Keepit erweitert seine Datensicherungsplattform um Funktionen für KI-Anwendungen. Mit AI Truth Cloud sollen Unternehmen Datenquellen prüfen, KI-Umgebungen isoliert testen und bei Fehlentscheidungen auf verifizierte Zustände zurücksetzen können.
Keepit-Mitgründer Frederik Schouboe: „Unternehmen treffen folgenschwere Entscheidungen auf Basis dessen, was ihre KI ihnen sagt. Doch auf Grundlage von Daten, die sich nicht verifizieren lassen, sollte nicht gehandelt werden.“
(Bild: Keepit)
Keepit will Datensicherung stärker mit dem Betrieb von Enterprise-KI verknüpfen. Dazu hat der Anbieter von SaaS-Datensicherung AI Truth Cloud vorgestellt. Die Plattform soll nicht nur Kopien von Unternehmensdaten vorhalten, sondern deren Herkunft, Integrität und Vollständigkeit für den Einsatz in KI-Systemen überprüfbar machen.
Im Mittelpunkt steht die Annahme, dass KI-Anwendungen nur so belastbar sind wie die Daten, mit denen sie arbeiten. Das gilt insbesondere für KI-Agenten, die zunehmend eigenständig Aufgaben ausführen und Entscheidungen vorbereiten oder treffen. Nach Angaben von Keepit liegen die dafür benötigten Informationen häufig in produktiven Anwendungen, Konfigurationen und spezialisierten KI-Werkzeugen.
Fünf Bereiche für den Umgang mit vertrauenswürdigen Daten
Keepit ordnet AI Truth Cloud in fünf Funktionsbereiche ein:
Integrate: Daten in KI-Tools und Workflows einbinden
Damit erweitert Keepit den klassischen Fokus auf Backup und Recovery. Die Plattform soll künftig als kontrollierte Datenschicht zwischen Unternehmensdaten und KI-Anwendungen dienen.
Auf Grundlage von Daten, die sich nicht verifizieren lassen, sollte nicht gehandelt werden.
Frederik Schouboe, Mitgründer und Chief Visionary Officer bei Keepit
„Unternehmen treffen folgenschwere Entscheidungen auf Basis dessen, was ihre KI ihnen sagt. Doch auf Grundlage von Daten, die sich nicht verifizieren lassen, sollte nicht gehandelt werden“ ist Frederik Schouboe, Mitgründer und Chief Visionary Officer bei Keepit, überzeugt. „AI Truth Cloud gibt Unternehmen ein unabhängiges, manipulationssicheres und nachweislich vollständiges Datenfundament – eines, auf dessen Basis KI sicher urteilen kann, dessen Integrität Unternehmen belegen können und von dem aus sie zu einem verlässlichen, unversehrten Zustand zurückkehren können, wenn eine Entscheidung fehlgeht.“
Backup für KI-Konfigurationen und Modelle
Ein erster Baustein ist der AI Connector Backup. Er soll die Sicherung auf KI-Ressourcen ausweiten. Dazu zählen nach Angaben des Anbieters unter anderem:
Konfigurationen von KI-Agenten,
KI-Skills
Projekte
Modelle
weitere Objekte innerhalb der angebundenen KI-Werkzeuge
Für diese Elemente ist eine zeitpunktbezogene Wiederherstellung vorgesehen. Das kann relevant werden, wenn ein Agent unerwartetes Verhalten zeigt oder eine KI-Umgebung kompromittiert wurde. In solchen Fällen soll eine unveränderte Kopie als Wiederherstellungspunkt dienen.
Welche konkreten KI-Tools zum Start unterstützt werden und wann weitere Connectoren folgen, lässt Keepit offen, kündigt aber eine kontinuierliche Erweiterung der Abdeckung an. Der Bedarf dürfte dabei nicht nur durch die Nutzung von KI-Systemen entstehen. Auch die von Agenten erzeugten Daten und Konfigurationen werden zu schützenswerten Unternehmensressourcen.
MCP-Schnittstelle soll KI-Zugriff ermöglichen
Mit der Keepit-MCP-Plattform plant der Anbieter zudem eine API-Schicht auf Basis des Model Context Protocol (MCP). Sie soll eine programmatische Verbindung zwischen Keepit sowie KI-Tools und automatisierten Workflows herstellen.
KI-Systeme könnten damit auf verwaltete Daten zugreifen, diese abfragen und prüfen. Keepit positioniert seine Plattform dadurch nicht mehr ausschließlich als Speicherort für Sicherungen. Sie soll stattdessen in Prozesse eingebunden werden, in denen KI-Systeme Daten abrufen oder deren Verlässlichkeit bewerten.
Für Unternehmen entstehen dabei neben technischen auch Governance-Fragen. Ein kontrollierter Zugriff muss klären, welche Daten ein Agent verwenden darf, wie Abfragen protokolliert werden und wie sich die Ergebnisse später nachvollziehen lassen. AI Truth Cloud soll nach Angaben von Keepit hierfür die technische Grundlage schaffen.
AI Safe Room trennt Tests von Produktionsdaten
Ein weiterer Bestandteil ist der Keepit AI Safe Room. Er stellt eine isolierte Kopie der Unternehmensdaten für Training, Inferenz und Tests von KI-Modellen bereit. Die produktive Umgebung soll dabei unangetastet bleiben.
Das Konzept adressiert ein bekanntes Betriebsrisiko: Werden Modelle, Prompts oder Agenten direkt auf Live-Daten ausgeführt, können fehlerhafte Ergebnisse oder ungewollte Änderungen die Produktion beeinflussen. Eine getrennte Umgebung reduziert dieses Risiko zumindest auf der Ebene der Datenbasis.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Liefert ein Modell oder Agent falsche Ergebnisse, soll sich die isolierte Umgebung auf einen vollständigen Ausgangszustand zurücksetzen lassen. Keepit spricht von einer sofortigen Wiederherstellung, macht aber keine konkreten technischen Angaben zu Wiederherstellungszeiten, Zugriffskontrollen oder den unterstützten Trainingsumgebungen.
Geplante Funktionen und Partnerstrategie
Keepit nennt weitere Funktionen, die über die fünf Bereiche hinweg entstehen sollen. Dazu gehören die Überwachung des Verhaltens von KI-Agenten, die automatische Erstellung von Compliance-Nachweisen, kryptografische Angaben zur Datenherkunft und ein KI-gestütztes Zurücksetzen bei Bedrohungen.
Diese Punkte beschreiben vor allem die weitere Roadmap. Für die Praxis wird entscheidend sein, welche Funktionen tatsächlich verfügbar sind, wie sie in bestehende Governance-Prozesse passen und ob Unternehmen die Nachweise unabhängig prüfen können.
Zusätzlich kündigt Keepit eine Partnerschaftsstrategie für unabhängige Softwareanbieter (ISVs) an. Hersteller sollen Funktionen wie Datenhoheit, Unveränderlichkeit und Governance direkt in ihre eigenen Produkte integrieren können. Die Plattform würde damit nicht nur als eigenständiger Backup-Dienst, sondern auch als technische Grundlage für andere Unternehmenssoftware eingesetzt.