Verteiltes Wissen kontextbezogen bereitstellen Docufy bringt KI-Wissens­plattform Junofy auf den Markt

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Junofy, die Plattform des Softwareherstellers Docufy für KI-gestütztes Wissensmanagement, soll Firmenwissen aus verteilten Quellsystemen bündeln und über eine Chatoberfläche zugänglich machen. Anders als bei generischen KI-Tools würden hierfür nur intern freigegebene Daten genutzt.

Die KI-gestützte Wissensplattform Junofy soll Effizienz und Transparenz im Umgang mit Unternehmenswissen steigern.(Bild:  Docufy)
Die KI-gestützte Wissensplattform Junofy soll Effizienz und Transparenz im Umgang mit Unternehmenswissen steigern.
(Bild: Docufy)

Kern der Plattform ist der sogenannte Smart Knowledge Chat, über den Mitarbeitende in natürlicher Sprache Anfragen stellen können. Junofy soll dabei keine klassische Suche mit Ergebnislisten liefern, sondern direkte, quellenbelegte Antworten aus dem unternehmenseigenen Wissensbestand generieren. Jede Antwort werde transparent mit Herkunftsangaben versehen, sodass die Inhalte nachvollziehbar und überprüfbar bleiben, so Docufy.

Die Plattform integriert sich nach Angaben des Herstellers in bestehende Systeme wie SharePoint, Confluence, Cloud-Speicher sowie CRM- und PIM-Lösungen – darunter auch das hauseigene Component-Content-Management-System Cosima. Inhalte aus diesen Quellen werden automatisiert mit Metadaten angereichert, inhaltlich verknüpft und auf einer gemeinsamen Wissensschicht zusammengeführt. Eine Datenredundanz soll dabei nicht entstehen: Änderungen in den Ursprungssystemen würden automatisch synchronisiert.

Fraunhofer-Studie als Referenz

Zur Markteinführung verweist Docufy auf eine aktuelle Studie der Fraunhofer Austria Research GmbH zum Wissensmanagement in deutschsprachigen Unternehmen. Demnach geben 78 Prozent der Befragten an, dass wesentliches Wissen in ihrem Unternehmen häufig oder gelegentlich verloren geht. 69 Prozent bewerten die Auswirkungen auf Geschäftsprozesse als erheblich. In 61 Prozent der befragten Organisationen fehlt laut Studie eine klare Wissensmanagement-Strategie.

Nadine Prill, Geschäftsführerin der Docufy GmbH, ordnet die Produktentscheidung in diesen Kontext ein: Wissen sei in vielen Unternehmen zwar vorhanden, aber in Silos verteilt oder nur über aufwändige Suche erreichbar. Junofy solle diese Informationssilos aufbrechen.

Sicherheitsarchitektur und Zugriffssteuerung

Technisch basiert Junofy auf einer Cloud-Architektur mit rollenbasierten Zugriffsrechten und Single Sign-on (SSO). Quellsysteme würden dabei nicht ersetzt, sondern integriert – ohne doppelte Datenhaltung.

Effizienzangaben des Anbieters

Docufy beziffert den potenziellen Nutzen mit konkreten Werten: Die Informationssuche soll sich um bis zu 35 Prozent beschleunigen, die Einarbeitungszeit neuer Mitarbeitender um bis zu 30 Prozent sinken und redundante Tätigkeiten um bis zu 45 Prozent reduziert werden. Belastbare externe Nachweise für diese Angaben nennt das Unternehmen nicht.

Als weiteres Einsatzszenario nennt der Hersteller den demografischen Wandel in Belegschaften: Junofy solle sicherstellen, dass das Wissen ausscheidender Mitarbeitender strukturiert erhalten bleibt und für Nachfolger unmittelbar verfügbar ist.

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