wir gemeinsam die Lösung weiter“, sagt Mages.

  • Hierzu zählt auch die Erweiterung des Sachnummern-Generators, um sprechende Sachnummern zu erzeugen. Dies war in der SaaS-Lösung zunächst nicht vorgesehen.
  • Außerdem wird der Workflow Designer stärker für die Automatisierung von Freigabe- und Änderungsprozesse ausgelegt.

Manthey hat seine Konstruktion inzwischen zwar vollständig von Autodesk Inventor auf Catia umgestellt. Beide CAD-Systeme sind aber an CIM Database angebunden, um auch weiterhin ältere Daten in Autodesk verwalten zu können. Die Schnittstelle zum ERP-System für die automatisierte Übergabe von Artikel und Stücklisten wird im Laufe des Jahres fertiggestellt.

Derzeit arbeiten rund 100 Anwender mit dem System, darunter 65 Viewing-User, die auf für sie freigegebene Daten und Dokumente zugreifen. Ziel ist es, allen Mitarbeitenden im Unternehmen Zugang zu gewähren. Die Akzeptanz sei sehr gut, sagt Mages. „Alle, die mit dem System arbeiten, sind durch die Bank begeistert.“

Ohne CIM Database Cloud wäre der Entwicklungsprozess mit so vielen Leuten nicht mehr steuerbar und die Fehlerhäufigkeit erheblich größer.

Stefan Mages, Entwicklungsleiter bei Manthey

Unternehmensweit konsistente Daten

Das Auffinden produktrelevanter Daten hat sich durch den Einsatz der PLM-Lösung deutlich verbessert: „Ohne CIM Database Cloud wäre der Entwicklungsprozess mit so vielen Leuten nicht mehr steuerbar und die Fehlerhäufigkeit erheblich größer“, sagt Mages. „Sie hat auch einen spürbar positiven Impakt auf die Durchlaufzeiten.“

Der Entwicklungsleiter ist fasziniert von den Zugriffszeiten in der Cloud, die deutlich kürzer sind als erwartet. Es gibt mit einer Gigabit-Leitung überhaupt keinen Nachteil gegenüber einer On-Premises-Lösung. Selbst bei der Arbeit mit komplexen CAD-Modellen und großen Datenmengen treten keine Verzögerungen auf, so Mages: „Ein echtes Highlight ist auch die Enterprise Search, die Textelemente in allen Dokumenten in Nullkommanix findet, auch wenn sie gerade erst hochgeladen wurden.“

Manthey wünscht sich weitere Funktionen wie eine automatisierte Freigabe von Artikeln, wenn alle artikelrelevanten Dokumente bereits freigegeben sind oder einen zusätzlichen Status zwischen Prüfung und Freigabe, um Artikel für Beschaffungsanfragen bedingt freizugeben. „Ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir uns für das richtige Produkt entschieden haben. Die Usability und der Support sind gut“, sagt Mages abschließend. „Wir sind auf einem guten Weg, die gesteckten Ziele zu erreichen, und haben die erforderliche Aufmerksamkeit des Contact-Managements.“

* Der Autor Michael Wendenburg ist freier Redakteur, Sevilla, Spanien. www.wendenburg.net.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal konstruktionspraxis.

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